Bachelorarbeit, 2017
79 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Mittelständische Unternehmen
1.1.1 Definitorische Abgrenzung
1.1.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes
1.1.3 Aktuelle Finanzierungssituation des Mittelstandes
1.2 Herleitung des Crowdinvesting-Begriffes
1.2.1 Crowdsourcing
1.2.2 Crowdfunding
1.2.3 Crowdinvesting
2 Crowdinvesting als Finanzierungsalternative
2.1 Ablauf von Crowdinvesting-Projekten
2.2 Crowdinvesting-typische Formen der Unternehmensbeteiligung
2.2.1 Stille Beteiligung
2.2.2 Genussrecht
2.2.3 Partiarisches Nachrangdarlehen
2.2.4 Abgrenzung zwischen den Beteiligungsinstrumenten
3 Eignung des Crowdinvestings für mittelständische Unternehmen
3.1 Allgemeine Anforderungen der Mittelstandsfinanzierung
3.2 Evaluierung der Unternehmensbeteiligungen aus Unternehmenssicht
3.3 Vorteile und Chancen des Crowdinvestings
3.4 Nachteile und Risiken des Crowdinvestings
4 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht, ob Crowdinvesting eine geeignete Finanzierungsalternative für den deutschen Mittelstand darstellt. Die zentrale Forschungsfrage adressiert das Spannungsfeld zwischen der traditionell konservativen Bankenfinanzierung mittelständischer Unternehmen und ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit bei gleichzeitig erschwertem Kreditzugang.
1.2.3 Crowdinvesting
Der Begriff Crowdinvesting setzt sich aus „crowd“ und „investing“ zusammen und lässt sich mit „eine größere Menge an Personen investieren“ übersetzen. Das Wort Crowdinvesting ist eine deutsche Wortschöpfung für das, was international als „Equity Crowdfunding“, also Finanzierung („funding“) durch Eigenkapital („equity“) von einer Masse an Menschen („crowd“), bezeichnet wird. Beck bemängelt jedoch die internationale Bezeichnung, da sich diese an der formalen Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital orientiert, was aber bei den für Crowdinvesting typischen hybriden Finanzierungsformen nicht eindeutig zutrifft. Nach Hornuf und Klöhn, die in ihrer Definition die hybriden Instrumente bereits berücksichtigen, ist Crowdinvesting eine Form von Crowdfunding, wo Emittenten Eigenkapital oder hybride Finanzierungsinstrumente an Kleinanleger aus dem Internet ausgeben. Der Autor folgt der Definition nach Beck, der einen Perspektivwechsel von den emittierenden Unternehmen hin zu den Investoren vorschlägt und dadurch eine höhere Praxisorientierung verfolgt. Aus Sicht der Investoren stellt ein Kapitalgeber Geld für ein Unternehmen zur Verfügung, und das unabhängig davon, ob es sich hierbei um Eigen- oder Fremdkapital handelt. Beck definiert das Crowdinvesting als die Suche nach Kapitalgebern über das Internet, welche geringe Beiträge beisteuern, die der Finanzierung von Unternehmen dienen. Als Gegenleistung erhalten diese einen finanziellen Rückfluss über die Beteiligung am Unternehmen. Für eine wirksame Finanzierung wird zu Beginn ein Mindestfinanzierungsbetrag festgelegt, der zwingend zu erreichen ist.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die traditionelle Finanzierung des deutschen Mittelstands ein und thematisiert die zunehmende Bedeutung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Herleitung des Crowdinvesting-Begriffs.
2 Crowdinvesting als Finanzierungsalternative: Dieses Kapitel erläutert den praktischen Ablauf einer Finanzierungsrunde und analysiert die gängigen Formen der Unternehmensbeteiligung.
3 Eignung des Crowdinvestings für mittelständische Unternehmen: Hier werden die spezifischen Anforderungen des Mittelstands an die Finanzierung mit den Merkmalen von Crowdinvesting abgeglichen und die Vor- und Nachteile detailliert bewertet.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf offene Forschungsfelder, insbesondere im Bereich der steuerlichen Auswirkungen und Vernetzung von Instrumenten.
Crowdinvesting, Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Nachrangdarlehen, Genussrechte, Bankkredit, Investoren, Kleinanlegerschutzgesetz, Finanzierungsinstrumente, KMU, Crowdfunding, Due-Diligence, Unternehmensbeteiligung
Die Thesis befasst sich mit der Eignung von Crowdinvesting als alternative Finanzierungsquelle für deutsche mittelständische Unternehmen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Finanzierungssituation des Mittelstands, die Abgrenzung von Crowdfunding-Formen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und spezifische Beteiligungsinstrumente.
Ziel ist es zu klären, warum mittelständische Unternehmen trotz des Wunsches nach Unabhängigkeit stark von Bankkrediten abhängig sind und ob Crowdinvesting hier eine funktionale Alternative bietet.
Es wurde eine theoretische Analyse sowie eine evaluative Untersuchung basierend auf existierender Fachliteratur, Statistiken (z.B. KfW, IfM Bonn) und Analysen von Finanzierungsinstrumenten durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Finanzierungsprozesses bei Crowdinvesting, die Analyse der Beteiligungsformen wie Genussrechte oder Nachrangdarlehen sowie die Bewertung dieser Instrumente hinsichtlich der Ziele mittelständischer Unternehmen.
Zentrale Begriffe sind Crowdinvesting, Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Nachrangdarlehen sowie das Kleinanlegerschutzgesetz.
Das Gesetz reguliert den Markt, stellt Anforderungen an Transparenz und Prospektpflichten, führt aber auch Privilegierungen für bestimmte Instrumente ein, um die Finanzierung für Start-ups und KMU trotz Regulierung zu ermöglichen.
Es bietet den Vorteil einer Prospektpflichtbefreiung bis zu einem Volumen von 2,5 Millionen Euro und ermöglicht dem Unternehmen, das Kapital wirtschaftlich als Eigenkapital einzustufen, ohne Mitspracherechte an Investoren abzugeben.
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