Masterarbeit, 2014
87 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung
2.1 Grundgedanke des Shareholder Value-Konzepts
2.2 Hauptanwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung
3 Wertorientierte Managementvergütung
3.1 Die Prinzipal-Agent-Problematik bei asymmetrisch verteilten Informationen
3.2 Anreizsysteme als Instrument zur Lösung der Prinzipal-Agent-Problematik
3.2.1 Ziele und Funktionen eines Anreizsystems
3.2.2 Ausgestaltung der Basiselemente eines Anreizsystems
3.3 Allgemeine Anforderungen an Anreizsysteme
3.4 Spezifische Anforderungen an die Bemessungsgrundlage vor dem Hintergrund der Wertorientierung
4 Analyse und kritische Würdigung kennzahlen- und aktienkursorientierter Entlohnungskonzepte
4.1 Managementvergütung auf Basis des buchhalterischen Gewinns
4.1.1 Allgemeine Darstellung und Ermittlung des buchhalterischen Gewinns
4.1.2 Eignung des buchhalterischen Gewinns für die wertorientierte Managementvergütung
4.2 Managementvergütung auf Basis von Wertbeitragskennzahlen in Form von Residualgewinnen
4.2.1 Allgemeine Darstellung von Residualgewinnen
4.2.2 Managementvergütung auf Basis des Economic Value Added (EVA)
4.2.2.1 Darstellung und Ermittlung des Economic Value Added
4.2.2.2 Eignung des EVA für die wertorientierte Managementvergütung
4.2.3 Managementvergütung auf Basis von Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC)
4.2.3.1 Darstellung und Ermittlung von ERIC
4.2.3.2 Eignung von ERIC für die wertorientierte Managementvergütung
4.3 Managementvergütung auf Basis von Aktien- und Aktienoptionsplänen
4.3.1 Allgemeine Darstellung von Aktien- und Aktienoptionsplänen
4.3.2 Eignung von Aktien- und Aktienoptionsplänen für die wertorientierte Managementvergütung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit verschiedene in Theorie und Praxis diskutierte Kennzahlen sowie aktienkursorientierte Größen als Bemessungsgrundlage für eine wertorientierte Managementvergütung geeignet sind. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die kritische Analyse, ob diese Kennzahlen Fehlanreize vermeiden und die Interessenharmonisierung zwischen Management und Anteilseignern fördern können.
4.2.2.2 Eignung des EVA für die wertorientierte Managementvergütung
Der EVA soll laut Stewart ein gegenüber alternativen Ansätzen überlegenes Performancemaß darstellen, welches vor allem im Rahmen der wertorientierten Managemententlohnung eine zentrale Rolle einnimmt: „Incentive Compensation is the anchor of the EVA financial management system.“ Der Vorteil wird dabei insbesondere in den angesprochenen Bereinigungen der EVA-Basisgrößen gesehen. Zum einen bezwecken diese, dass rechnungslegungsbedingte Fehlanreize vermieden werden, und zum anderen soll ein Manager dadurch motiviert werden, sich ausschließlich auf das - für die Erreichung des Ziels der Marktwertmaximierung als notwendig angesehene - operative Geschäft zu konzentrieren. Eine derartige Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage ist in Theorie und Praxis jedoch nicht unumstritten. Gerade die Modifikationen der Gewinn- und Vermögensgröße führen nach Meinung der Kritiker zu Entscheidungen, die aus Sicht der Eigentümer nachteilig sind. So wird ein Manager, dessen Entlohnung von der Ausprägung des EVA abhängig ist, aufgrund der Vernachlässigung von nicht betriebsnotwendigen Komponenten lediglich die zum operativen Geschäft gehörenden Bestandteile in sein Entscheidungskalkül miteinbeziehen, da auch nur diese Auswirkungen auf seine Prämie haben. Dies steht allerdings grundsätzlich in einem Konflikt zu der Sichtweise der Anteilseigner, für welche unabhängig von der Zugehörigkeit sämtliche Erfolgskomponenten eines Unternehmens relevant sind. Hieraus resultiert dann die Gefahr, dass der Entscheidungsträger versuchen wird, Verluste in den neutralen Bereich zu verlagern, um trotz eventuell wertvernichtender Handlungen auf Gesamtunternehmensebene seine Entlohnung nicht negativ zu belasten.
1 Problemstellung: Einführung in die Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung und der daraus resultierenden Herausforderungen bei der Anreizgestaltung für das Management.
2 Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung: Erläuterung des Shareholder-Value-Konzepts und der zentralen Aufgaben im Rahmen eines wertorientierten Managements.
3 Wertorientierte Managementvergütung: Analyse der Prinzipal-Agent-Problematik sowie Ableitung von Anforderungen an Anreizsysteme und Bemessungsgrundlagen.
4 Analyse und kritische Würdigung kennzahlen- und aktienkursorientierter Entlohnungskonzepte: Detaillierte Prüfung verschiedener Kennzahlen (buchhalterischer Gewinn, EVA, ERIC) und aktienkursorientierter Pläne hinsichtlich ihrer Eignung zur Anreizsteuerung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der untersuchten Ansätze und Ausblick auf die praktische Relevanz unter Berücksichtigung der Finanzkrise.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Managementvergütung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Theorie, Bemessungsgrundlage, Residualgewinn, Economic Value Added (EVA), Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC), Aktienoptionspläne, Barwertidentität, Anreizkompatibilität, Controllability-Prinzip, Manipulationsfreiheit, Performancemessung.
Die Arbeit analysiert, wie eine wertorientierte Managementvergütung gestaltet sein muss, um Manager im Sinne der Anteilseigner zu steuern und Fehlentscheidungen zu minimieren.
Die Arbeit befasst sich mit der wertorientierten Unternehmensführung, der Prinzipal-Agent-Theorie, der Ausgestaltung finanzieller Anreizsysteme und der Evaluation verschiedener Kennzahlen und Instrumente zur Leistungsbemessung.
Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob gängige Kennzahlen (wie der buchhalterische Gewinn oder der EVA) und aktienkursorientierte Instrumente als Bemessungsgrundlage geeignet sind, um eine Interessenharmonisierung zwischen Management und Eigentümern sicherzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und kritischen Würdigung. Die Eignung der Instrumente wird insbesondere anhand der Prinzipien der Barwertidentität, Entscheidungsverbundenheit, Manipulationsfreiheit und des Controllability-Prinzips beurteilt.
Im Hauptteil werden der buchhalterische Gewinn, Residualgewinnkonzepte wie der Economic Value Added (EVA) und der Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC) sowie Aktien- und Aktienoptionspläne detailliert auf ihre Anreizkompatibilität geprüft.
Schlüsselbegriffe sind Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Theorie, Residualgewinn, EVA, ERIC und Anreizkompatibilität.
Der Gewinn nach HGB verletzt das Prinzip der Barwertidentität, da er kalkulatorische Zinsen auf das eingesetzte Eigenkapital ignoriert, was zu Fehlanreizen und der Durchführung wertvernichtender Projekte führen kann.
Durch die Verwendung eines risikofreien Zinssatzes vermeidet der ERIC das Problem der doppelten Risikoberücksichtigung, welches beim EVA zu einer zu hohen Werthürde und damit zu Unterinvestitionen führt.
Aktienkurse werden stark von externen Faktoren und makroökonomischen Einflüssen bestimmt, die außerhalb der Kontrolle des Managers liegen, womit sie gegen das Controllability-Prinzip verstoßen.
Obwohl der ERIC theoretisch am besten geeignet scheint, um Wertsteigerung abzubilden, ist seine praktische Anwendung aufgrund des hohen Berechnungs- und Transparenzaufwands bisher begrenzt.
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