Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Datenquelle
3. Vergleich der Daten
4. Das Bosman – Urteil
4.1 Wachstum der Branche
5. Einblick in die Arbeitsmarkttheorie
5.1 Annahmen der Arbeitsmarkttheorie
5.2 Bestimmung des Arbeitsangebots
5.3 Bestimmung der Arbeitsnachfrage
5.4. Monopolmärkte
6. (Un-) passende Theorieelemente
6.1 Strukturen der Spielerentlohnung im Bereich des Profisports
6.2 Eigenes Verteilungsmodell
7. Fazit
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Entwicklungen auf dem europäischen Profifußball-Transfermarkt, untersucht die Anwendbarkeit klassischer arbeitsmarkttheoretischer Modelle auf dieses spezifische Umfeld und entwickelt ein eigenes Verteilungsmodell zur Erklärung von Spieler-Verein-Allokationen.
4. Das Bosman – Urteil
Mitte der neunziger Jahre sorgte der Belgier Jean-Marc Bosman mit einer Klage auf Schadensersatz gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber (RC Lüttich) für ein Novum in der Welt des Fußballs. Der Prozess, welchen er in Gang schob, sollte weitreichende Folgen für den Profifußballerarbeitsmarkt mit sich bringen.
Mitte Dezember 1995 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass nach der Beendigung eines Vertrags, der nun ungebundene Arbeitgeber mit neuen Arbeitnehmern am Markt frei über potentielle Anstellungen verhandeln darf. Dieser Urteilspruch fiel nicht nur dem einzelnen – Bosman – zugunsten, er stellt vielmehr einen Strukturbruch des gesamten in dieser Arbeit untersuchten Arbeitsmarktes dar. Die dem Prozess vorausgegangene Ausbildungs- und Förderungsentschädigung (Ablösesumme), welche vom neuen an den alten Arbeitnehmer auch im Falle eines Vereinswechsels nach Vertragsende gezahlt werden musste wurde für ungültig befunden und folglich abgeschafft. Neben dem Wegfall der Ablösesummen, entschied der EuGH die vorher von der UEFA festgelegte Ausländerregelung – welche den Einsatz von bis zu fünf Ausländern pro Mannschaft zuließ – ebenfalls für nichtig. Im Folgenden stieg die Verhandlungsmacht bezüglich der Zahlung von Handgeldern und Gehältern der einzelnen Spieler gegenüber ihren Arbeitgebern deutlich.
Auch die Ausländerverteilung innerhalb des europäischen Fußballs bekam eine neue Dynamik. So hatten 19 Prozent aller aktiven Bundesligaprofis in der Saison 1995/96 keinen deutschen Pass. Binnen zehn Jahren stieg dieser Anteil auf 49,7 Prozent. Stellvertretend für diesen Verlauf sorgte Energie Cottbus im Jahr 2001 für eine Neuheit. Der Verein aus Ostdeutschland stellte elf Ausländer auf den Platz.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Profifußballs und definiert die Forschungsfrage nach der Entwicklung des Transfermarkts sowie der Anwendbarkeit klassischer Modelle.
2. Datenquelle: In diesem Kapitel werden die verwendeten Datenquellen, insbesondere transfermarkt.de, und die methodische Vorgehensweise bei der vergleichenden Analyse der fünf marktwertstärksten europäischen Ligen erläutert.
3. Vergleich der Daten: Dieser Abschnitt führt einen detaillierten tabellarischen Vergleich der Transfermarktwerte über eine Dekade durch und analysiert die prozentualen Wachstumsraten der verschiedenen europäischen Ligen.
4. Das Bosman – Urteil: Das Kapitel analysiert das historische Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 1995 und dessen fundamentale Auswirkungen auf die Vertragsfreiheit und die Verhandlungsmacht von Spielern im Profifußball.
4.1 Wachstum der Branche: Hier wird der Zusammenhang zwischen steigenden Medieneinnahmen und der allgemeinen Marktentwicklung im Profisport diskutiert.
5. Einblick in die Arbeitsmarkttheorie: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Arbeitsmarktes für Profifußballer anhand des neoklassischen Modells und der allgemeinen Gleichgewichtstheorie.
5.1 Annahmen der Arbeitsmarkttheorie: Darstellung der Prämissen des neoklassischen Arbeitsmarktmodells, wie Markttransparenz und Homogenität der Arbeit.
5.2 Bestimmung des Arbeitsangebots: Analyse des Arbeitsangebots von Profisportlern basierend auf der Nutzentheorie und dem Marginalprinzip.
5.3 Bestimmung der Arbeitsnachfrage: Untersuchung der Nachfrageseite durch Vereine, verknüpft mit dem Gewinnmaximierungskalkül.
5.4. Monopolmärkte: Erörterung der monopolistischen Strukturen der Sportindustrie und der Anpassung der Gewinnfunktion für Monopolisten.
6. (Un-) passende Theorieelemente: Dieses Kapitel vergleicht den theoretischen Modellrahmen mit der praktischen Lohnstruktur im Profifußball und identifiziert Diskrepanzen.
6.1 Strukturen der Spielerentlohnung im Bereich des Profisports: Analyse der Gehaltsentwicklung, unter anderem durch den Vergleich mit amerikanischen Major Leagues.
6.2 Eigenes Verteilungsmodell: Vorstellung eines selbst entwickelten spieltheoretischen Modells zur Verteilung von Spielern auf Vereine unter Nash-Gleichgewichts-Bedingungen.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Bestätigung des anhaltenden Marktwachstums und Reflexion über die Bedeutung von Talentausbildung für kleinere Vereine.
Profifußball, Transfermarkt, Arbeitsmarkttheorie, Bosman-Urteil, Marktwert, Spielergehälter, Spieltheorie, Nash-Gleichgewicht, Medienrechte, Vermarktung, Sportökonomie, Fußballvereine, Spielerallokation, Verhandlungsmacht, Gewinnmaximierung.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Strukturen und die Entwicklung des europäischen Profifußball-Transfermarkts über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Die zentralen Felder sind die historische Marktentwicklung, die Anwendung neoklassischer Arbeitsmarkttheorien auf den Sport sowie die spieltheoretische Modellierung von Transferentscheidungen.
Die Forschungsfrage lautet: Wie hat sich der Transfermarkt entwickelt und warum? Zudem wird untersucht, inwieweit der Profifußballmarkt als klassischer Arbeitsmarkt betrachtet werden kann und welche alternativen Modellierungen nötig sind.
Die Autorin kombiniert eine deskriptive Datenanalyse der Marktwerte mit einem theoretischen Vergleich neoklassischer Ansätze und der Entwicklung eines eigenen spieltheoretischen Verteilungsmodells.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Marktwachstumsfaktoren, eine theoretische Abgrenzung der Arbeitsmarkttheorie und eine detaillierte Modellierung der Spieler-Verein-Allokation mittels Nash-Strategien.
Wichtige Begriffe sind Transfermarkt, Arbeitsmarkttheorie, Nash-Gleichgewicht, Bosman-Urteil und Sportökonomie.
Das Urteil wird als entscheidender Strukturbruch analysiert, der die Ablösesummenregelung abschaffte und die Verhandlungsmacht der Spieler gegenüber den Vereinen maßgeblich stärkte.
Es handelt sich um ein spieltheoretisches Modell, das zeigt, wie sich Vereine und Spieler im Konkurrenzkampf um Positionen verhalten und unter welchen Bedingungen ein stabiles Nash-Gleichgewicht bei der Allokation von Talenten erreicht wird.
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