Diplomarbeit, 2005
82 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Problemhintergrund
1.2 Problemstellung
1.3 Erkenntnisziel
1.4 Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Internationales Marketing
2.1.1 Das EPRG-Konzept
2.1.2 Internationalisierungsstrategien
2.2 Standardisierte und differenzierte Werbestrategien
2.2.1 Definition der Werbestrategie
2.2.2 Standardisierte Werbestrategien
2.2.3 Differenzierte Werbestrategien
2.3 Einflussfaktoren internationaler Werbestrategien
2.3.1 Das nationale Mikroumfeld
2.3.2 Das nationale Makroumfeld
2.4 Zur Bedeutung der Kultur
3 Kultur und Internationale Werbestrategien
3.1 Elemente der Kultur und ihr Einfluss auf internationale Werbestrategien
3.1.1 Werte und Normen
3.1.2 Ästhetik
3.1.3 Verbale und Nonverbale Kommunikation
3.1.4 Religion
3.1.5 Gepflogenheiten
3.1.6 Bildung und soziale Institutionen
3.2 Ausgewählte Kulturtheorien
3.2.1 Kulturtheorie nach Hall
3.2.2 Kulturtheorie nach Hofstede
3.3 Kultur und Werbung
4 Interkulturelle Werbestrategien
4.1 Werbestrategien im internationalen Kontext
4.2 Konzeption und Teilfunktionen internationaler Werbestrategien
4.3 Planung der Werbestrategie
4.3.1 Werbeobjekt und Werbesubjekt
4.3.2 Werbemittel
4.3.3 Werbeträger
4.3.4 Gestaltung der Werbung
4.4 Ausführung und Kontrolle der internationalen Werbestrategie
5 Schlussfolgerungen und Resumé
Die vorliegende Arbeit untersucht und diskutiert die Bedeutung sowie den Einfluss der Kultur auf die Entscheidung bei internationalen Marketingstrategien, wobei gezielt auf das Element der Werbung eingegangen wird. Im Mittelpunkt steht die Forschungsfrage, inwieweit internationale Werbestrategien Standardisierungspotential besitzen oder ob ein differenziertes Vorgehen aufgrund kultureller Einflussfaktoren zwingend notwendig ist.
3.1.2 Ästhetik
Ästhetik umfasst die Einstellung einer Kultur gegenüber Schönheit und Güte von Musik, Kunst, Folklore und Drama. Für das Marketing spielt der Aspekt der Ästhetik eine wichtige Rolle, da Konsumenten aus unterschiedlichen Kulturen verschiedene Auffassungen in Bezug auf die Darstellung eines Produktes, dessen Markennamen, und die in der Werbestrategie verwendeten Farben und Symbole haben können. So scheiterte General Motors bei dem Versuch, den „Chevy Nova“ auf den spanischen Markt einzuführen. Der Fehler lag darin, dass der Markenname „no va“ im spanischen „es funktioniert nicht“ bedeutet, und so die potentiellen Kunden den Wagen ablehnten.
Ähnlich verhält es sich mit Farben. Lange Zeit war man der Auffassung, dass das Farbempfinden der Menschen weltweit vergleichsweise ähnlich sei. Studien haben jedoch gezeigt, dass gerade dies nicht der Fall ist. So verbinden Amerikaner und Japaner die Farbe Braun mit dem Attribut „günstig“, wohingegen Chinesen die gleiche Farbe eher mit „wohlschmeckend“ verbinden. Ähnlich verhält es sich auch mit der Farbe Weiß. McDonald’s verfehlte in Japan mit der Werbefigur „Ronald McDonald“ seine Werbewirkung, da dort das weiß geschminkte Gesicht des Clowns mit dem Tod in Verbindung gebracht wird. Es ist also wichtig, das ästhetische Empfinden einer Kultur zu verstehen und richtig zu interpretieren, um keine fundamentalen Fehler bei der Werbestrategie zu begehen. Das Hauptproblem besteht hierbei, dass der Kunde sich nicht nur nicht angesprochen fühlt das Produkt zu kaufen, sondern sogar Abneigung und negative Eindrücke erzeugt werden können, die sich langfristig auf das Produkt und das Unternehmen auswirken.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Problemhintergrund internationaler Werbestrategien, leitet die Problemstellung sowie das Erkenntnisziel ab und beschreibt den Gang der Untersuchung.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel führt in das internationale Marketing ein, diskutiert Standardisierungs- und Differenzierungsstrategien und beleuchtet die Einflussfaktoren des Mikro- und Makroumfelds sowie die Bedeutung der Kultur.
3 Kultur und Internationale Werbestrategien: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung kultureller Elemente und ein Vergleich ausgewählter Kulturtheorien von Hall und Hofstede hinsichtlich ihrer Relevanz für Werbestrategien.
4 Interkulturelle Werbestrategien: Das Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen mit dem integrativ-prozessualen Marketingansatz und diskutiert die Phasen Konzeption, Planung, Ausführung und Kontrolle der internationalen Marktkommunikation.
5 Schlussfolgerungen und Resumé: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Kombination aus standardisierten und differenzierten Elementen bei der Entwicklung internationaler Werbestrategien.
Internationales Marketing, Werbestrategie, Standardisierung, Differenzierung, Kultur, Kulturtheorien, Hofstede, Hall, Marktumfeld, Konsumgütermarketing, Marktkommunikation, Werbegestaltung, Wettbewerbsfähigkeit, Globalisierung, Werbebotschaft
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen international agierender Unternehmen bei der Wahl zwischen standardisierten oder differenzierten Werbestrategien unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede.
Zentrale Themenfelder sind das internationale Marketing, die Bedeutung kultureller Einflussfaktoren, Kulturtheorien (Hall/Hofstede) und die praktische Planung sowie Kontrolle internationaler Marktkommunikation.
Ziel ist es zu untersuchen, wie stark die Kultur auf internationale Werbestrategien einwirkt und inwieweit daraus ein Bedarf für landesspezifische Anpassungen entsteht.
Die Arbeit basiert auf einem integrativ-prozessualen Marketingverständnis, das die verschiedenen Phasen der Marktbearbeitung (Konzeption, Planung, Ausführung, Kontrolle) analysiert.
Im Hauptteil werden Einflussfaktoren des nationalen Umfelds (Mikro- und Makro), kulturelle Elemente (z.B. Werte, Sprache, Religion) und konkrete Planungsschritte für internationale Werbekampagnen diskutiert.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Internationales Marketing, Standardisierung, Differenzierung, Kulturdimensionen nach Hofstede und interkulturelle Werbegestaltung.
Hofstedes Dimensionen, wie etwa die Machtdistanz oder Maskulinität, bieten Anhaltspunkte, um kulturell homogene Ländergruppen zu bilden und Werbebotschaften zielgerichteter auf lokale Werte abzustimmen.
Er dient als strukturelles Grundmodell, um die Phasen der Marktkommunikation (Anbahnungsphase) im internationalen Kontext systematisch zu analysieren und den erhöhten Koordinationsbedarf darzustellen.
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