Bachelorarbeit, 2017
33 Seiten, Note: 1,3
1.) Einleitung
2.) Begriffsdefinitionen und theoretische Einführung
2.1) Profession, Professionalisierung und Professionalität
2.2) Die Erwachsenenbildung und ihr Personal
3.) Erwachsenenpädagogische Professionalität und Organisation
3.1) Dimensionen erwachsenenpädagogischer Professionalität
3.2) Organisieren – eine (pädagogische) Begriffsdefinition
3.3) Zur Trennung von Profession und Organisation
4.) Organisieren und Planen als Dimension von erwachsenenpädagogischer Professionalität
4.1) Professionelles Organisieren – eine Zusammenführung der Begriffe Organisieren und Planen
5.) Die Bedeutung von professionellem Organisieren im Verständnis von erwachsenenpädagogischer Professionalität
6.) Fazit und Ausblick auf die Professionalitätsentwicklung in der Erwachsenenbildung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Bedeutung die Dimension des Organisierens im Verständnis von erwachsenenpädagogischer Professionalität einnimmt, und hinterfragt dabei die im wissenschaftlichen Diskurs traditionell postulierte Trennung von Profession und Organisation.
3.2) Organisieren – eine (pädagogische) Begriffsdefinition
In den erziehungswissenschaftlichen Diskursen finden Begriffe wie ‚Organisieren‘ kaum Bedeutung und wenn, dann werden sie nicht als klassische Grundbegriffe der Erziehungswissenschaften behandelt (vgl. Feld/Seitter, 2016, S. 67). Feld und Seitter arbeiten für die erziehungswissenschaftliche Sichtweise vier unterschiedliche Begriffsvarianten von Organisieren heraus: Abspaltung, Invisibilisierung, Delegation und Generalisierung. Sie erläutern: Organisieren wird zunächst als ein Gegenbegriff des ‚Eigentlichen‘ des Pädagogischen verstanden und damit häufig mit Verwaltungsarbeit verknüpft (Abspaltung). Weiterhin findet Organisieren in der Erziehungswissenschaft als notwendige Tätigkeit zwar Erwähnung, sie ist aber nicht wirklich als inkorporierte Handlungsform sichtbar und kann nicht weiter spezifiziert bzw. pädagogisch ausgelegt werden (Invisibilisierung). Hinzukommend gilt Organisieren nicht als ein eigenständiger, pädagogisch auszulegender Begriff, sodass Organisieren auf Begrifflichkeiten, wie Verwalten, Planen, Gestalten, Arrangieren und Managen delegiert wird (Delegation). Zuletzt wird Organisieren zwar als ein Oberbegriff benutzt, jedoch sofort mit anderen (Tätigkeits-)Begriffen gleichgesetzt und umschrieben (Generalisierung).
In diesem Sinne sprechen Feld und Seitter (2016) auch von einem allgemeinen Begriff des ‚Organisierens‘ der sich auf die Organisationsebene von pädagogisch Tätigen bezieht. Grundsätzlich definieren sie Organisieren als das Aufgliedern und Zusammenführen von Einzelhandlungen, die das Ziel haben, effektive und effiziente Arbeitsprozesse zu realisieren (vgl. ebd. S. 63). „Es handelt sich somit um eine Tätigkeit der Ermöglichung, bei der es darum geht, Dinge, Menschen oder Handlungen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, für den richtigen Zweck zur Verfügung zu haben“ (ebd. S. 63).
In den Wirtschaftswissenschaften werden organisationale Prozesse als eine Funktion des Managements zur effektiven und effizienten Zielerreichung betrachtet (vgl. Vahs, 2012, S. 20ff.). Dabei differenziert sich das Organisieren in zwei zielgerichtete Tätigkeitsbereiche: Organisieren als Strukturtechnik und Organisieren als Managementaufgabe. „Bei den strukturtechnischen Ansätzen geht es um die Aufteilung einer Organisation in unterschiedliche Arbeitseinheiten und um die entsprechende (sinnvolle) Neu-Verbindung. Beim Organisieren als Managementaufgabe geht es dagegen um die allgemeine
1.) Einleitung: Die Arbeit thematisiert den stetigen Strukturwandel in der Erwachsenenbildung und die daraus resultierende Notwendigkeit, professionelle Kompetenzen des Personals weiterzuentwickeln, wobei der Fokus auf der Rolle der organisatorischen Handlungsdimension liegt.
2.) Begriffsdefinitionen und theoretische Einführung: Es erfolgt eine begriffliche Differenzierung von Profession, Professionalisierung und Professionalität, eingebettet in den Kontext der heterogenen Beschäftigungsverhältnisse in der Erwachsenenbildung.
3.) Erwachsenenpädagogische Professionalität und Organisation: Dieses Kapitel beleuchtet die traditionelle Trennung von Profession und Organisation im Diskurs und untersucht erste Ansätze zur pädagogischen Spezifizierung des Begriffs „Organisieren“.
4.) Organisieren und Planen als Dimension von erwachsenenpädagogischer Professionalität: Hier werden die Begriffe Organisieren und Planen theoretisch zusammengeführt, um sie als notwendige Ergänzung zum pädagogisch-didaktischen Handeln zu begründen.
5.) Die Bedeutung von professionellem Organisieren im Verständnis von erwachsenenpädagogischer Professionalität: Das Kapitel diskutiert, inwiefern professionelles Organisieren als Handlungsdimension zur Symbiose von Profession und Organisation beitragen kann.
6.) Fazit und Ausblick auf die Professionalitätsentwicklung in der Erwachsenenbildung: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit, ein erweitertes Konzept der Professionalität zu entwickeln, das organisatorische Tätigkeiten explizit als professionelle Handlungsdimensionen integriert.
Erwachsenenbildung, Professionalität, Professionalisierung, Profession, Organisieren, Planen, Organisation, pädagogisches Handeln, situative Handlungskompetenz, Strukturwandel, Weiterbildung, Organisationspädagogik, Kompetenzentwicklung, Handlungsdimension, Qualifizierung
Die Arbeit befasst sich mit der Professionalitätsentwicklung von Erwachsenenbildnern und hinterfragt kritisch, warum organisatorische Aufgaben im wissenschaftlichen Verständnis oft von der eigentlichen pädagogischen Profession getrennt werden.
Die zentralen Themen sind das Verständnis von Profession und Professionalität in der Erwachsenenbildung, die Bedeutung von Organisation für pädagogisches Handeln sowie die pädagogische Spezifizierung der Begriffe Organisieren und Planen.
Das Ziel ist es, das „professionelle Organisieren“ als relevante Handlungsdimension in den Diskurs über erwachsenenpädagogische Professionalität aufzunehmen und so die künstliche Trennung von Profession und Organisation aufzuheben.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und die Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen aus Erziehungswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften, um Begriffe neu zu definieren und zu verknüpfen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Professionalität, stellt die Rolle des Personals in der Erwachsenenbildung dar und leitet aus bestehenden Diskursen eine neue, integrierte Sichtweise auf das professionelle Organisieren ab.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erwachsenenbildung, Professionalität, professionelles Organisieren, Organisation, pädagogisches Handeln und situative Handlungskompetenz geprägt.
Der Diskurs trennt diese Bereiche, da er von unterschiedlichen Handlungslogiken ausgeht: während pädagogisches Handeln fallbezogen und situativ ist, wird Organisation häufig mit standardisierten Abläufen und bürokratischer Routine assoziiert.
Professionelles Organisieren wird nicht als rein administrative Aufgabe verstanden, sondern als eine dynamische, zielorientierte Prozessgestaltung, die direkt der Qualitätssicherung pädagogischer Lehr-Lern-Settings dient.
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