Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 1 (Sehr gut)
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation/Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Stand der Forschung
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital
2.1 Abgrenzung nach UGB
2.1.1 Eigenschaften von Eigenkapital
2.1.2 Eigenschaften von Fremdkapital
2.2 Abgrenzung nach IFRS
2.2.1 Eigenschaften von Eigenkapital
2.2.2 Eigenschaften von Fremdkapital
2.3 Unterschiede zwischen UGB und IFRS
3 Hybride Finanzinstrumente
3.1 Grundlagen und Eigenschaften von hybriden Finanzinstrumenten
3.2 Einsatzmöglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung
4 Bilanzielle Behandlung ausgewählter Finanzinstrumente
4.1 Stille Gesellschaft
4.1.1 Formen der stillen Gesellschaft und deren Eigenschaften
4.1.2 Bilanzierung nach UGB
4.1.3 Bilanzierung nach IFRS
4.2 Wandelanleihe
4.2.1 Charakterisierung und Eigenschaften
4.2.2 Bilanzierung nach UGB
4.2.3 Bilanzierung nach IFRS
4.3 Genussrechte
4.3.1 Charakterisierung und Eigenschaften
4.3.1.1 Inhaltliche Ausgestaltung
4.3.1.2 Ausgabe von Genussrechten
4.3.2 Bilanzierung nach UGB
4.3.3 Bilanzierung nach IFRS
5 Gegenüberstellung der drei Finanzinstrumente
5.1 Vergleich der Vor- und Nachteile
5.2 Unterschiede in der Bilanzierung
6 Zusammenfassung
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die systematische Untersuchung und Abgrenzung hybrider Finanzinstrumente im Hinblick auf ihre bilanzielle Einordnung nach nationalem Recht (UGB) und internationalem Recht (IFRS). Die Forschungsarbeit analysiert, wie diese Instrumente – insbesondere stille Gesellschaften, Wandelanleihen und Genussrechte – anhand spezifischer Kriterien korrekt als Eigen- oder Fremdkapital identifiziert, bewertet und in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden.
3.2 Einsatzmöglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung
Hybridkapital ermöglicht es Unternehmen die Vorteile von Eigen- und Fremdkapital zu vereinen und in einem Instrument zu verbinden (vgl. Moser 2010, S. 22 f.):
In schwachen Jahren können Zahlungen wie Tilgungen oder Zinsen unterlassen und auf stärkere Jahre verschoben werden. Somit wird auch der Cash-Flow gestärkt und das Jahresergebnis positiv beeinflusst.
Ein besseres Rating und eine günstigere Kreditaufnahme kann durch den Ausweis im Eigenkapital erreicht werden.
Es kann das Mitwirken der Kapitalgeber in der Geschäftsführung oder ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen vereinbart werden. So kann die Erfahrung von Business Angels ausgenutzt werden.
Um diese Vorteile auszunutzen, ergeben sich unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfälle:
So wird es eingesetzt, wenn für klassische Kredite zu wenig Sicherheit vorhanden ist oder wenn die Bonität zu niedrig ist (vgl. Mittermair/Pichler 2008, S. 211). Dies ist beispielsweise bei „Start-Ups“ der Fall, da diese noch über wenig Kapital verfügen und nur zu hohen Kosten Kredite aufnehmen können. (vgl. Lühn 2013, S. 25 f.)
Ein weiterer Anwendungsfall ist, wenn Unternehmen einen Ausweis im Eigenkapital wünschen, jedoch keine Änderung in den Eigentümerverhältnissen vornehmen oder Stimmrechte abgeben wollen. Gründe dafür können die höhere Eigenkapitalquote und die einfachere Kreditaufnahme sein. (vgl. Lühn 2013, S. 25)
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problemstellung der korrekten Zuteilung hybrider Finanzinstrumente und definiert das Ziel sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital: Hier werden die theoretischen Grundlagen und Kriterien zur Unterscheidung von Eigen- und Fremdkapital nach UGB und IFRS detailliert gegenübergestellt.
3 Hybride Finanzinstrumente: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Grundlagen, Wesensmerkmale und strategische Einsatzmöglichkeiten des sogenannten Mezzaninkapitals.
4 Bilanzielle Behandlung ausgewählter Finanzinstrumente: Der Kern der Arbeit analysiert die spezifische bilanzielle Behandlung von stillen Gesellschaften, Wandelanleihen und Genussrechten nach nationalem und internationalem Recht.
5 Gegenüberstellung der drei Finanzinstrumente: Hier erfolgt ein systematischer Vergleich der Vor- und Nachteile sowie eine tabellarische Zusammenfassung der bilanztechnischen Unterschiede der behandelten Instrumente.
6 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer präzisen inhaltlichen Ausgestaltung für eine korrekte bilanzielle Behandlung.
Hybride Finanzinstrumente, Mezzaninkapital, Eigenkapital, Fremdkapital, UGB, IFRS, Stille Gesellschaft, Wandelanleihe, Genussrechte, Bilanzierung, Finanzierung, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapitalquote, Liquidität, Bewertung
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von hybriden Finanzinstrumenten, die Merkmale von Eigen- und Fremdkapital kombinieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital sowie der bilanziellen Einordnung spezifischer Finanzinstrumente wie der stillen Gesellschaft, Wandelanleihen und Genussrechten.
Das Ziel ist es, die Eigenschaften hybrider Finanzinstrumente darzustellen und zu klären, wie diese nach UGB und IFRS korrekt als Eigen- oder Fremdkapital zu bilanzieren sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse von Fachzeitschriften, einschlägigen Gesetzen, Standards (IFRS) und Fachgutachten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Kategorisierung, den Ansatz und die Folgebewertung der drei gewählten hybriden Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen UGB und IFRS.
Die zentralen Begriffe sind Hybride Finanzinstrumente, Mezzaninkapital, Eigenkapital, Fremdkapital, UGB, IFRS sowie die konkreten Instrumente Stille Gesellschaft, Wandelanleihe und Genussrecht.
Weil ein Instrument, das nach UGB als Eigenkapital gilt, nach IFRS unter Umständen aufgrund strengerer Kriterien als Fremdkapital ausgewiesen werden muss, was die Bilanzkennzahlen stark beeinflussen kann.
Eine Wandelanleihe kombiniert eine Fremdkapitalkomponente (die Anleihe) mit einem Wandlungsrecht (die Option auf Eigenkapital/Aktien), was eine differenzierte bilanzielle Behandlung erfordert.
Sie dient häufig zur Kapitalbeschaffung ohne Stimmrechtsverlust oder zur Mitarbeitermotivation, wobei die genaue inhaltliche Ausgestaltung entscheidend für die bilanzielle Einstufung ist.
Genussrechte unterliegen keiner starren gesetzlichen Form, wodurch sie flexibel an spezifische Finanzierungsbedürfnisse – von der Unternehmenssanierung bis zum "Equity-Kicker" bei Projekten – angepasst werden können.
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