Bachelorarbeit, 2015
42 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Klassifikation der arabischen Sprache
3. Arabische Graphematik und Phonetik
3.1. Die arabischen Grapheme
3.2. Artikulationsarten und Artikulationsorte einiger arabischer Konsonanten
4. Geschichte des Sprachkontaktes zwischen Frankreich und dem Orient
4.1. Früher Einfluss ab dem Hochmittelalter
4.2. Direkte Kontakte in der Neuzeit
4.3. Die sprachlichen Folgen
5. Gesprächsanalyse
5. 1. Methodologie
5. 2. Gesprächsanalyse 1
5.3. Gesprächsanalyse 2
5.4. Gesprächsanalyse 3
6. Konklusion
7. Bibliographie
8. Anhang
8. 1. Transkription der Gesprächsanalysen
8.1.1. Transkription 1: Hachim H.
8.1.2. Transkription 2: Kenza Ait M.
8.1.3. Transkription 3: Unbekannter Proband
8.2. Guidelines für die Gesprächsanalysen
8.3. Liste der arabischen Buchstaben (Ineichen 1997)
Die Arbeit untersucht den Einfluss der arabischen Sprache auf das français parlé in Saint-Denis (Paris), mit dem Ziel, die Sprachkontaktphänomene bei Bewohnern des Vororts zu analysieren und nachzuweisen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit arabisch-französischer Sprachkontakt in der gesprochenen Alltagssprache erkennbar ist.
5. 2. Gesprächsanalyse 1
Der erste Sprecher, der interviewt wurde, heißt Hachim H., kommt aus dem Libanon, ist 33 Jahre alt und lebt bereits seit 13 Jahren in Saint-Denis. Im Libanon lernte er Französisch weder als Fremd- noch als Zweitsprache, sondern hat sich seine Sprachkenntnisse während seines langjährigen Lebens in Frankreich angeeignet. Seine Frau ist Französin und für seine beiden Kinder ist das Französische ebenfalls Muttersprache.
Beim Betrachten der Äußerungen des ersten Probanden zeigen sich linguistisch sehr interessante Phänomene. Der Sprecher beherrscht sowohl das Französische als auch das Arabische und kann sich folglich in beiden Sprachen ausdrücken. Beim Betrachten der phonetischen Transkription wird deutlich, dass das Arabische sehr oft anstelle des Französischen benutzt wird. Dieses Phänomen nennt man Code-Switching und darunter versteht man, dass ein mehrsprachiger Sprecher zwischen zwei ihm bekannten Sprachen wechselt. Man unterscheidet hierbei zwischen intersentialem Code-Switching, d.h., dass der Sprecher die Sprache von Satz zu Satz wechselt und intrasentialem Code-Switching, d.h., dass der Sprecher innerhalb eines Satzes mehrere Sprachen benutzt.
1. Einführung: Vorstellung des Themas, der persönlichen Motivation für die Untersuchung sowie der Relevanz des Sprachkontakts zwischen Arabisch und Französisch in Saint-Denis.
2. Klassifikation der arabischen Sprache: Erläuterung der Bedeutung des Arabischen als "Sprache des Islam" und als semitische Sprache sowie Diskussion des Begriffs der Diglossie.
3. Arabische Graphematik und Phonetik: Grundlagen der arabischen Schrift und Lautlehre, inklusive der Artikulationsarten und -orte, die sich vom Französischen unterscheiden.
4. Geschichte des Sprachkontaktes zwischen Frankreich und dem Orient: Historischer Abriss des Sprachkontakts von den Kreuzzügen bis zur Kolonialisierung und die daraus resultierende Integration von Arabismen.
5. Gesprächsanalyse: Der Hauptteil der Arbeit, in dem durch empirische Interviews mit drei Probanden die Mechanismen des Code-Switching und linguistische Adaptionen untersucht werden.
6. Konklusion: Fazit der Untersuchung, das den starken Sprachkontakt bekräftigt und die Identitätsstiftende Funktion der Sprachmischung zusammenfasst.
Sprachkontakt, Arabisch, Französisch, Saint-Denis, Code-Switching, Migrationshintergrund, Diglossie, Semitische Sprachen, Arabismen, Linguistik, Phonetik, Morphologie, Syntax, Mehrsprachigkeit, Identität.
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse des Einflusses der arabischen Sprache auf das gesprochene Französisch (français parlé) in der französischen Vorstadt Saint-Denis.
Zentrale Themen sind Sprachkontakt, Code-Switching, die historische Entwicklung der Arabismen im Französischen sowie phonetische und morpho-syntaktische Anpassungsprozesse bei bilingualen Sprechern.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie und in welcher Form der Sprachkontakt zwischen Arabisch und Französisch das Alltagsfranzösisch der Bewohner von Saint-Denis beeinflusst.
Die Autorin führt eine empirische Analyse durch, basierend auf phonetischen Transkriptionen von drei durchgeführten Gesprächen mit Bewohnern von Saint-Denis, die anschließend linguistisch ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden neben einer theoretischen Klassifikation des Arabischen und der Geschichte des Sprachkontakts drei Fallbeispiele durch detaillierte Gesprächsanalysen (Transkripte) ausgewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachkontakt, Code-Switching, Migration, Diglossie und arabisch-französische Mehrsprachigkeit charakterisiert.
Die Probanden unterscheiden sich in Alter, Bildungshintergrund und Migrationsgeschichte, was zu unterschiedlichen Formen des Code-Switching führt, von rein intrasentialem bis hin zu intersentialem Wechsel.
Die Analyse zeigt, dass religiöse Begriffe und feststehende Phrasen oft als Ausdruck der Identität verwendet werden und sich Arabismen durch religiöse Konnotationen im französischen Alltag etabliert haben.
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