Bachelorarbeit, 2015
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Preisblasen: Theoretische Grundlagen und Einordnung
2. 1 Das Konzept der Markteffizienz
2.2 Preisblasen als Marktanomalien
2.2.1 Definition
2.2.2 Historische Preisblasen
2.2.3 Arten von Preisblasen
2.2.4 Anatomie von Preisblasen
3. Die Immobilie und ihr Markt
3.1 Die Immobilie als Wirtschaftsgut
3.1.1 Definition
3.1.2 Immobilienspezifische Besonderheiten
3.1.3 Bewertung von Immobilien
3.2 Der Immobilienmarkt
3.2.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung
3.2.2 Die regionalen Teilmärkte
3.2.3 Immobilienmärkte und Effizienz
4. Immobilienblasen: Theoretische Grundlagen und Einordnung
4.1 Wert und Preis einer Immobilie
4.1.1 Definition
4.1.2 Fundamentalwert
4.1.3 Preisindizes
4.2 Determinanten für die Entstehung von Immobilienblasen
4.2.1 Makroökonomische Erklärungsansätze
4.2.2 Institutionelle Erklärungsansätze
4.2.3 Verhaltensbasierte Erklärungsansätze
4.3 Erkennung von Immobilienblasen
4.3.1 Indikatorengestützte Analyse
4.3.2 Kennzahlengestützte Analyse
5. Empirische Untersuchung des deutschenWohnimmobilienmarktes
5.1 Derzeitiger Stand der Forschung
5.2 Aufbau der empirischen Untersuchung
5.3 Charttechnische Analyse
5.4 Fundamentale Analyse
5.4.1 Indikatorengestützte Analyse
5.4.2 Kennzahlengestützte Analyse
5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das komplexe Phänomen der Preisblasen aus theoretischer und praktischer Sicht zu betrachten, um eine Grundlage für die Analyse des deutschen Wohnimmobilienmarktes zu schaffen und zu prüfen, ob derzeit eine Preisblase vorliegt.
2.2.4 Anatomie von Preisblasen
Trotz ihrer individuellen Entstehungsgeschichten sind im Ablauf von Preisblasen durchaus Muster zu erkennen. Dieses Phänomen hat Minsky in seiner Financial-Instability-Hypothesis zum ersten Mal aufgegriffen und erläutert. Laut ihm entstehen Preisblasen aufgrund nicht nachhaltiger Finanzierungen, abgeschlossen nur aus Spekulationsabsichten und dem Glauben an starke, zukünftige Preissteigerungen. Beachtung fand seine Hypothese in der Wissenschaft jedoch erst, nachdem sie von Kindleberger, zur Untersuchung historischer Preisblasen, aufgegriffen wurde und dieser dabei ebenfalls ein gewisses Ablaufschema nachweisen konnte.
Nach Minsky/Kindleberger lässt sich der Verlauf von Preisblasen in fünf verschiedene Phasen unterteilen: Exogener Schock, Kreditexpansion, Euphorie, Liquiditätsengpass und Schieflagen sowie dem Ende der Panik. Die einzelnen Phasen sollen im Folgenden kurz erläutert werden:
Exogener Schock: Durch einen exogenen Schock, welcher tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt, wird der Preisblasenzyklus ausgelöst. Es kann sich hierbei um den Ausbruch oder das Ende eines Krieges, eine tiefgreifende politische Maßnahme, finanzpolitische Änderungen oder einen techno-logischen Durchbruch handeln. Aus neoklassischer Sichtweise liegt die Schuld oftmals im Eingreifen der Regierungen, die durch die Zentralbanken den Markt beeinflussen und somit das eigentlich stabile System aus dem Gleichgewicht bringen. Gleich um was für eine Form des exogenen Schocks es sich handeln mag, er ermöglicht, falls bedeutend genug, neue Möglichkeiten der Profitmaximierung. Diese führen zu Investitionen, was wiederum die Produktion steigert und somit die Phase der Kreditexpansion einleitet.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der Immobilienpreisentwicklung dar und skizziert das Ziel sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Preisblasen: Theoretische Grundlagen und Einordnung: Hier werden Preisblasen theoretisch definiert, historische Beispiele aufgeführt und die anatomischen Phasen der Blasenbildung erläutert.
3. Die Immobilie und ihr Markt: Dieses Kapitel behandelt Immobilien als Wirtschaftsgut, deren Besonderheiten sowie die Funktionsweise des Immobilienmarktes und dessen Effizienz.
4. Immobilienblasen: Theoretische Grundlagen und Einordnung: Es wird die Differenz zwischen Preis und Fundamentalwert erörtert und die verschiedenen Erklärungsansätze für die Entstehung von Immobilienblasen dargelegt.
5. Empirische Untersuchung des deutschenWohnimmobilienmarktes: Das Kapitel führt die empirische Untersuchung durch, inklusive der charttechnischen und fundamentalen Analyse des deutschen Marktes.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die aktuelle Lage auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt.
Preisblasen, Immobilienmarkt, Wohnimmobilien, Marktanomalien, Fundamentalwert, Immobilienblasen, Finanzmarkttheorie, Behavioral Finance, Markteffizienz, Preisindex, Rendite, Kreditneuvergabe, Spekulation, Deutschland, Top 7 Städte.
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Phänomen von Preisblasen und untersucht im Speziellen den deutschen Wohnimmobilienmarkt auf Anzeichen einer solchen Blasenbildung.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen von Preisblasen, die Besonderheiten des Immobilienmarktes als unvollkommener Markt sowie verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung von Immobilienblasen ab.
Das Ziel ist es, die Grundlagen für eine unabhängige empirische Untersuchung zu schaffen, um zu klären, ob sich auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt eine Preisblase bildet oder ob die Preisentwicklungen fundamental gerechtfertigt sind.
Die Autorin kombiniert eine charttechnische Analyse auf Basis eines eigens konstruierten Preisindex mit einer fundamentalen Analyse, die makroökonomische Kennzahlen und Indikatoren einbezieht.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle von Preisblasen und die Spezifika des Immobilienmarktes analysiert, gefolgt von einer detaillierten empirischen Untersuchung der "Top 7"-Standorte in Deutschland.
Zentrale Begriffe sind neben der Preisblase selbst: Markteffizienz, fundamental gerechtfertigter Wert, Behavioral Finance, Renditen, Kreditneuvergabe und die spezifische Situation des deutschen Wohnimmobilienmarktes.
Weil die Definition einer Preisblase genau auf dieser Diskrepanz beruht: Ein erheblicher und langfristiger Anstieg des Marktpreises über den fundamental gerechtfertigten Wert hinaus ist das definierende Merkmal einer Blase.
Die Arbeit fokussiert sich auf diese Standorte, da lokale Preisblasen oft in urbanen Zentren entstehen, bevor sie sich auf den Gesamtmarkt ausweiten, und diese Städte einen Großteil der Immobilieninvestitionen in Deutschland konzentrieren.
Das niedrige Zinsniveau wird als wesentlicher Faktor identifiziert, der einerseits die Nachfrage nach Immobilien anheizt und gleichzeitig die Finanzierbarkeit (Affordability) beeinflusst, was jedoch ein unnatürliches Marktumfeld schafft.
Das Fazit lautet, dass zwar keine akute, gesamtwirtschaftliche Gefahr für Deutschland besteht, aber aufgrund der in den letzten Jahren beobachteten Entkopplung der Preise von fundamentalen Faktoren eine langfristige Beobachtung dringend erforderlich ist.
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