Masterarbeit, 2017
174 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 CMD – Grundlagen der Craniomandibulären Dysfunktion
2.1.1 Aufbau des Kiefergelenkes
2.1.2 Pathophysiologie
2.1.3 Prävalenz der Craniomandibulären Dysfunktion
2.2 Die Myofaszialen Leitbahnen
2.2.1 Das Fasziengewebe
2.2.2 Die oberflächliche Rückenlinie (ORL)
2.2.3 Die oberflächliche Frontallinie (OFL)
2.2.3.1 Gleichgewicht zwischen ORL und OFL
2.2.4 Die Laterallinie (LL)
2.2.5 Die Spirallinie (SPL)
2.2.6 Die Armlinien
2.2.7 Die tiefe Frontallinie (TFL)
2.2.8 Myofibroblasten
2.3 Forschungsstand und Literaturübersicht
2.3.1 Muskelfunktion
2.3.2 Mobilität
2.3.3 Gleichgewichtsfähigkeit
2.3.4 Gangbild
2.3.5 CMD und Sport
2.3.6 Zusammenfassung der Studienlage
3 Spezifische Frage- und Problemstellung
3.1 Hypothesen
4 Untersuchungsmethodik
4.1 Studiendesign
4.2 Probandenkollektiv
4.3 Einwilligungserklärung und ethische Erwägung
4.4 Messplätze/ Instrumente und Untersuchungsdurchführung
4.4.1 Anamnese
4.4.2 Analyse der Wirbelsäulenmobilität in der FPZ Rückentherapie Leipzig
4.4.3 Isometrische Maximalkraft der Rumpf- und HWS-Muskulatur und der unteren Extremitäten in der FPZ Rückentherapie Leipzig
4.4.4 Laufbandanalyse
4.4.5 MediMouse
4.4.6 Trier Inventar zum chronischen Stress (TICS)
4.4.7 Elektromyographie und Magnetkinesiographie der Kiefermuskulatur
4.4.8 Posturomed
4.5 Methodenkritik
4.5.1 Anamnese
4.5.2 Analyse der Wirbelsäulenmobilität in der FPZ Rückentherapie Leipzig
4.5.3 Isometrische Maximalkraft in der FPZ Rückentherapie Leipzig
4.5.4 Laufbandanalyse
4.5.5 MediMouse
4.5.6 Trier Inventar zum chronischen Stress (TICS)
4.5.7 Elektromyographie und Magnetkinesiographie der Kiefermuskulatur
4.5.8 Posturomed
4.6 Probandenkritik
5 Statistik und Datenverarbeitung
5.1 Anamnese
5.2 Analyse der Wirbelsäulenmobilität in der FPZ Rückentherapie Leipzig
5.3 Isometrische Maximalkraft der Rumpf- und HWS-Muskulatur und der unteren Extremitäten in der FPZ Rückentherapie Leipzig
5.4 Laufbandanalyse
5.5 Medimouse
5.6 Trier Inventar zum chronischen Stress (TICS)
5.7 Elektromyographie und Magnetkinesiographie der Kiefermuskulatur
5.8 Posturomed
5.9 Kritik an der Datenverarbeitung
6 Ergebnisdarstellung
6.1 Anamnese
6.1.1 Schmerzintensität
6.1.2 Schmerzdauer
6.2 Analyse der Wirbelsäulenmobilität in der FPZ Rückentherapie Leipzig
6.3 Isometrische Maximalkraft der Rumpf- und HWS-Muskulatur und der unteren Extremitäten in der FPZ Rückentherapie Leipzig
6.4 Laufbandanalyse
6.5 MediMouse
6.6 Trier Inventar zum chronischen Stress (TICS)
6.7 Elektromyographie und Magnetkinesiographie der Kiefermuskulatur
6.7.1 Ruhetonus
6.7.2 Zubiss habituell
6.7.3 Zubiss auf Watte
6.7.4 Magnetkinesiographie
6.8 Posturomed
7 Ergebnisinterpretation
7.1 Anamnese und Trierer Inventar zum chronischen Stress
7.2 Analyse der Wirbelsäulenmobilität in der FPZ Rückentherapie Leipzig und MediMouse
7.3 Isometrische Maximalkraft der Rumpf- und HWS-Muskulatur und der unteren Extremitäten in der FPZ Rückentherapie Leipzig
7.4 Laufbandanalyse
7.5 Elektromyographie und Magnetkinesiographie der Kiefermuskulatur
7.5.1 Ruhetonus
7.5.2 Zubiss habituell
7.5.3 Zubiss auf Watte
7.5.4 Magnetkinesiographie
7.5.5 Zusammenfassung der Werte des K7-Geräts
7.6 Posturomed
7.7 Beantwortung der Hypothesen
7.8 Zusammenführung der Messergebnisse
8 Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) auf verschiedene klinische und konditionelle Parameter im gesamten menschlichen Körper, wobei ein besonderer Fokus auf dem biomechanischen Zusammenhang zwischen dem Kiefersystem und anderen Körpersegmenten sowie den Effekten unilateraler sportlicher Aktivität liegt. Das Ziel ist es, durch eine Querschnittsstudie an 46 Probandinnen (CMD-Gruppe, Sportgruppe, Kontrollgruppe) zu ermitteln, ob eine CMD die Körperstatik, die Muskelfunktion, das Gangbild oder die Gleichgewichtsfähigkeit signifikant beeinträchtigt.
2.2.1 Das Fasziengewebe
Fasziengewebe ist im gesamten Körper zu finden und besteht aus Bindegewebe, welche einzelne Muskelfibrillen, Muskelfaserbündel, ganze Muskeln und Muskelgruppen umgibt. Es wird nicht nur die Muskulatur in ihrer Form gehalten und mechanische Energie übertragen, sondern auch propriozeptive Informationen übertragen. Selbst in kleinsten Blutgefäßen sind Kollagenfasern zu finden und zeigen die Fähigkeit sich zusammenzuziehen und ebenfalls Informationen weiterzuleiten. Da sich Muskelfasern untereinander in ihrer Funktion unterscheiden und heterogenen Belastungen standhalten müssen, fallen der Aufbau und die Zusammensetzung der Faszienstruktur ebenfalls heterogen aus (Schleip, 2012, S. 4). Generell wird jedes Muskelfaserbündel von einer dünnen Schicht (Perimysium) umgeben, welches mit einem kontinuierlichen Bindegewebsnetz vergleichbar ist. Bindegewebszellen besitzen eine Vielzahl von strukturell aktiven Substanzen, welche miteinander so gekoppelt sind, dass sie mechanische Kräfte auf die darauffolgende Zelle weiterleiten. Darunter zählen Kollagen-, Elastin- und Retikulinfasern sowie die klebstoffartigen interfibrillären Proteine (siehe Abb. 5). Letzteres wird als Glykosaminoglykane oder Proteoglykane bezeichnet und bindet Wasser und darin enthaltene Nährstoffe (Myers, 2010, S. 18). Das Epimysium ist eine dünne und strapazierfähige Schicht lockeres Bindegewebe und umschließt den gesamten Muskel. Das Perimysium geht in das Epimysium über, das Epimysium in die Sehne, die Sehne in den Knochen. Somit kann die Übertragung der generierten Kräfte durch die Muskulatur auf unsere Knochen funktionieren (Schleip, R., 2012 S. 4). Die Faszie als im Muskel integrierter Bestandteil arbeitet als Widerlager und verhindert den Zerfall dessen morphologischen Zusammenhalts. Außerdem soll die Faszienstruktur Muskulatur voneinander isolieren und Kräfte über mehrere fortlaufende Faszien- und Muskelabschnitte hinweg übertragen (siehe Abb. 4). Druck, Spannung, Elastizität, Fixierungen, Stabilität und posturale Kompensation werden über diese myofaszialen Meridiane nicht nur über ein Gelenk, sondern über mehrere Körpersegmente weitergegeben (Myers 2010).
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Relevanz von Craniomandibulären Dysfunktionen und unterstreicht die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit, während die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf klinische und konditionelle Körperparameter formuliert wird.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und pathophysiologischen Grundlagen der CMD, das Konzept der myofaszialen Leitbahnen nach Myers sowie den aktuellen Forschungsstand zu Muskelfunktion, Mobilität, Gleichgewicht und Gangbild.
3 Spezifische Frage- und Problemstellung: Basierend auf der Literaturrecherche leitet dieses Kapitel den Forschungsbedarf ab und definiert fünf konkrete Hypothesen, die den Vergleich der CMD-Gruppe mit Sport- und Kontrollgruppen hinsichtlich klinischer Parameter adressieren.
4 Untersuchungsmethodik: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign der Querschnittsstudie sowie die detaillierte Messdurchführung der verschiedenen Untersuchungsinstrumente, darunter die FPZ-Geräte, Laufbandanalyse, MediMouse, TICS-Fragebogen, K7-Gerät und Posturomed.
5 Statistik und Datenverarbeitung: Dieser Abschnitt erläutert das methodische Vorgehen zur statistischen Analyse der erhobenen Daten, einschließlich der verwendeten Software (Excel, GraphPad Prism), Testverfahren (ANOVA, Kruskal-Wallis) und Signifikanzniveaus.
6 Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden die Messergebnisse der verschiedenen Testreihen – Anamnese, Wirbelsäulenmobilität, Maximalkraft, Laufbandanalyse, Stressinventar sowie K7- und Posturomed-Daten – tabellarisch und deskriptiv dargestellt.
7 Ergebnisinterpretation: Dieses Kapitel interpretiert die erhobenen Daten im Kontext der Forschungsfragen, diskutiert die Zusammenhänge zwischen CMD, Muskelfunktion und Mobilität und beantwortet die zuvor aufgestellten Hypothesen.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen, betont die Bedeutung einer interdisziplinären Therapie bei CMD-Patienten und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Studien.
Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD, Kiefergelenk, Myofasziale Leitbahnen, Muskelfunktion, Mobilität, Wirbelsäule, Isometrische Maximalkraft, Laufbandanalyse, Posturomed, Posturale Kontrolle, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Sportwissenschaft, Körperstatik, Stress
Die Arbeit untersucht den biomechanischen und muskulären Zusammenhang zwischen dem stomatognathen System (Kiefersystem) und weiteren Körpersegmenten bei Patientinnen mit einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD).
Die zentralen Themen sind klinische und konditionelle Parameter wie Muskelfunktion, Wirbelsäulenmobilität, Körperstatik, Gangbild und die Auswirkungen unilateraler sportlicher Aktivität auf das Kiefersystem.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit eine CMD das Kiefersystem sowie klinische und konditionelle Parameter des gesamten Körpers beeinflusst und ob unilaterale sportliche Aktivitäten eine Rolle bei physischen Veränderungen spielen.
Es handelt sich um eine Querschnittsstudie mit experimentellem Design, bei der drei Probandengruppen (CMD-Patientinnen, Sportlerinnen unilateraler Sportarten, Kontrollgruppe) mittels standardisierter Testverfahren (u.a. David-Analysegeräte, MediMouse, K7-Gerät, Laufbandanalyse, Posturomed) untersucht wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur CMD und zu myofaszialen Leitbahnen, präsentiert den aktuellen Forschungsstand, beschreibt die methodische Vorgehensweise und stellt schließlich die erhobenen Daten der Untersuchung detailliert dar.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), myofasziale Leitbahnen, muskuläre Dysbalancen, Wirbelsäulenmobilität, isometrische Maximalkraft und posturale Kontrolle charakterisieren.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass durch myofasziale Verbindungen und die "verschobene Körperstatik" Fehlfunktionen von kopffernen Segmenten zum Kopf aufsteigen können oder umgekehrt, was zu einer erhöhten muskulären Spannung und einer reduzierten Kraftfähigkeit führt.
Unilaterale Sportarten können muskuläre Dysbalancen im Körper hervorrufen. Die Ergebnisse zeigen, dass Sportlerinnen zwar eine höhere Kraftfähigkeit und Mobilität aufweisen können, jedoch auch sie Dysbalancen zeigen, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Sporttherapeuten zur Prävention und Korrektur unterstreicht.
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