Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Bilinguismus
2.1.1. Heutige Ausdehnung
2.1.2. Gründe für den bilingualen Spracherwerb
2.1.3. Definition und Grundlagen
2.2. Das monolinguale mentale Lexikon
2.2.1. Neurolinguistische Grundlagen
2.2.2. Definition und Grundlagen
2.2.3. Netzwerkmodelle
2.2.4. Verarbeitung von Wortarten
2.3. Das bilinguale mentale Lexikon
2.3.1. Neuroanatomische Unterschiede
2.3.2. Organisationsmodelle des bilingualen Lexikons
3. Fallstudie: Katalanisch-Spanischer Bilinguismus und die Struktur des mentalen Lexikons
3.1. Historische Entwicklung des Sprachkontaktes
3.2. Demolinguistische Entwicklung
3.3. Aktuelle soziolinguistische und sprachpolitische Situation
3.4. Besonderheiten im mentalen Lexikon
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des katalanisch-spanischen Bilinguismus auf die Struktur des mentalen Lexikons. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich zwei eng verwandte romanische Sprachen auf die neuronale Verarbeitung und die kognitive Organisation von lexikalischen Informationen im bilingualen Geist auswirken.
2.2.3. Netzwerkmodelle
Lexeme sind im mentalen Lexikon mit starken und schwachen Verbindungen miteinander verknüpft und dabei scheinbar nach semantischen Feldern geordnet, in denen zwei Arten von Verbindungen besonders stark sind, kollokative Verbindungen und Verbindungen zwischen Konjunkten. Verbindungen zwischen Hyponymen und ihren Oberbegriffen und zwischen Synonymen sind schwächer. Es handelt sich sozusagen um ein Gerüst, in das ständig weitere Verbindungen integriert werden können. Die Einheiten im mentalen Lexikon sind also wie in einem Netz miteinander verwoben, wobei diese Einheiten die Knotenpunkte darstellen. Es handelt sich um die sogenannte Netzwerktheorie. Die Wissenschaftler sind sich im Allgemeinen einig, dass in gewisser Weise solch ein Netzwerk existiert, jedoch besteht kein Konsens darüber, wie es strukturiert ist (vgl. Aitchison 1997: 105).
Um das sog. Wortgewebe zu untersuchen, wurden Wortassoziierungsexperimente durchgeführt, in denen man den Teilnehmern ein bestimmtes Lexem nannte und die Teilnehmer befragte, an welches weitere Lexem sie zuerst dachten. Im Allgemeinen bekam man dabei immer ähnliche Antworten. Diese Experimente zeigten, dass (1) meistens Einheiten aus dem semantischen Feld des Ausgangslexems ausgewählt wurde, welches den Teilnehmern genannt wurde, dass (2) wenn das genannte Lexem zu einem Wortpaar gehörte, die Teilnehmer meistens das Partnerlexem nannten (engl. husband-wife/black-white) oder den Gegensatz in Gegensatzpaaren (dt. klein-groß) und (3) entscheiden sich Erwachsene hauptsächlich für ein Lexem derselben Wortart, ein Nomen löste also ein Nomen aus (vgl. Aitchison 1997: 106f.). Die Ergebnisse dieser Experimente könnten dafür sprechen, dass zwischen semantischen Feldern, sowie zwischen Wortpaaren und Wortarten im mentalen Lexikon enge Verbindungen bestehen.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema des katalanisch-spanischen Bilinguismus und Erläuterung der Zielsetzung sowie der psycholinguistischen Forschungsansätze.
2. Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Bilinguismusbegriffs sowie der neurolinguistischen und kognitionspsychologischen Modelle zur Organisation des monolingualen und bilingualen mentalen Lexikons.
3. Fallstudie: Katalanisch-Spanischer Bilinguismus und die Struktur des mentalen Lexikons: Analyse der historischen Entwicklung, der soziolinguistischen Situation und der spezifischen Auswirkungen dieses Sprachkontakts auf das mentale Lexikon, insbesondere unter Berücksichtigung von Interferenzen und Kognaten.
4. Fazit und Ausblick: Synthese der Forschungsergebnisse, kritische Würdigung der Modelle und Aufzeigen zukünftiger Forschungsbedarfe im Kontext der entstehenden katalanischen Varietät.
Bilinguismus, Mentales Lexikon, Katalanisch, Spanisch, Sprachkontakt, Neurolinguistik, Psycholinguistik, Kognate, Interferenz, Sprachverarbeitung, Lexikalische Repräsentation, Netzwerkmodelle, Sprachdominanz, Sprachkompetenz, Wortassoziierung
Die Arbeit untersucht die kognitive Organisation und neuronale Struktur des mentalen Lexikons bei bilingualen Sprechern, die Katalanisch und Spanisch beherrschen.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition des Bilinguismus, die neurolinguistische Sprachverarbeitung, verschiedene Organisationsmodelle des mentalen Lexikons sowie die soziolinguistische Situation in Katalonien.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie sich der spezifische katalanisch-spanische Sprachkontakt auf die Struktur und Repräsentation von Wörtern im mentalen Lexikon der Sprecher auswirkt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Fallstudie, in der neurolinguistische Studien und Forschungsergebnisse zur Sprachverarbeitung ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des mentalen Lexikons (Netzwerkmodelle, Wortarten) dargelegt, gefolgt von der Anwendung auf den spezifischen katalanisch-spanischen Sprachkontext unter Einbezug von Phänomenen wie Kognaten und Interferenzen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bilinguismus, mentales Lexikon, Kognate, Interferenz, Sprachverarbeitung und die spezifische Sprachkombination Katalanisch-Spanisch charakterisieren.
Kognate weisen oft besondere lexikalische Eigenschaften auf und werden im mentalen Lexikon anders strukturiert bzw. schneller verarbeitet, was wichtige Rückschlüsse auf die Vernetzung von Sprachen erlaubt.
Die Unterdrückung des Katalanischen führte zu einer Dominanz des Spanischen im öffentlichen Leben, die das Sprachverhalten und die Kompetenzverteilung in Katalonien bis heute prägt.
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