Bachelorarbeit, 2016
115 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Zentrale Fragestellung und Ziele
1.3 Industrierelevanz
2 Grundlagen
2.1 Non-linear Music
2.1.1 Definition
2.1.2 Musikgeschichtlicher Hintergrund
2.1.3 Anwendung und Vorkommen heute
2.1.4 Abgrenzung
3 Methodik
3.1 Qualitative Forschung
3.1.1 Gegenüberstellung
3.1.2 Experteninterviews
3.2 Vorbereitung der Datengenerierung
3.2.1 Samplingverfahren
3.2.2 Leitfadenkonstruktion
3.3 Dokumentation der Daten
3.4 Methodik der Datenauswertung
4 Durchführung
4.1 Auswahlverfahren der Experten
4.2 Experten
4.3 Aufbau der Interviewfragen
4.4 Interviewdurchführung
5 Auswertung
5.1 Ergebnisse der Interviews
5.1.1 Interview A: Philipp Kempnich (B1)
5.1.2 Interview B: Philipp Wolf (B2)
5.1.3 Interview C: Felix Wagner (B3)
5.1.4 Interview D: Asa Carson (B4)
5.2 Abschließende Ergebnisse
5.2.1 Positive Resonanz
5.2.2 Negative Resonanz
6 Zusammenfassung
6.1 Fazit und Ausblick
Die Forschungsarbeit untersucht die Einstellung von Produzenten elektronischer Musik zu den kreativen Möglichkeiten non-linearer Musikproduktionen, mit dem Ziel, den Bedarf für entsprechende technische Implementierungen in aktuellen DAWs zu evaluieren.
1.1 Begründung der Themenwahl
Betrachtet man die musikgeschichtliche Entwicklung von der Erfindung der akustischen Tonaufnahme1 bis heute, so scheinen wir an der Spitze der tontechnischen Reproduktion angelangt zu sein.
Spätestens seit den digitalen Formaten kann man einen Song beliebig oft hören, ohne dass ein wirklicher Verschleiß auftritt. MP3, WAV und andere Formate ermöglichen das perfekt wiederholbare Hörerlebnis. Jede Wiedergabe eines Songs klingt gleich. Es handelt sich um festgelegte Daten; um lineare Musik. Bedenkt man wie lange schon daran gearbeitet wird Musik zu konservieren, und wie wenig Entwicklung in diese Richtung noch stattfinden kann, liegt nahe, dass bald etwas Neues kommen könnte. Nach dem Ausfeilen des perfekt reproduzierbaren Musikmediums, das jedem Menschen die absolut gleiche Musik liefert, könnte die Zukunft etwas anderes bringen – Musik, die beim Abspielen lebendig ist.
Non-linear Music ist hier das Stichwort. Sie ermöglicht Variationen des selben Songs bei erneuter Wiedergabe. Dabei kann es sich z. B. um on-the-fly2 von einem Computer beeinflusste Melodien handeln, oder um vom Künstler vorbereitete Stems3, die bei jedem Abspielen der Datei neu kombiniert werden. Von nur kleinen Änderungen des Songs, bis zu Titeln, die sich komplett neu zusammensetzen, ist alles möglich. Wie sehr sich die Musik bei der Wiedergabe verändern darf, liegt in der Entscheidung des Musikers, der die Regeln dazu in einer Software festlegt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der linearen gegenüber non-linearer Musik ein und begründet die Relevanz der Untersuchung für die Musikindustrie.
2 Grundlagen: Es werden die technischen und musikgeschichtlichen Begriffe definiert, die das Feld der non-linearen Musik, einschließlich Generative und Reactive Music, umspannen.
3 Methodik: Der Abschnitt erläutert die Wahl der qualitativen Experteninterviews sowie die Strategien zur Leitfadenkonstruktion und Datenauswertung.
4 Durchführung: Hier werden das Auswahlverfahren der Experten sowie die praktischen Abläufe der Interviewführung beschrieben.
5 Auswertung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der vier Experteninterviews detailliert dargestellt und in Bezug auf positive und negative Resonanz analysiert.
6 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die befragten Künstler den Kontrollverlust durch non-lineare Ansätze kritisch bewerten.
Non-linear Music, Generative Music, Reactive Music, Interactive Music, Musikproduktion, Ableton Live, Experteninterviews, Audio-Produktion, Random-Tools, Stems, Digitale Musikformate, Kreativität, Sound Design, Musikformat, Musikkonsum
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Non-linear Music, bei der sich Musik während der Wiedergabe verändern kann, aus der Perspektive von Produzenten elektronischer Musik.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der kreativen Nutzung von Zufallselementen, den technischen Anforderungen an Musikformate und der Einstellung von Künstlern zu veränderbaren Songstrukturen.
Es soll untersucht werden, ob Künstler elektronischer Musik die kreativen Möglichkeiten non-linearer Produktionen positiv bewerten und ob ein praktischer Bedarf für derartige Endformate besteht.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode in Form von Experteninterviews mit vier Produzenten elektronischer Musik gewählt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Fachgebiets, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die Auswertung der Interviews und die Zusammenführung der Erkenntnisse.
Die zentralen Begriffe sind Non-linear Music, Generative Music, Kreativität, Kontrolle, Musikproduktion und DAW-Technologien.
Die Künstler legen großen Wert auf die volle Kontrolle über ihre Produktionen und sehen in unvorhersehbaren Zufallselementen ein Risiko für die emotionale Botschaft ihrer Musik.
Da das Thema Non-linear Music weitgehend unerforscht und bei den Künstlern kaum bekannt war, mussten die Begriffe erst während der Gespräche erläutert werden, was die Spontanität und Offenheit der Antworten beeinflusste.
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