Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.2 Grundlagenwissen
2. Formen und Institutionen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.1 Berichterstattung in den USA
2.2 Formen und Institutionen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.3 Global Reporting Initiative (GRI)
2.4 Sustainability Accounting Standards Board (SASB)
3. Praxis der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.1 Praktische Berichterstattung
3.2 Synergien und Antagonismen angewandter Richtlinien
4. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in den USA. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, inwieweit das bestehende Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI) mit den aufkommenden, verpflichtenden Richtlinien des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) vereinbar ist und welche Auswirkungen dies auf die Praxis der Unternehmensberichterstattung hat.
1.1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
Unternehmen investieren seit dem letzten Jahrzehnt zunehmend Zeit und Budget in ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung. In den USA stieg die Anzahl der Unternehmen, die im S&P 500 Index gelistet sind und einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichten, allein von 2010 bis 2012 von rund 20% auf über die Hälfte. Die Informationsversorgung der Stakeholder mit reinen Finanzdaten gilt mittlerweile als überholt. Vielmehr sind die Einflüsse der Unternehmen aus Umweltverschmutzung, Nutzung erneuerbarer Energien, Produktionsbedingungen oder Mitarbeiterzufriedenheit Kenngrößen für die Performance eines Unternehmens, die immer mehr in den Blickpunkt von Investoren und Analysten rücken.
Damit Investoren und andere Interessensgruppen die Informationen beispielsweise innerhalb eines Marktes vergleichen und bewerten können, ist es nötig, ein Rahmenwerk für die Berichterstattung zu erstellen. In der Finanzberichterstattung ist dies international mit den IFRS, national mit den US-GAAP oder HGB-Richtlinien der Fall. Diese meist verpflichtenden Rahmenwerke geben den Unternehmen vor, wie und in welchem Umfang bestimmte Unternehmensdaten offengelegt werden müssen.
Seit der Jahrtausendwende haben sich Institutionen gegründet, die solche Rahmenwerke auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung erstellen. Ihr Ziel ist die umfassende Informationsversorgung der Stakeholder, um die ökonomischen, ökologischen und sozialen Einflüsse und Maßnahmen der Unternehmen darzulegen.
In der vorliegenden Ausarbeitung werden insbesondere die Global Reporting Initiative (GRI) und das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) betrachtet. Während die GRI internationale Leitfäden zur Berichterstattung erstellt, die von Unternehmen freiwillig angewendet werden können, ist das SASB an verpflichtenden Richtlinien für an US-Börsen gelistete Unternehmen interessiert. Das besondere Interesse an diesen beiden Institutionen ist darauf begründet, dass die GRI-Richtlinien international am weitesten verbreitet sind und das SASB als erste Organisation ein verpflichtendes Rahmenwerk zur Nachhaltigkeitserstellung präsentiert.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein und stellt die Ziele der Arbeit sowie die untersuchten Institutionen GRI und SASB vor.
2. Formen und Institutionen der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen in den USA erläutert und die Konzepte sowie Governance-Strukturen von GRI und SASB detailliert gegenübergestellt.
3. Praxis der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Dieser Teil analysiert anhand von Praxisbeispielen aus den Sektoren Gesundheit und Finanzen, wie Unternehmen aktuelle Standards umsetzen und welche Synergien sich ergeben.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Vereinbarkeit von GRI und SASB und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Berichterstattung.
Nachhaltigkeitsberichterstattung, USA, GRI, SASB, ESG-Performance, Finanzberichterstattung, Stakeholder, Materialität, Unternehmensführung, Transparenz, Investoren, Kapitalmarkt, Sustainable Industry Classification System, CSR, Triple Bottom Line.
Die Arbeit behandelt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen in den USA und vergleicht dabei die freiwilligen Standards der GRI mit den verpflichtenden Ansätzen des SASB.
Die zentralen Felder sind die Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Anforderungen der Investoren an nicht-finanzielle Daten und die Einordnung in den US-amerikanischen Kapitalmarkt.
Das Ziel ist die Untersuchung der Vereinbarkeit der GRI- und SASB-Richtlinien sowie die Beantwortung der Frage, wie Unternehmen diese in der Praxis effektiv kombinieren können.
Es erfolgt eine literaturgestützte Analyse der Rahmenwerke sowie eine empirische Untersuchung der Berichte ausgewählter US-Unternehmen aus den Sektoren Gesundheit und Finanzen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Institutionen, den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den USA, einer detaillierten Analyse von Geschäftsberichten sowie einer Gegenüberstellung der Indikatoren beider Organisationen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Nachhaltigkeitsberichterstattung, GRI, SASB, ESG, Transparenz und Materialität.
Das SASB zielt darauf ab, verpflichtende Standards zu setzen, die spezifisch auf das wirtschaftliche Umfeld in den USA zugeschnitten sind und in die SEC-Formblätter integriert werden sollen.
Die GRI wird als international am weitesten verbreiteter Standard für Nachhaltigkeitsberichte betrachtet und dient als Vergleichsbasis für das neuere SASB-Modell.
Die größte Herausforderung besteht darin, den Umfang der Informationen so zu begrenzen, dass Stakeholder informiert werden, ohne jedoch den Arbeitsaufwand und die Kosten in keinem positiven Verhältnis zum Nutzen stehen zu lassen.
Die Untersuchung zeigt eine inhaltliche Kongruenz bei bestimmten Indikatoren, was darauf hindeutet, dass eine Kooperation zwischen beiden Organisationen den Berichtsaufwand für Unternehmen deutlich reduzieren könnte.
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