Diplomarbeit, 2002
363 Seiten, Note: sehr gut
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Ziele und Forschungsfragen der Arbeit
1.2.1 Ziele der Arbeit
1.2.2 Forschungsfragen der Arbeit
1.3 Methoden der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Kommunikation
2.1 Definition des Begriffs „Kommunikation“
2.2 Eigenschaften und Voraussetzungen des Kommunikationsprozesses
2.3 Elemente des Kommunikationsprozesses
2.4 Formen der Kommunikation
2.5 Kommunikationsmodelle
2.5.1 Systematisierungsmodell von Lasswell
2.5.2 Mathematische Informationstheorie von Shannon und Weaver
2.5.3 Kommunikationsmodell von Gerbner
2.6 Massenkommunikation
2.6.1 Definition des Begriffs „Massenkommunikation“
2.6.2 Theorien zur Wirkung der Massenmedien
2.6.2.1 Stimulus-Response-Theorie
2.6.2.2 Zwei- oder Mehr-Stufen-Modell
2.6.2.3 Agenda-Setting-Ansatz
2.6.2.4 Gatekeeper-Forschung
2.6.2.5 Uses and gratifications approach
2.7 Zusammenfassung
3. Marketing
3.1 Definition des Begriffs „Marketing”
3.2 Ziele des Marketing
3.3 Marketingpolitische Instrumente
3.3.1 Produktpolitik
3.3.1.1 Produktpolitik im engeren Sinn
3.3.1.2 Programm- und Sortimentspolitik
3.3.1.3 Kundendienstpolitik
3.3.1.4 Garantieleistungspolitik
3.3.2 Kontrahierungspolitik
3.3.2.1 Preispolitik
3.3.2.2 Rabattpolitik
3.3.2.3 Liefer- und Zahlungsbedingungen
3.3.2.4 Absatzfinanzierungspolitik
3.3.3 Distributionspolitik
3.3.4 Kommunikationspolitik
3.3.4.1 Klassische Instrumente
3.3.4.1.1 Werbung
3.3.4.1.2 Verkaufsförderung
3.3.4.1.3 Persönlicher Verkauf
3.3.4.1.4 Public Relations
3.3.4.2 Below-the-line-Instrumente
3.3.4.2.1 Sponsoring
3.3.4.2.2 Product Placement
3.3.4.2.3 Direktmarketing
3.3.4.2.4 Event-Marketing
3.4 Zusammenfassung
4. Public Relations
4.1 Definition des Begriffs „Public Relations“
4.2 Ziele und Aufgaben von Public Relations
4.3 Voraussetzungen für erfolgreiche Public Relations
4.4 Teilöffentlichkeiten Public Relations
4.5 Public Relations Instrumente
4.5.1 Interne Public Relations Instrumente
4.5.2 Externe Public Relations Instrumente
4.6 Programmbereiche der Public Relations
4.6.1 Objektbezogene Public Relations
4.6.2 Subjektbezogene Public Relations
4.6.3 Instrumentenbezogene Public Relations
4.7 Sichtweisen und Modelle der Public Relations
4.7.1 Organisationstheoretische Sichtweise
4.7.1.1 Public Relations Modelle nach Grunig und Hunt
4.7.2 Marketingtheoretische Sichtweise
4.7.3 Gesellschaftstheoretische Sichtweise
4.7.3.1 Public Relations-Theorienentwurf von Ronneberger und Rühl
4.7.3.2 Verständigungsorientierte Öffentlichkeitsarbeit
4.8 Phasen eines Public Relations Konzeptes
4.8.1 Analyse
4.8.2 Konzeption
4.8.3 Umsetzung
4.8.4 Kontrolle
4.9 Zusammenfassung
5. Krise, Krisenkommunikation, Krisen-Public Relations
5.1 Krise
5.1.1 Definition des Begriffs „Krise“
5.1.2 Definition der Begriffe „Katastrophe“, „Risiko“, „Skandal“, „Konflikt“, „Störung“
5.1.3 Theorie des Chancenmanagements
5.1.4 Krisenarten
5.1.5 Krisenursachen und -beispiele
5.1.6 Krisenverlauf und -phasen
5.1.7 Krisenmerkmale und -eigenschaften
5.1.8 Psychologische Reaktionen auf Krisen
5.1.9 Psychologisches Ablaufmodell der Krisenverarbeitung
5.1.10 Bedeutung der Medien
5.1.11 Bedeutung der Medien innerhalb der Krisenkommunikation
5.2 Krisenkommunikation
5.2.1 Definition des Begriffs „Krisenkommunikation“
5.2.2 Phasen des Kommunikationsprozesses während Krisen
5.2.3 Kommunikative Handlungsstrategien im Krisenfall
5.2.3.1 Offene Informationspolitik
5.2.3.2 Teilweise Offenheit
5.2.3.3 Informationsboykott
5.2.4 Auswahl und Umgang mit den Informationsträgern in Krisensituationen
5.3 Krisenmanagement und Krisen-Public Relations
5.3.1 Definition des Begriffs „Krisen-Public Relations“
5.3.2 Aufgaben und Ziele der Krisen-Public Relations und -managements
5.3.2.1 Antizipatives Krisenmanagement
5.3.2.2 Präventives Krisenmanagement
5.3.2.3 Repulsives Krisenmanagement
5.3.2.4 Regeneratives Krisenmanagement
5.3.3 Teilöffentlichkeiten im Krisenfall
5.3.4 Instrumente der Krisen-Public Relations
5.3.4.1 Externe Instrumente
5.3.4.2 Interne Krisen-Public Relations
5.3.4.3 Instrumente im Bereich der Neuen Medien
5.3.5 Expertenmeinung zum Krisenmanagement
5.4 Zusammenfassung
6. Event- und Messe-Marketing
6.1 Veränderte Rahmenbedingungen in der Gesellschaft
6.2 Event
6.2.1 Definition des Begriffs „Event“
6.2.2 Veranstaltungsformen von Events
6.2.3 Definition der Begriffe Event-Marketing und Event-Public Relations
6.2.4 Zielgruppen von Event-Marketing
6.2.5 Eigenschaften von Event-Marketing
6.2.6 Ziele von Event-Marketing
6.2.6.1 Ökonomische Ziele
6.2.6.2 Kontaktziele
6.2.6.3 Psychologische Kommunikationsziele
6.2.7 Events innerhalb des Marketing-Mix
6.3 Messe
6.3.1 Definition des Begriffs „Messe“
6.3.2 Messearten
6.3.3 Zielgruppen von Messen
6.3.4 Eigenschaften von Messen
6.3.5 Ziele von Messen
6.3.5.1 Ziele der Aussteller
6.3.5.2 Ziele der Besucher
6.3.5.3 Ziele der Veranstalter
6.3.6 Messen innerhalb des Marketing-Mix
6.4 Verhältnis zwischen Events und Messen
6.4.1 Gemeinsamkeiten
6.4.2 Unterschiede
6.5 Zusammenfassung
7. Krisen-Public Relations im Event- und Messe-Marketing
7.1 Forschungsmethoden
7.2 Ablauf der Erstellung der Fragebögen
7.3 Ausstellerbefragung
7.3.1 Untersuchte Messen
7.3.2 Erhebungsbereiche der Umfrage
7.3.3 Zeitplan und Verlauf der Ausstellerbefragung
7.3.4 Ergebnisse der Ausstellerbefragung
7.4 Experteninterviews
7.4.1 Befragte Experten
7.4.2 Erhebungsbereiche der Umfrage
7.4.3 Zeitplan und Verlauf Experteninterviews
7.4.4 Ergebnisse der Experteninterviews
7.5 Forschungshypothesen
7.5.1 Hypothesen zur Krisen-Public Relations
7.5.2 Hypothesen zu den Veränderungen nach dem 11. September 2001
7.6 Auswertung der Ausstellerbefragung und der Experteninterviews
7.6.1 Fragen zu generellen Informationen (Nr. 1-6)
7.6.2 Annäherung an das Thema „Krisen“ (Nr. 7-8)
7.6.3 Erfahrungen der Messeaussteller mit Krisen/Unfällen (Nr. 9-14)
7.6.3.1 Krise betraf mehrere Unternehmen
7.6.3.2 Krise betraf nur das eigene Unternehmen
7.6.4 Auseinandersetzung mit dem Thema „Krisen“ (Nr. 15-16)
7.6.5 Fragen mit Bezug auf die Terroranschläge (Nr. 17)
7.6.6 Zusätzliche Fragen an die Experten
7.7 Verifikation und Falsifikation der Hypothesen
7.7.1 Verifizierte Hypothesen
7.7.2 Falsifizierte Hypothesen
7.8 Theorieentwicklung
8. Krisen-Kommunikationskonzept
8.1 Krisenkommunikations-Konzept
8.1.1 Analyse
8.1.2 Antizipation, Prävention, Konzeption
8.1.2.1 Krisenplan & Krisenhandbuch & Positionspapier
8.1.2.2 Krisenstab
8.1.2.3 Krisenhandbuch
8.1.2.4 Adress- und Telefonliste
8.1.2.5 Krisenübungen und Mediatraining
8.1.3 Umsetzung/ Taktik
8.1.4 Kontrolle
8.2 Reed Messe Salzburg
8.2.1 Reed Elsevier
8.2.2 Reed Exhibition Companies
8.2.3 Reed Messe in Europa
8.2.4 Reed Messe Salzburg (RMS)
8.2.4.1 Public Relations-Abteilung der RMS
8.3 Krisenplan für Reed Messe Salzburg
8.3.1 Aufgaben des Angerufenen
8.3.2 Aufgaben der Betriebsleitung
8.3.3 Aufgaben der Bundespolizeidirektion
8.3.4 Aufgaben der Pressestelle
8.3.4.1 Pressemitteilung
8.3.4.2 Zu benachrichtigende Medien
8.3.5 Absperrung der Messehallen, Verkehrsschlichtung
8.3.6 Evakuierung und Durchsuchung der Messehallen
8.3.7 Logistik
8.4 Plan of Action für Reed Messe Salzburg
9. Gesamtzusammenfassung
9.1 Theorieteil
9.1.1 Public Relations
9.1.2 Krisen-Public Relations
9.1.3 Event-und Messe -Marketing
9.2 Empirieteil
9.2.1 Umfrage
9.2.2 Krisen-Konzept für Reed Messe Salzburg
9.3 Schlussbetrachtungen
Die Arbeit untersucht die Rolle der Krisen-Public Relations im Kontext von Event- und Messe-Marketing, wobei der Fokus auf der Vorbereitung und Reaktion von Unternehmen auf Krisensituationen liegt. Ziel ist es, durch Literaturanalyse und empirische Befragungen von Messeausstellern und Experten ein fundiertes Verständnis für die Krisenbewältigung in diesem speziellen Sektor zu entwickeln und ein praktisches Krisenkonzept für die Reed Messe Salzburg zu entwerfen.
1.1 BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL
Zu den schwerwiegendsten Krisen der jüngsten Vergangenheit gehören Tschernobyl, Exxon Valdez, BSE, die durch El Ninjo ausgelösten Überschwemmungen, die Tunnelbrände (z.B. Mont Blanc, Tauerntunnel, Kitzsteinhorn) sowie die Terroranschläge der letzten Monate.
Verfolgt man die Berichterstattung in den Medien scheint es, als hätte sich die Anzahl der Krisen in den letzten Jahren vervielfältigt, oder sind es, wie Bentele fragt, nicht die Krisen und Katastrophen, die zunehmen, sondern eher die Medien, deren Berichterstattung stärker sensationsorientiert ist als früher? (vgl. Bentele 2001).
Die Spannbreite der oben genannten Krisen, Umweltkatastrophen und Unfälle verdeutlicht, dass jede Branche und jede Organisation betroffen sein kann, und die Reaktionen der Öffentlichkeit auf diese Krisen beweisen, dass das Umwelt- und Risikobewusstsein angewachsen ist.
Das Wissen um die eigene Verletzbarkeit und Machtlosigkeit gegenüber drohenden Gefahren ist auch bei mir in den letzten Jahren stark gestiegen. Durch die vernetzte Welt konnte ich Überschwemmungen, Erdbeben, Brände, Stürme und Kriege sowie deren Folgen hautnah miterleben. Die Hilflosigkeit der Betroffenen hat mich sensibilisiert und das Problem der Krisen zu einem aktuellen in meiner Umwelt gemacht, weshalb ich mich für ein Thema entschied, das sich mit deren Analyse und Bewältigung beschäftigt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Themenwahl, nennt die Ziele und Forschungsfragen der Arbeit sowie die verwendeten Methoden und den Aufbau.
2. Kommunikation: Es werden die Grundlagen der Kommunikation, der Kommunikationsprozesse und der Massenkommunikation mit Fokus auf krisenrelevante Aspekte behandelt.
3. Marketing: Dieses Kapitel definiert Marketing, Marketingziele und die Instrumente des Marketing-Mix, wobei die Public Relations als Kommunikationsinstrument eingeordnet wird.
4. Public Relations: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung der Public Relations, ihrer Instrumente, Programmbereiche und theoretischen Modelle, die für die Arbeit relevant sind.
5. Krise, Krisenkommunikation, Krisen-Public Relations: Hier werden Definitionen von Krisen, Krisenarten und -verläufen sowie Strategien des Krisenmanagements und der Krisen-Public Relations dargelegt.
6. Event- und Messe-Marketing: Dieses Kapitel erläutert Begriffe, Rahmenbedingungen, Formen und Ziele von Events und Messen und analysiert ihre Rolle im Marketing-Mix.
7. Krisen-Public Relations im Event- und Messe-Marketing: Hier werden die Forschungsmethoden und die Ergebnisse der empirischen Studie unter Messeausstellern und Experten dargestellt.
8. Krisen-Kommunikationskonzept: Dieses Kapitel erarbeitet ein praktisches Krisenkommunikationskonzept für die Reed Messe Salzburg anhand eines Fallszenarios (Bombendrohung).
9. Gesamtzusammenfassung: Die wichtigsten Erkenntnisse aus Theorie und Empirie werden zusammengefasst und die Erreichung der Forschungsziele bewertet.
Krisenmanagement, Krisen-Public Relations, Event-Marketing, Messe-Marketing, Krisenkommunikation, Unternehmenskrise, Sicherheitsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Medienwirkung, Terrorismus, empirische Befragung, Experteninterviews, Risikomanagement, Krisenplan, Reed Messe Salzburg
Die Arbeit analysiert die Krisen-Public Relations im Bereich des Event- und Messe-Marketings, unter besonderer Berücksichtigung der Krisenvorbereitung und der Medienreaktionen.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Kommunikation, Marketing, Public Relations, Krisenmanagement sowie spezifisch die Anwendung von Krisen-Public Relations bei Events und Messen.
Das Hauptziel ist es, die Funktionsweise der Krisen-Public Relations im Event- und Messe-Marketing zu beleuchten und daraus Empfehlungen für Unternehmen abzuleiten, unter anderem durch einen konkreten Krisenplan für die Reed Messe Salzburg.
Die Autorin verwendet eine fundierte Literaturanalyse im theoretischen Teil sowie eine empirische Untersuchung mittels standardisierter Fragebögen (Aussteller) und Experteninterviews im Praxisteil.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung der Begriffe und Modelle sowie eine empirische Studie, die das Verhalten und die Einschätzung von Marktteilnehmern nach Krisen untersucht.
Zu den prägenden Begriffen zählen Krisenmanagement, Krisen-Public Relations, Event-Marketing, Messe-Marketing, Terrorismus und Sicherheitsmanagement.
Der Plan basiert auf den theoretischen Erkenntnissen aus dem ersten Teil der Arbeit und berücksichtigt spezifische Szenarien wie eine Bombendrohung, um klare Handlungsschritte für das Management zu definieren.
Die Experteninterviews liefern praktische Einblicke und validieren die theoretischen Annahmen zur Wirksamkeit von Krisenmanagement und Krisen-Public Relations.
Die Untersuchung zeigt, dass die Anschläge zwar zu einer kurzfristigen Sensibilisierung geführt haben, die langfristigen Auswirkungen auf das Messeverhalten der Aussteller jedoch begrenzt bleiben.
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