Bachelorarbeit, 2015
32 Seiten, Note: 1 (Sehr gut)
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Neoklassische Kapitalmarkttheorie
2.1 Grundlagen
2.2 Homo Oeconomicus
3 Verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie
3.1 Grundlagen
3.2 Heuristiken
3.2.1 Heuristiken während der Informationswahrnehmung
3.2.1.1 Verfügbarkeitsheuristik
3.2.1.2 Selektive Wahrnehmung
3.2.1.3 Darstellungseffekt
3.2.1.4 Herdenverhalten
3.2.2 Heuristiken während der Informationsverarbeitung
3.2.2.1 Verankerung
3.2.2.2 Repräsentativität
3.2.2.3 Ambiguitätsaversion
3.2.2.4 Mentale Buchführung
3.2.2.5 Selbstüberschätzung
3.2.3 Heuristiken während der Investitionsentscheidung
3.2.3.1 Selektive Entscheidung
3.2.3.2 Selbstattribution
3.2.3.3 Besitztumseffekt
3.2.3.4 Dispositionseffekt
3.2.3.5 Reueaversion
4 Modelle der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie
4.1 Prospect Theory
4.2 Investor-Sentiment-Modell
4.3 Investor-Psychology-Modell
4.4 Hong/Stein-Modell
4.5 Behavioral Portfolio Theory
5 Auswirkungen der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie in der Praxis
5.1 Auswirkungen
5.2 Behavioral Finance Funds
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie (Behavioral Finance) auf Investmententscheidungen am Kapitalmarkt und analysiert deren praktische Bedeutung sowie Relevanz als Alternative zur klassischen Finanzmarkttheorie.
3.2.1.1 Verfügbarkeitsheuristik
Diese Heuristik beschreibt das Phänomen, dass Investoren und Investorinnen leicht zugängliche Informationen stärker wahrnehmen als schwer zugängliche. Dies geschieht einerseits aus Zeitersparnis und andererseits aus fehlendem Wissen (vgl. Shefrin 2007, S. 9). Sie investieren oft in Aktien heimischer oder regionaler Unternehmen, da Informationen über diese schneller und leichter zu erhalten sind. Als Folge dessen werden Aktien anderer Länder oder Regionen vernachlässigt. Der Investor oder die Investorin handelt irrational, da keine Diversifikation stattfindet. Ein diversifiziertes Portfolio besteht aus Aktien unterschiedlichster Unternehmen, aus dem In- und Ausland und aus vielen verschiedenen Geschäftsfeldern. Somit ist die Sicherheit gegeben, dass man weniger anfällig auf Krisen in bestimmten Segmenten und Gebieten ist. (vgl. Daxhammer/Facsar 2012, S. 180)
Weiters nehmen sie Informationen aus jenen Bereichen eher auf, in denen sie schon Erfahrungen gemacht haben oder welche für sie leichter zu verstehen sind (vgl. Bruce 2010, S. 307). Im Zusammenhang dazu werden in der Vergangenheit oftmals vorgekommene Ereignisse mehr in Betracht gezogen als selten Geschehene, da es in den Augen der Investoren und Investorinnen wahrscheinlicher ist, dass diese auch in Zukunft häufiger auftreten (vgl. Kahneman/Slovic/Tversky 2008, S. 163). So denken viele Menschen, dass durch Haie, Bären oder Schlangen mehr Menschen getötet werden als durch Rehe. Tatsächlich verursachen Rehe jedoch mehr Tote durch Autounfälle, als die anderen durch Angriffe auf Menschen. Dies ist dadurch bedingt, dass Haiangriffe oftmals in den Medien, einer leicht zugänglichen Informationsquelle, Erwähnung finden, wohingegen Rehunfälle höchstens in lokalen Zeitungen erscheinen. (vgl. Daxhammer/Facsar 2012, S. 181)
Anleger oder Anlegerinnen, welche sich an mehr positive Kursentwicklungen als an negative erinnern, schätzen für ihr Investment die Wahrscheinlichkeit einer Wertsteigerung höher ein als eine Minderung. Dieses Beispiel der Verfügbarkeitsheuristik kommt im realen Leben oft vor und ist der Grund, warum Investoren und Investorinnen zu positiv über ein Investment denken und das Risiko nicht in Betracht ziehen. (vgl. Unser 1999, S. 163)
1 Einleitung: Einführung in die Problematik rationaler Annahmen der klassischen Finanzmarkttheorie und Vorstellung des Behavioral-Finance-Ansatzes.
2 Neoklassische Kapitalmarkttheorie: Darstellung des Modells des Homo Oeconomicus und der Effizienzmarkthypothese als Grundlage der klassischen Lehre.
3 Verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie: Erläuterung der psychologischen Grundlagen, insbesondere der Heuristiken während der Informationswahrnehmung, -verarbeitung und Investitionsentscheidung.
4 Modelle der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie: Detaillierte Betrachtung theoretischer Modelle wie Prospect Theory, Sentiment-Modelle und Behavioral Portfolio Theory.
5 Auswirkungen der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie in der Praxis: Analyse der praktischen Relevanz durch die Anwendung in Behavioral Finance Funds.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Behavioral Finance als Ergänzung oder Alternative zur klassischen Theorie und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
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Die Arbeit behandelt die Behavioral Finance als alternative Theorie zur klassischen Kapitalmarkttheorie, um irrationale Entscheidungsmuster von Anlegern zu erklären.
Die Arbeit deckt psychologische Verzerrungen (Heuristiken), wissenschaftliche Entscheidungsmodelle sowie die praktische Umsetzung dieser Erkenntnisse in Investmentfonds ab.
Ziel ist es, die Auswirkungen der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie auf Investitionsentscheidungen zu erörtern und ihre praktische Relevanz zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert ausschließlich auf einer umfassenden Literaturrecherche, die sowohl deutsche als auch englische Fachliteratur einbezieht.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Heuristiken in drei Phasen der Entscheidungsfindung, stellt relevante Finanzmodelle vor und evaluiert deren Anwendung in der Fondsindustrie.
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Weil Anleger am Kapitalmarkt systematisch von Gefühlen und psychologischen Verzerrungen beeinflusst werden, statt rein rational und gewinnmaximierend zu handeln.
Diese Fonds versuchen, durch das Erkennen und Ausnutzen von irrationalen Verhaltensmustern am Markt Überrenditen zu erzielen und Risiken besser zu bewerten.
Es nutzt die Interaktion von zwei Investorengruppen (Newswatcher und Momentum-Trader) aus, um Überreaktionen und den Momentum-Effekt am Markt zu erklären und für Anlagestrategien zu verwenden.
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