Diplomarbeit, 2004
123 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Einführung in die Thematik Timesharing
2.1. Definition Timesharing
2.2. Idee und Geschichte des Timesharing
2.3. Interessen der Vertragsparteien
2.3.1. Ziele der Anbieter
2.3.2. Ziele der Nachfrager
3. Angebotsseite des Produkts Timesharing
3.1. Größe, Lage und Merkmale der Ferienanlagen
3.1.1. Geographische Lage
3.1.2. Standorte
3.1.3. Strukturen
3.1.4. Konfiguration
3.1.5. Betriebliche Leistungsmerkmale
3.2. Timesharing-Unternehmen auf dem deutschen Markt
3.2.1. MONDI-Ferienclub
3.2.1.1. Angewandtes Vertragsmodell
3.2.1.2. Angebots- und Produktgestaltung
3.2.1.3. Preisgestaltung
3.2.2. Hapimag
3.2.2.1. Angewandtes Vertragsmodell
3.2.2.2. Angebots- und Produktgestaltung
3.2.2.3. Preisgestaltung
3.2.3. Bewertung und Vergleich
3.3. Tauschgesellschaften auf dem deutschen Markt
3.3.1. Zweck und Funktionsweise
3.3.2. Tauschpoolvertrag
3.3.3. Tauschvertrag
3.3.4. Tauschgesellschaft RCI
3.3.4.1. Tauschmethoden
3.3.4.2. Angebots- und Produktgestaltung
3.3.4.3. Preisgestaltung
3.3.5. Tauschgesellschaft Interval International
3.3.5.1. Tauschmethoden
3.3.5.2. Angebots- und Produktgestaltung
3.3.5.3. Preisgestaltung
3.3.6. Bewertung und Vergleich
4. Nachfrageseite des Produkts Timesharing
4.1. Profil der deutschen Timesharing-Nachfrager
4.1.1. Altersstruktur
4.1.2. Familienstruktur
4.1.3. Besitz an Wochen
4.1.4. Urlaubsdestinationen
4.2. Profil der Nachfrager mit Nutzungsrechten in Deutschland
4.3. Zielgruppendefinition durch die Anbieter
4.3.1. MONDI-Ferienclub
4.3.2. Hapimag
4.3.3. Tauschgesellschaft RCI
4.3.4. Tauschgesellschaft Interval International
5. Marketing und Vertrieb des Produkts Timesharing
5.1. Marketingaufgaben und -ziele
5.2. Marketing- und Vertriebsmethoden
5.2.1. Marketingmethoden
5.2.2. Vertriebsmethoden
5.3. Marketing- und Vertriebskosten
5.4. Vorgehensweise der Anbieter auf dem deutschen Markt
5.4.1. MONDI-Ferienclub
5.4.2. Hapimag
5.4.3. Tauschgesellschaft RCI
5.4.4. Tauschgesellschaft Interval International
6. Rechtslage des Produkts Timesharing
6.1. Timesharing Richtlinie 94/47/EG
6.1.1. Geschichtlicher Abriss
6.1.2. Rechtsgrundlage
6.1.3. Zielsetzung
6.1.4. Inhalt
6.1.5. Aktuelle Diskussion
6.1.5.1. Europäisches Parlament
6.1.5.2. Europäische Kommission
6.2. Umsetzung der Richtlinie ins deutsche Recht
6.2.1. Geschichtlicher Abriss
6.2.2. Rechtsgrundlage
6.2.3. Zielsetzung
6.2.4. Inhalt
6.2.5. Problematik
6.2.5.1. Kündigung wegen höherer Gewalt
6.2.5.2. Insolvenzabsicherung
6.2.5.3. Kündigung wegen Mangels
6.2.6. Aktuelle Diskussion
6.3. Rechtsprechung
6.3.1. Europäischer Gerichtshof (EuGH)
6.3.2. Oberlandesgericht (OLG)
7. Verbraucherschutz des Produkts Timesharing
7.1. Notwendigkeit
7.2. Situation in Deutschland
7.3. Möglichkeiten der Beratung und Information
7.3.1. Verbraucherzentralen/ Verbraucherzentrum
7.3.1.1. Europäisches Verbraucherzentrum
7.3.1.2. Bundesverband
7.3.1.3. Verbraucherzentralen auf Länderebene
7.3.2. Vereine/ Verbände
7.3.2.1. Organisation für Teilzeitwohnrechte in Europa
7.3.2.2. Dt. Bundesverband für Teilzeit-Wohnrechte e.V.
7.3.2.3. Schutzvereinigung e.V.
7.3.3. Bewertung und Vergleich
8. Potentiale und Tendenzen des Produkts Timesharing
8.1. Entwicklungen im Allgemeinen
8.2. Erschließung neuer Produkte und Märkte
8.2.1. Ferienanlagen in der Stadt
8.2.2. Kanalboote
8.2.3. Punkteclub
8.2.4. Bewertung und Vergleich
8.3. Einschätzung durch die Anbieter
8.3.1. MONDI-Ferienclub
8.3.2. Hapimag
8.3.3. Tauschgesellschaft RCI
8.3.4. Tauschgesellschaft Interval International
9. Schlussbemerkung
Die Diplomarbeit analysiert das touristische Produkt Timesharing für Ferienimmobilien mit einem Fokus auf den deutschen Markt. Ziel ist es, die Angebots- und Nachfrageseite sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verbraucherschutzaspekte zu untersuchen, um das oft negative Image und die Marktposition des Produkts besser zu verstehen.
3.1.1. Geographische Lage
Die nachfolgende Grafik zeigt die Top Ten der Feriendestinationen, in denen sich die meisten Timesharing-Ferienanlagen Europas befinden. Es ist dabei deutlich erkennbar, dass Spanien (inkl. den Balearen und Kanaren) mit 35,3 % das größte Aufkommen dieser Ferienanlagen europaweit aufweist. Spanien hat somit den dreifachen Marktanteil gegenüber Italien, das mit 12,8 % die unmittelbare Konkurrenz für Spanien darstellt. Insgesamt beanspruchen Spanien (35,3 %), Italien (12,8 %) und Frankreich (9,8 %) als die drei nachgefragtesten Destinationen 57,9 % des Marktanteils der Ferienanlagen in Europa für sich.
Deutschland als Anlagenstandort befindet sich laut OTE im hinteren Feld der Top Ten mit 2,6 % Marktanteil (38 Ferienanlagen). Die Nachfrage an Timesharing-Ferienanlagen in Deutschland scheint, auch aufgrund der Tatsache, dass Deutschland generell nicht zu den meistgewählten Urlaubsdestinationen in Europa gehört, nicht übermäßig groß zu sein. Deutschland positioniert sich mit 2,6 % Marktanteil ähnlich wie Griechenland (3,1 %), die Türkei (2,6 %) und die Schweiz (2,5 %) auf den letzten Plätzen der Top Ten Anlagenstandorte in Europa.
1. Einleitung: Ziel dieser Arbeit ist eine fundierte Marktanalyse des Produkts Timesharing für Ferienimmobilien unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Verhältnisse.
2. Einführung in die Thematik Timesharing: Dieses Kapitel definiert den Begriff Timesharing rechtlich und ökonomisch, beleuchtet seine historische Entwicklung und stellt die Interessen von Anbietern und Nachfragern einander gegenüber.
3. Angebotsseite des Produkts Timesharing: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse europäischer Ferienanlagen, spezifischer Anbieter auf dem deutschen Markt sowie der Funktionsweise und Preisgestaltung internationaler Tauschgesellschaften.
4. Nachfrageseite des Produkts Timesharing: Dieses Kapitel erstellt ein Profil des deutschen Nachfragers, analysiert soziodemografische Daten und untersucht, wie Anbieter ihre Zielgruppen definieren.
5. Marketing und Vertrieb des Produkts Timesharing: Es werden Methoden der Kundengewinnung und Vertriebskanäle beleuchtet, die kritische Imageproblematik diskutiert und die Vorgehensweise verschiedener Anbieter kontrastiert.
6. Rechtslage des Produkts Timesharing: Dieser Teil betrachtet die europäische Richtlinie 94/47/EG, deren Umsetzung in das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sowie die aktuelle Rechtsprechung und deren Implikationen.
7. Verbraucherschutz des Produkts Timesharing: Das Kapitel erörtert die Notwendigkeit von Verbraucherschutz angesichts des Informationsungleichgewichts und stellt verschiedene Institutionen wie Verbraucherzentralen und Branchenverbände vor.
8. Potentiale und Tendenzen des Produkts Timesharing: Abschließend werden allgemeine Marktentwicklungen, neue Produktideen wie Ferienanlagen in Städten oder Punkteclubs und die Zukunftseinschätzungen der Anbieter analysiert.
9. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass Timesharing bei seriöser und transparenter Gestaltung bestehen kann, jedoch ein stärkerer gesetzlicher Verbraucherschutz analog zur Pauschalreise dringend erforderlich bleibt.
Timesharing, Ferienimmobilien, Marktanalyse, Verbraucherschutz, Tauschgesellschaft, RCI, Hapimag, MONDI-Ferienclub, Teilzeitwohnrecht, BGB, Rechtslage, Marketing, Vertrieb, Urlaubsdestinationen, Rechtsangleichung.
Die Arbeit untersucht das touristische Konzept Timesharing für Ferienimmobilien unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Marktes, seiner Akteure und der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Die zentralen Themen umfassen die Angebotsseite (Anbieter, Tauschgesellschaften), die Nachfrageseite (Nutzerprofile), das Marketing, die Rechtslage (EU-Richtlinie, deutsches BGB) und den Verbraucherschutz.
Ziel ist eine umfassende Marktanalyse, die das touristische Produkt, dessen Imageprobleme und die Möglichkeiten für eine seriöse Etablierung auf dem Markt aufzeigt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Studien (u.a. OTE, TRI Hospitality) sowie schriftlichen Befragungen von Branchenvertretern und Verbraucherschutzorganisationen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Angebotsstrukturen (Ferienanlagen, Unternehmen), die Nachfrageprofile, Marketingmethoden und die komplexen rechtlichen Regelungen sowie den Verbraucherschutz.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Timesharing, Ferienwohnrechte, Verbraucherschutz, Tauschgesellschaften, EU-Richtlinie, BGB-Rechtsprechung und Marketingstrategien.
Tauschgesellschaften bieten den Timesharing-Nutzern Flexibilität; die Arbeit untersucht deren Geschäftsmodelle, Tauschmethoden und ihre Rolle bei der Qualitätssicherung.
Die Verfasserin sieht durch das BGB zwar eine Marktbereinigung, bemängelt jedoch, dass es für Timesharing-Kunden im Vergleich zu Pauschalreisenden bei Mängeln oder Insolvenzen an ausreichendem gesetzlichen Schutz fehlt.
Timesharing kann auf dem Reisemarkt langfristig bestehen, sofern es gelingt, das Image durch mehr Transparenz und eine bedürfnisgerechte Gestaltung nachhaltig zu verbessern.
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