Diplomarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in den Themenbereich
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise dieser Arbeit
2 Demenz und herausforderndes Verhalten als Ausgangssituation für die pflegerische Versorgung innerhalb von Wohngemeinschaften
2.1 Demenzen als häufigste Formen psychischer Veränderungen im Alter
2.1.1 Ursachen von Demenz vom Alzheimer-Typ
2.1.2 Klassifizierung von Verhaltensformen und Verlauf der Demenz
2.2 Gründe für einen Perspektivwechsel im Verständnis von Demenz
2.2.1 Herausforderndes Verhalten – ein alternatives Verständnis von Demenz
2.2.2 Das NDB-Modell als Erklärungsansatz für herausforderndes Verhalten
3 Grundsätze des Konzeptes der Wohngemeinschaft für demenziell veränderte Menschen
3.1 Konzeptionelle Rahmenbedingungen und Prinzipien als Basis für den Aufbau der Demenzwohngemeinschaft
3.1.1 Erkenntnisse zu verschiedenen Betreuungsformen
3.1.2 Umsetzung der Erkenntnisse bei der Gestaltung einer Demenzwohngemeinschaft
3.1.3 Das Normalisierungsprinzip
3.2 Die Grundsätze des Freiburger Modells als Ausgangspunkt für die Konzeption von Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen
3.3 Gestaltung der drei grundlegenden Prozesse
3.3.1 Der Einzug in die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz
3.3.2 Leben und Wohnen in der Wohngemeinschaft
3.3.3 Auszug und Tod
4 Herausforderungen an pflegerisches Denken und Handeln in Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen
4.1 Grundlagen für die pflegerische Arbeit in Demenzwohngemeinschaften
4.1.1 Das humanistische Menschenbild als Ausgangspunkt für pflegerisches Handeln
4.1.2 Das Pflegeverständnis und die Ziele der Pflege in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz
4.2 Darstellung der Kernelemente pflegerischen Handelns und entsprechenden Anforderungen in der Demenzwohngemeinschaft
4.3 Ausgewählte pflegerische Ansätze bei herausforderndem Verhalten
4.3.1 Verstehende Diagnostik
4.3.2 Die Grundsätze der Validation
4.3.3 Erinnerungspflege
4.3.4 Berührung, Basale Stimulation
5 Handlungsmöglichkeiten des Pflegemanagements, um pflegerischen Herausforderungen zu begegnen
5.1 Top-down- und Bottom-up-Prozesse
5.2 Fort- und Weiterbildung
5.3 Supervision
5.4 Konzept der vollständigen Tätigkeit
5.5 Arbeitsumgebung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen, die das Konzept der Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz an das pflegerische Denken und Handeln stellt, und erarbeitet Strategien, wie Pflegekräfte sowie das Pflegemanagement diesen begegnen können, um das Wohlbefinden der Bewohner zu fördern.
2.2.1 Herausforderndes Verhalten – ein alternatives Verständnis von Demenz
Nachdem einige Gründe für einen Perspektivwechsel im Verständnis von demenziellem Verhalten angeführt wurden, muss der daraus resultierende Begriff „herausforderndes Verhalten“ genauer beleuchtet werden.
„Als herausfordernd wird betrachtet, was als störend, belastend, fremd- oder selbstgefährdend wahrgenommen wird. Der Begriff „herausforderndes Verhalten“ bezieht sich somit allein auf die Wirkung des Verhaltens auf die Umgebung und nicht darauf, wie die kranke Person das Verhalten selbst erlebt. Was für die Umgebung eine Herausforderung bedeutet, kann unter Umständen für den Kranken mit Wohlbefinden verbunden sein und aus seiner Perspektive sinnvoll sein. Betreuende sind daher gefordert, herausforderndes Verhalten zu tolerieren, wenn es für den Kranken mit Lebensqualität verbunden ist und andere nicht zu Schaden kommen“ (Schwarz 2012: 12).
1 Einführung in den Themenbereich: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit alternativer Wohnformen für Menschen mit Demenz und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der pflegerischen Herausforderungen.
2 Demenz und herausforderndes Verhalten als Ausgangssituation für die pflegerische Versorgung innerhalb von Wohngemeinschaften: Es werden die medizinischen Grundlagen von Demenz erläutert und für einen Perspektivwechsel plädiert, der das Verhalten Betroffener nicht als Störung, sondern als herausfordernd definiert.
3 Grundsätze des Konzeptes der Wohngemeinschaft für demenziell veränderte Menschen: Dieses Kapitel stellt konzeptionelle Rahmenbedingungen, das Normalisierungsprinzip sowie die Kernprozesse vor, die das Leben in einer Demenzwohngemeinschaft strukturieren.
4 Herausforderungen an pflegerisches Denken und Handeln in Wohngemeinschaften für demenziell veränderte Menschen: Hier werden die Anforderungen an die Pflege analysiert und pflegerische Ansätze wie Validation, Erinnerungspflege und Basale Stimulation detailliert beschrieben.
5 Handlungsmöglichkeiten des Pflegemanagements, um pflegerischen Herausforderungen zu begegnen: Das Kapitel beleuchtet managementorientierte Ansätze wie Fortbildung, Supervision und das Konzept der vollständigen Tätigkeit zur Unterstützung des Pflegepersonals.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Bedeutung eines personen-zentrierten Ansatzes und einer unterstützenden Managementstruktur.
Demenz, Wohngemeinschaft, Pflegemanagement, herausforderndes Verhalten, Altenpflege, Validation, Erinnerungspflege, Basale Stimulation, Normalisierungsprinzip, Personenzentrierung, Arbeitspsychologie, Supervision, Lebensqualität, Pflegeverständnis, Alltagsgestaltung.
Die Arbeit untersucht die spezifischen Anforderungen, die das Leben in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz an das pflegerische Personal stellt.
Zentrale Themen sind der Perspektivwechsel im Demenzverständnis, die Gestaltung von Wohngruppenkonzepten sowie spezifische pflegerische Interventionsansätze und Managementstrategien.
Das Ziel ist es, den pflegerischen Umgang mit herausforderndem Verhalten zu professionalisieren, um sowohl die Lebensqualität der Bewohner als auch die Arbeitszufriedenheit des Personals zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller gerontopsychiatrischer Erkenntnisse und pflegemanagementtheoretischer Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Wohnkonzepte, die Herausforderungen an das pflegerische Handeln und die Managementmöglichkeiten zur Prozessoptimierung.
Wichtige Begriffe sind Demenz, Wohngemeinschaft, Pflegemanagement, Validation, Erinnerungspflege und Basale Stimulation.
Im Gegensatz zu stationären Heimen steht bei diesem Konzept die Alltagsnormalität und die Mieterrolle im Fokus, wobei die architektonische und personelle Struktur auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben ausgerichtet ist.
Das NDB-Modell (bedürfnisorientiertes Verhaltensmodell) hilft, Verhalten nicht isoliert als „krank“ zu betrachten, sondern die zugrunde liegenden Hintergrund- und proximalen Faktoren zu analysieren, um passgenaue Unterstützung zu bieten.
Supervision dient dazu, die professionelle Distanz zu wahren, Konflikte im Pflegeteam zu bearbeiten und die Reflexionskultur innerhalb der Wohngemeinschaft zu stärken, um eine Überforderung der Mitarbeiter zu verhindern.
Durch die Integration von Planungs-, Vorbereitungs- und Kontrollfunktionen in die Tätigkeit des Pflegepersonals wird die Arbeitszufriedenheit gefördert und einer Stagnation sowie psychischen Belastungen entgegengewirkt.
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