Masterarbeit, 2016
75 Seiten, Note: 3
1. EINLEITUNG
1.1 Zielsetzungen und Forschungsfragen
1.2 Aufbau der Arbeit
2. BEGRIFFE
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Behinderungsbegriff
2.1.2 Behindertenpädagogik
2.1.3 Sonderpädagogik
2.1.4 „Soziales Lernen“
2.2 Merkmale ausgewählter Behinderungsarten
2.2.1 Geistigbehinderte
2.2.2 Lernbehinderte
2.2.3 Verhaltensgestörte
2.3 Schwierigkeiten bei der sozialen Integration
2.3.1 Aggression
2.3.2 Trotz
2.3.3 Lügen
2.3.4 Stören des Unterrichts
2.3.5 Autismus
3. UNTERRICHTSMETHODEN
3.1 Grundbegriffe der Unterrichtsmethodik
3.2 Ein Strukturmodell methodischen Handelns
4. ENTWICKLUNG DER FRAGESTELLUNG
5. METHODEN
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Untersuchungsteilnehmer
5.1.2 Auswahl der Forschungsmethode
5.1.3 Beschreibung der Forschungsmethode „teilnehmende Beobachtung“
5.2 Untersuchungsschritte
5.2.1 Durchführung der teilnehmenden Beobachtung
6. ERGEBNISSE
6.1 Auswertung der teilnehmenden Beobachtung
7. DISKUSSION
8. FAZIT/ AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht Entwicklungsprozesse von beeinträchtigten Kindern in einer Förderschule unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozialen und kognitiven Fähigkeiten. Das primäre Forschungsziel besteht darin, mittels qualitativer Forschungsmethoden – konkret der teilnehmenden Beobachtung – zu analysieren, wie diese Kinder im Unterricht agieren, welche Schwierigkeiten bei der sozialen Integration auftreten und wie diese durch geeignete pädagogische Interventionen und Unterrichtsmethoden gefördert werden können.
2.3.4 Stören des Unterrichts
Die Komplexität des Themengebietes „Unterrichtsstörung“ zeigt sich bereits in der Suche nach einer Definition. Was ist eine Unterrichtsstörung und wo genau fängt Unterrichtsstörung an? Das Geräusch eines heruntergefallenen Lineals wird von der einen Lehrkraft bewusst oder unbewusst ignoriert, während dies für die andere Lehrkraft eine Provokation und somit eine Unterrichtsstörung darstellt. An dieser Stelle wird deutlich, dass Unterrichtsstörung eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und Bewertung der beteiligten Personen ist. Eine am meisten verbreitete Begriffsbestimmung ist durch Winkel (2005) gegeben: „Eine Unterrichtsstörung liegt dann vor, wenn Unterricht gestört ist, d.h. wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird“ (S. 29). Diese Definition wird von Biller (1979) weiter aufgegriffen: „alles, was den Prozess oder das Beziehungsgefüge von Unterrichtsstörungen unterbricht oder unterbrechen [...] könnte“ (S. 28). Ortner und Ortner (1993) sind der gleichen Ansicht wie Biller und ergänzen: „Auf das Verhalten eines Schülers bezogen betrifft Stören des Unterrichts alle Aktionen und Reaktionen, mit denen dieser bewusst über schulische Normen und Regeln hinwegsetzt“ (S. 135). Das Störverhalten des Schülers oder der Schülerin richtet sich dabei gegen die Lehrkraft, den Mitschüler / die Mitschülerin oder gegen den Unterrichtsverlauf. Es gibt zahlreiche Formen von Unterrichtsstörungen wie Lernverweigerung, Passivität, Disziplinstörungen oder akustische und visuelle Dauerstörungen (vgl. ebd.). Mögliche Beispiele für Unterrichtsstörungen werden im Folgenden aufgelistet (vgl. Ortner/ Ortner 1993: 135):
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Inklusion und sonderpädagogischer Förderung und motiviert die Arbeit durch das Projekt „Soziales Lernen“ an einer Förderschule.
2. BEGRIFFE: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe der Behinderten- und Sonderpädagogik sowie Merkmale spezifischer Behinderungen und Herausforderungen bei der sozialen Integration.
3. UNTERRICHTSMETHODEN: Hier werden theoretische Grundlagen methodischen Handelns erläutert und ein Strukturmodell vorgestellt, das die Planung und Gestaltung von Unterrichtsprozessen unterstützt.
4. ENTWICKLUNG DER FRAGESTELLUNG: Auf Basis der Theorie wird die zentrale Forschungsfrage konkretisiert, die als Leitfaden für den darauffolgenden empirischen Teil dient.
5. METHODEN: Dieses Kapitel definiert das qualitative Forschungsdesign der teilnehmenden Beobachtung und beschreibt die Auswahl der untersuchten Kinder sowie das konkrete Vorgehen.
6. ERGEBNISSE: Hier werden die durch teilnehmende Beobachtung gewonnenen Daten ausgewertet, wobei der Fokus auf dem Arbeits- und Sozialverhalten der beobachteten Kinder liegt.
7. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den Kontext der theoretischen Annahmen sowie der praktischen Relevanz für den Förderschulalltag gesetzt.
8. FAZIT/ AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung individueller Förderung sowie einer wertschätzenden Lehrkraft-Schüler-Interaktion.
Sonderpädagogik, Behinderungsbegriff, soziale Integration, Unterrichtsstörung, teilnehmende Beobachtung, Förderschule, Soziales Lernen, Grounded Theory, Lernbehinderung, Geistige Behinderung, Autismus, Verhaltensstörung, Inklusion, pädagogische Förderung, Unterrichtsmethodik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Entwicklungsprozessen von Kindern mit Behinderungen an einer Förderschule, insbesondere im Hinblick auf deren kognitive und soziale Fähigkeiten.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen der Sonderpädagogik, die Charakteristika spezifischer Behinderungsarten sowie die Analyse von Unterrichtsmethoden zur Förderung dieser Kinder.
Ziel ist es, durch eine qualitative Untersuchung (teilnehmende Beobachtung) Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich beeinträchtigte Kinder sozial und kognitiv entwickeln und wie diese Prozesse schulisch unterstützt werden können.
Es wird eine qualitative Forschungsmethode angewandt, primär die teilnehmende Beobachtung, deren Daten mittels der Grounded Theory ausgewertet werden.
Der theoretische Teil umfasst die Klärung von Behinderungsbegriffen, die Beschreibung von Störbildern wie Aggression, Trotz oder Autismus sowie die Darstellung didaktischer Modelle für den Unterricht.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sonderpädagogik, soziale Integration, Unterrichtsstörung, teilnehmende Beobachtung und Förderschulwesen.
Das Konzept wird als praktischer Rahmen beschrieben, um Kindern soziale Fertigkeiten zu vermitteln und ein positives Klassenklima durch gezielte Interventionen und Regeln zu fördern.
Die Arbeit vergleicht individuell die Verhaltensweisen von Kindern mit unterschiedlichen Diagnosen (z.B. Down-Syndrom, Autismus) und analysiert, wie diese ihre jeweilige Umwelt und den Unterricht wahrnehmen und bewältigen.
Die Autorin betont, dass Lehrkräfte eine zentrale Vorbildfunktion innehaben und durch Sensibilität sowie individuelle Zuwendung wesentlich zur Förderung sozialer und kognitiver Potenziale beitragen können.
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