Diplomarbeit, 2001
72 Seiten, Note: 1,3
TEIL I: EINLEITUNG
1 PROBLEMSTELLUNG
2 ZIEL DER ARBEIT
3 AUFBAU DER ARBEIT
TEIL II: TECHNISCHE GRUNDLAGEN
1 INTELLIGENTE NETZE
1.1 Einführung
1.2 Konzept Intelligenter Netze
1.3 Rollen im Intelligenten Netz
1.4 Dienste im Intelligenten Netz
2 GSM
2.1 Einführung
2.2 Netzarchitektur von GSM
2.3 Authentifizierung des Teilnehmers
3 INTERNET
3.1 Einführung
3.2 Netzstrukturen
TEIL III: PRIVATHEIT
1 EINFÜHRUNG
2 BEGRIFFSBESTIMMUNG
3 PRIVACY
4 DEFINITION VON PRIVATHEIT IM SINNE DIESER ARBEIT
5 ZUSTÄNDE VON PRIVATHEIT
6 KRITERIEN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER ZAHLUNGSSYSTEME AUF IHRE PRIVATHEIT
7 VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN DER DATEN DER ZAHLUNG
8 DATENSCHUTZBESTIMMUNGEN
8.1 Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BSDG)
8.2 Bestimmungen für den Datenschutz im Bereich der Telekommunikation
8.3 Defizite in der Umsetzung von Datenschutzbestimmungen
TEIL IV: ZAHLUNGSSYSTEME IN TELEKOMMUNIKATIONSNETZEN
1 EINFÜHRUNG
1.1 Geld als Grundlage der heutigen Zahlungssysteme
1.2 Kategorisierung der Zahlungssysteme
1.3 Lastschriftverfahren
1.4 Definition Ecommerce
2 AUSWAHL DER ZAHLUNGSSYSTEME
3 KREDITKARTENBASIERTE ZAHLUNG
3.1 Einführung
3.2 Ablauf einer Kreditkartenbasierten Zahlung mittels SSL Verschlüsselung
3.3 Datenfluß bei der Zahlung mittels Kreditkarte
4 PAYBOX - INITIIERUNG DER ZAHLUNG PER MOBILTELEFON
4.1 Einführung
4.2 Ablauf der Zahlung
4.3 Datenfluß bei der Zahlung mittels Paybox
5 ZAHLUNG PER TELEFONRECHNUNG DURCH DAS INTELLIGENTE NETZ
5.1 Zahlungsfunktion des Intelligenten Netzes
5.2 Datenfluß bei der Zahlung im IN
6 ZAHLUNG IM INTERNET DURCH NUTZUNG DES IN
6.1 Zusammenarbeit von IN und Internet
6.2 Datenfluß bei der Zahlung im IN
7 BEWERTUNG DER ZAHLUNGSSYSTEME NACH IHRER PRIVATHEIT
7.1 Kreditkarte
7.2 Paybox
7.3 Bezahlung mit Hilfe des Intelligenten Netzes
7.4 Bezahlung mit Hilfe des Intelligenten Netzes im Internet
TEIL V: ZUSAMMENFASSUNG
Ziel der Arbeit ist es, digitale Zahlungssysteme in Telekommunikationsnetzen unter dem Aspekt der Privatsphäre zu bewerten und Verbrauchern als Entscheidungshilfe bei der Wahl eines Zahlungsmittels zu dienen.
1 Problemstellung
"Wenn ich bedenke, welches Mißtrauen Anfang der achtziger Jahre gegen die Volkszählung bestand, müßte es heute einen Aufschrei der Empörung geben" konstatierte bereits 1995 der Hamburger Datenschutzbeauftragte Hermann Schraden angesichts der enormen Datenmengen, die Unternehmen über Privatpersonen ansammeln. Ein Beispiel ist die Schober Direktmarketing GmbH, die sich darauf spezialisiert hat, flächendeckend alle deutschen Immobilien anzuschauen und nach bestimmten Kriterien zu klassifizieren (z.B. Zustand, Garten, Lage). Diese Informationen verkauft das Unternehmen legal weiter, für 25 Pf. je Adresse.
Ihr Wert besteht darin, daß sich anhand dieser Informationen leicht Rückschlüsse auf die Vermögensverhältnisse und einiger der Bedürfnisse der Bewohner ziehen lassen. Dadurch können Vorurteile gegenüber Kunden entstehen, sobald diese ihre Adresse einem Unternehmen preisgeben.
Die Informationen der Schober Direktmarketing GmbH sowie "rund 1 Mrd. weitere Informationen" nutzt wiederum die Informa GmbH um Personen eine Scoring-Punktezahl zu geben, anhand derer Versicherungsunternehmen die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen durch die betreffende Person einschätzen können.
Der Wert, den persönliche Daten von (potentiellen) Kunden für Unternehmen darstellen, wird von mehr und mehr Unternehmen erkannt und dementsprechend wird mit immer raffinierteren Methoden versucht, an diese Daten heranzukommen.
TEIL I: EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Erfassung persönlicher Daten durch Unternehmen und definiert das Ziel, Zahlungssysteme auf ihre Privatsphäre-freundlichkeit hin zu prüfen.
TEIL II: TECHNISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweisen und Rollenverteilungen in intelligenten Netzen, GSM-Mobilfunknetzen und dem Internet als technische Infrastrukturen für Bezahlvorgänge.
TEIL III: PRIVATHEIT: Hier wird der Begriff der Privatsphäre theoretisch hergeleitet, definiert und in verschiedene Zustände unterteilt, um eine Basis für die spätere Bewertung zu schaffen.
TEIL IV: ZAHLUNGSSYSTEME IN TELEKOMMUNIKATIONSNETZEN: In diesem Hauptteil werden konkrete Verfahren wie Kreditkartenzahlung, Paybox und Zahlungen über das intelligente Netz analysiert und deren Datenflüsse detailliert dargestellt.
TEIL V: ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer organisatorischen Datentrennung zur Wahrung der Privatsphäre bei digitalen Zahlungen.
Privatheit, Datenschutz, Intelligente Netze, Zahlungssysteme, Kreditkarte, Paybox, Ecommerce, Datensparsamkeit, Netzarchitektur, Scoring-Verfahren, Telekommunikation, Datenfluss, Anonymität, Nutzerprofile, Verbraucherschutz.
Die Arbeit untersucht, inwieweit verschiedene digitale Zahlungssysteme in Telekommunikationsnetzen die Privatsphäre der Nutzer respektieren und welche Daten dabei erhoben werden.
Die zentralen Felder sind die Funktionsweise von Telekommunikationsnetzen, soziologische Konzepte von Privatsphäre sowie die Analyse von Datenflüssen bei Bezahlvorgängen.
Ziel ist die Bereitstellung einer Bewertungsgrundlage für Verbraucher, um bei der Wahl eines Zahlungssystems Aspekte der Privatsphäre und Datensparsamkeit fundiert berücksichtigen zu können.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, bei der technische Datenflüsse mit datenschutzrechtlichen und soziologischen Definitionen von Privatsphäre abgeglichen werden.
Der Hauptteil analysiert spezifische Systeme wie Kreditkarten, Paybox und Telefonrechnungs-Bezahlsysteme hinsichtlich der beteiligten Akteure und der dabei anfallenden personenbezogenen Daten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Datensparsamkeit, digitale Zahlungssysteme, Intelligente Netze (IN) und Privatsphäre-Analyse charakterisiert.
Die Kreditkarte schneidet aufgrund der hohen Anzahl beteiligter Stellen und der weitreichenden Datenspeicherung schlechter ab, während Paybox durch die Vermeidung der Übermittlung von Kaufinformationen an den Händler Vorteile bietet.
Sie ermöglichen eine flexible Abrechnung von Diensten direkt über die Telefonrechnung und bieten unter Umständen ein höheres Maß an Anonymität durch die Nutzung von Rufnummern anstelle klassischer Bankdaten.
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