Bachelorarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen des discontinuous Galerkin Verfahrens
2.1 Kernelemente am Beispiel der skalaren Advektionsgleichung
2.2 Erweiterung auf den nichtlinearen, nichtskalaren Fall
2.3 Implementierung
2.4 Erste Anwendungen und Analyse
3 Modifikationen für den nichtlinearen Fall
3.1 Kurzer Exkurs zu Erhaltungsgleichungen
3.2 Das nichtlineare Schema
3.3 Einführung zum Limiting
3.4 Umsetzung für die eindimensionalen Eulergleichungen
3.5 Anwendung
4 Fortgeschrittenes Limiting
4.1 Limiting in charakteristischen Variablen
4.2 Positivitätslimiter
5 Schluss
Die Arbeit befasst sich mit der numerischen Lösung hyperbolischer Differentialgleichungen, insbesondere der Eulergleichungen, mittels der discontinuous Galerkin Methode. Das Ziel ist es, durch den Einsatz verschiedener Limiter die Stabilität und Genauigkeit bei unstetigen Lösungen (Schocks) zu verbessern, ohne die Konvergenzordnung zu beeinträchtigen.
3.1 Kurzer Exkurs zu Erhaltungsgleichungen
Wir betrachten nachfolgende Gleichung in Erhaltungsform ∂u ∂t + ∂f(u) ∂x = 0, x ∈ [L, R] = Ω, t ≥ 0, u(x, 0) = u0(x), wobei f(u) die als konvex angenommene Fluss-Funktion ist. Wie zuvor sollen die Randbedingungen an dem Bereich vorgegeben sein, wo der Fluss eintritt. Wir haben hiermit eine skalare Erhaltungsgleichung, da folgende Bedingung erfüllt ist d dt b a u(x)dx = f(u(a)) − f(u(b)). (3.1)
Diese Identität zwischen der zeitlichen Änderung des Raumintegrals und der Differenz zwischen eintretendem und austretendem Fluss ist von fundamentaler Bedeutung innerhalb der Physik. Zahlreiche Größen, wie Masse, Ladung, Wärme etc., können dadurch beschrieben werden. Auch unsere Eulergleichungen sind Erhaltungsgleichungen.
Bisher haben wir einen linearen Fluss f = au betrachtet. Für diesen lässt sich mittels der Methode der Charakteristiken zeigen, dass die Lösung dann glatt ist, wenn dies auch für die Anfangsbedingung der Fall ist (siehe auch [17]).
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Notwendigkeit numerischer Simulationen in der Physik und führt die Eulergleichungen als zentrale hyperbolische partielle Differentialgleichungen ein.
2 Grundlagen des discontinuous Galerkin Verfahrens: Dieses Kapitel erläutert die mathematische Struktur des DG-Verfahrens anhand der Advektionsgleichung und diskutiert die numerische Implementierung.
3 Modifikationen für den nichtlinearen Fall: Hier wird das Verfahren auf nichtlineare Probleme erweitert, wobei der Fokus auf dem Umgang mit Unstetigkeiten mittels Limiting-Techniken liegt.
4 Fortgeschrittenes Limiting: Dieses Kapitel vertieft das Thema Limiting durch die Einführung von charakteristischen Variablen und Positivitätslimitern zur Stabilisierung der Simulation.
5 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf potenzielle Erweiterungen, wie die Parallelisierung und höhere Dimensionen.
discontinuous Galerkin, Eulergleichungen, hyperbolische Differentialgleichungen, numerische Simulation, Limiting, TVD-Limiter, TVB-Limiter, Positivitätslimiter, Konvergenzordnung, Stabilität, Sod-Problem, Shu-Osher-Problem, Erhaltungsgleichungen, Charakteristische Variablen, Finite-Volumen-Verfahren
Die Arbeit behandelt die numerische Simulation von physikalischen Strömungsproblemen mittels der discontinuous Galerkin Methode.
Die Schwerpunkte liegen auf der Stabilitätsanalyse, der Erhaltungseigenschaft, der Implementierung numerischer Flussfunktionen und der Anwendung spezieller Limiter bei Schockwellen.
Das Ziel ist die Stabilisierung der numerischen DG-Lösung für nichtlineare Eulergleichungen unter Beibehaltung hoher Konvergenzordnung, besonders wenn Unstetigkeiten auftreten.
Es wird die discontinuous Galerkin Methode (DG-Methode) verwendet, ergänzt durch verschiedene TVD-, TVB- und Positivitätslimiter sowie Runge-Kutta-Zeitintegration.
Der Hauptteil umfasst die mathematische Herleitung des Verfahrens, die Implementierung in Matlab sowie die Analyse an Testbeispielen wie dem Sod-Problem und dem Shu-Osher-Problem.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie discontinuous Galerkin, Eulergleichungen, Limiting, Stabilität und Konvergenzordnung geprägt.
Ohne Limiting führen Oszillationen bei Unstetigkeiten zu unphysikalischen Werten für Dichte oder Druck, was den Zusammenbruch der gesamten Simulation zur Folge haben kann.
Er garantiert, dass physikalische Größen wie Druck und Dichte stets positiv bleiben, was die Simulation von Fällen ermöglicht, in denen sonst durch numerische Fehler Instabilitäten auftreten würden.
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