Masterarbeit, 2014
116 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangsbetrachtungen
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Werte: Unternehmenskultur
2.1 Begriffsbestimmung und Modelle der Unternehmenskultur
2.2 Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor
2.3 Merkmale erfolgreicher Unternehmenskulturen
3. Wertschätzung: Soziale Wertschätzung im Betrieb
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
3.2 Wirkung der Wertschätzung
3.2.1. Positive Effekte durch die Wertschätzung
3.2.1. Auswirkungen fehlender Wertschätzung
3.3 Quellen und Formen der Wertschätzung
3.4 Umgang mit Wertschätzung
4. Wertschöpfung: Leistung im Unternehmen
4.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
4.2 Sichtbarkeit der Leistung
5. Zusammenfassung der Theorie: Bedeutung für die Praxis
6. Themenverwandte Untersuchungen
6.1 DDI "Lessons for Leaders From The People Who Matter"
6.2 Gallup Engagement Index 2012
6.3 Markon-Führungskräfte-Studie
6.4 FOM Hochschule für Oekonomie & Management - Führungspraxis und Motivation
6.5 Studie: Ans Schenken denken
7. Führungskräfte als zentrales Element gelebter Wertschätzung
7.1 Zentrale Funktion der Führungskräfte
7.2 Anforderungen an die Führungskraft
7.3 Grenzen der Wertschätzung im Führungsalltag
8. Merkmale einer wertschätzenden Unternehmenskultur
8.1 Wertschätzende Kommunikation
8.1.1. Wertschätzende Kommunikation im Arbeitsalltag
8.1.2. Mitarbeitergespräche
8.2 Günstige Bedingungen am Arbeitsplatz
8.2.1. Arbeitsaufgabe
8.2.2. Arbeitsplatzgestaltung
8.3 Personalentwicklung
8.4 Wertschätzende Aufmerksamkeiten
9. Zusammenfassung und Überprüfung des konzeptionellen Rahmens
10. Qualitative Forschung
10.1 Forschungsinteresse und Gegenstand der Untersuchung
10.2 Zielgruppe
10.3 Untersuchungsmethode und Erhebung
10.4 Transkription
10.5 Auswertungsverfahren
11. Forschungsergebnisse
11.1 Implizite Wertschätzung ist wichtiger als Geld und Lob
11.2 „Das Gesamtpaket muss stimmen.“
11.3 Aufgaben für die Führungskräfte
11.4 „Als Chef muss man auch mal her kommen“
11.5 „Das sind ja nur Kleinigkeiten, die schon motivierend sind.“
11.6 Wertschätzung „mit Strukturen und klaren Aufgabenverteilungen“
11.7 „Man muss sich immer weiterentwickeln.“
11.8 Wertschätzung durch Verantwortung und Partizipation
11.9 „Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Maschinen gut im Schuss sind.“
12. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen
13. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht, wie eine wertschätzende Unternehmenskultur von Mitarbeitern in der Produktion erlebt wird und welchen Beitrag Führungskräfte zur Umsetzung leisten können, um die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu steigern.
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
In der Literatur wird der Begriff Anerkennung oftmals synonym zum Begriff der Wertschätzung verwendet. Umso wichtiger ist es für den weiteren Verlauf der Arbeit, eine Abgrenzung zwischen Anerkennung und Wertschätzung zu finden. In der ausgewählten Literatur lassen sich hierzu jedoch keine einheitlichen Aussagen finden.
Matyssek, die sich seit 2002 auf gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung und zu Wohlbefinden durch Wertschätzung bei der Arbeit spezialisiert hat, gibt folgende Abbildung zur Einordnung der Begrifflichkeiten.
Laut Matyssek ist Anerkennung die Fokussierung auf das Positive bei einer Sache/Person, Leistung und dem Einsatz und zugleich der Oberbegriff, unter dem die Wertschätzung, Lob und Dank. Neben der passiven Form der Wertschätzung als Grundbedürfnis beruht die Wertschätzung in ihrer aktiven Form auf einer wertschätzenden Haltung, die sich in einem wertschätzenden, zweckfreien Verhalten äußert. Lob und Dank sind demnach Beispiele für wertschätzendes Verhalten.
Im Gegensatz dazu sehen Rettler und Göll die Wertschätzung als Oberbegriff für die „generelle Achtung und den Respekt, der notwendig ist, um eine wertschätzende und damit für den Mitarbeiter leistungsfördernde Unternehmenskultur zu etablieren.“ Demgegenüber ist die Anerkennung ein „anlassbezogenes Instrument, um Motivation zu erhöhen und zu erhalten und Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit zu steigern.“
Wie sich zeigt, sind die Meinungen zur Abgrenzung der Begrifflichkeiten sehr konträr. Aus diesem Grund sollen zunächst die Begriffsbestimmungen für eine weitere Eingrenzung herangezogen werden.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Mitarbeiterunzufriedenheit und Skizzierung des Untersuchungszieles.
2. Werte: Unternehmenskultur: theoretische Grundlagen zu Unternehmenskulturmodellen und deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg.
3. Wertschätzung: Soziale Wertschätzung im Betrieb: Definition und Abgrenzung von Wertschätzung und Anerkennung sowie deren Wirkung auf Gesundheit und Leistung.
4. Wertschöpfung: Leistung im Unternehmen: Analyse des Leistungsbegriffs und der Problematik der Sichtbarkeit von Arbeit.
5. Zusammenfassung der Theorie: Bedeutung für die Praxis: Synthese der theoretischen Erkenntnisse als Fundament für die weitere Untersuchung.
6. Themenverwandte Untersuchungen: Kurzvorstellung relevanter Studien zur Mitarbeitermotivation und Führung.
7. Führungskräfte als zentrales Element gelebter Wertschätzung: Darstellung der Rolle von Führungskräften bei der Etablierung einer wertebasierten Kultur.
8. Merkmale einer wertschätzenden Unternehmenskultur: Identifikation konkreter Maßnahmen wie Kommunikation, Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung.
9. Zusammenfassung und Überprüfung des konzeptionellen Rahmens: Reflexion der gewonnenen theoretischen Erkenntnisse zur Vorbereitung der Empirie.
10. Qualitative Forschung: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Methodik und des Auswertungsverfahrens der Interviews.
11. Forschungsergebnisse: Präsentation und Analyse der aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse.
12. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen: Beantwortung der Forschungsfragen und Ableitung praktischer Empfehlungen.
13. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literaturquellen.
Unternehmenskultur, Wertschätzung, Wertschöpfung, Mitarbeiterführung, Führungskraft, Anerkennung, Arbeitszufriedenheit, Mitarbeitermotivation, Management by Walking Around, Arbeitsbedingungen, Personalentwicklung, qualitative Forschung, Produktionsmitarbeiter, Leistungsfähigkeit, Gesundheit.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit wirtschaftlicher Wertschöpfung und dem menschlichen Bedürfnis nach Wertschätzung in der Arbeitswelt, insbesondere in der Druckbranche.
Die Arbeit beleuchtet die Unternehmenskultur, das Konzept der Wertschätzung, die Bedeutung von Führungskräften als Kulturgestalter sowie die verschiedenen Dimensionen von Arbeitsleistung.
Ziel ist es, zu verstehen, wie Produktionsmitarbeiter Wertschätzung im Arbeitsalltag wahrnehmen und welche konkreten Beiträge Führungskräfte leisten können, um eine wertschätzende Unternehmenskultur zu etablieren.
Es handelt sich um eine qualitative empirische Untersuchung, die problemzentrierte Interviews mit Mitarbeitern aus einem Produktionsbereich durchführt und diese mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Werten, Wertschätzung und Wertschöpfung, eine Analyse aktueller Studien und eine eigene empirische Untersuchung bei der Firma XY.
Die zentralen Schlagworte umfassen Unternehmenskultur, Wertschätzung, Führung, Mitarbeitermotivation und Arbeitsgestaltung.
Die Untersuchung zeigt, dass für Produktionsmitarbeiter das „Wahrgenommenwerden“, das „Zuhören“ und das „Ernstnehmen“ von Problemen oft als stärkeres Signal von Wertschätzung empfunden wird als monetäre Anreize oder formelle Lobesbekundungen.
Sie wird als eines der effektivsten Führungsinstrumente identifiziert, da sie direkten persönlichen Kontakt ermöglicht, Probleme frühzeitig identifiziert und dem Mitarbeiter das Gefühl vermittelt, als Mensch und in seiner Arbeitswirklichkeit wahrgenommen zu werden.
Während viele bisherige Studien den Fokus auf Büroarbeitsplätze und quantitative Erhebungen legten, fokussiert diese Arbeit explizit auf die spezifischen Erfahrungen und Bedürfnisse von Mitarbeitern im Produktionsbereich durch qualitative Interviews.
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine ordnungsgemäße Instandhaltung der Maschinen ein direktes Zeichen von Wertschätzung darstellt, da sie den Arbeitsprozess entlastet und dem Mitarbeiter ermöglicht, seine Arbeit ohne unnötige Hindernisse zu verrichten.
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