Bachelorarbeit, 2016
35 Seiten, Note: 2,3
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1. Einleitung
2. Historischer Hintergrund
3. Die Wirtschaftsbeziehungen 1917/1918 bis 1933
3.1 Die Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen 1917/1918 bis 1924
3.1.1 Kapitalentwicklung
3.1.2 Die Erholung der Handelsbeziehungen und des Güterverkehrs
3.2 Die Hochphase der Wirtschaftsbeziehungen 1924 bis 1929
3.2.1 Handel und Investitionen
3.3 Die Folgen der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933
3.3.1 Der Niedergang des Handels und der Schifffahrt
3.3.2 Kapital
4. Die politischen Beziehungen
4.1 Völkerbund
4.2 Besuche deutscher und argentinischer Offizieller
4.3 Deutsche Militärmission
5. Die auswärtige Kulturpolitik
5.1 Auswanderung
5.2 Deutschtumspolitik
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die komplexen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien in der Zwischenkriegszeit (1917/18 bis 1933), um die deutsche Außenpolitik und ihre Zielsetzungen sowie die dabei eingesetzten Mittel in Bezug auf den südamerikanischen Staat zu analysieren.
3.1.1 Kapitalentwicklung
Die Auswirkungen des Versailler Vertrags blieben für deutsches Kapital in Argentinien weitgehend wirkungslos, da es diesen nicht unterschrieben hatte. Nichtsdestoweniger kam es in vielen Fällen dazu, dass deutsche Unternehmen sich dem jeweiligen Landesrecht unterstellten und ihren Namen änderten. Dies lag hauptsächlich an zwei Gründen. Zum einen befürchteten sie die Konfiszierung durch die Alliierten, jedoch viel schwerwiegender, durch die Reichsregierung, die damit versuchte, die Reparationsschuld zu begleichen.
Neben der Angst vor Konfiszierungen spielten auch die ökonomischen und rechtlichen Vorteile solcher Umwandlungen eine Rolle. Der einst mächtige diplomatische Schutz des Reiches hatte seinen Wert verloren und ausländische Kapitalgeber waren weniger geneigt, in deutsche Unternehmen zu investieren. Überdies gab es teilweise die Möglichkeiten Zollbarrieren zu umgehen als auch enge Beziehungen zu den jeweiligen Regierungen zu knüpfen.
Aufgrund der zuvor genannten Problematik kam es zu vielen Neugründungen deutsch-argentinischer Unternehmen als auch zu Investitionen in die nationale Wirtschaft, die mithilfe deutschen Kapitals getätigt wurde. Darunter waren unter anderem die Telefongesellschaft Transradio (1920), die Versicherung La Protectora, die Fábrica Argentina de Productos Químicos (1921) und die Industrial und Mercantil Thyssen Limitada (1921). Die Deutsche Erdöl Gesellschaft beteiligte sich am größten argentinischen Erdöl Produzenten La Astra.
Bei Kriegsausbruch betrug das in Argentinien investierte deutsche Kapital ca. 500 Mill. argentinische Papierpeso (ca. 200 Mill. US Dollar). Darunter fielen hauptsächlich Unternehmensbeteiligungen, das Kapital deutscher Banken als auch argentinische Staatsanleihen. Während weltweit, einschließlich Argentinien, der Zustrom deutschen Kapitals zum Erliegen gekommen war, stiegen dort die von Deutschen gemachten Investitionen. Bei Kriegsende lagen sie bei 250 Mill. US Dollar. Dies lag hauptsächlich daran, dass die Kapitalgewinne, in Argentinien sofort reinvestiert wurden und nicht nach Deutschland zurück transferiert wurden.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung der deutsch-argentinischen Beziehungen in den Kontext der Weimarer Republik.
2. Historischer Hintergrund: Darstellung der frühen wirtschaftlichen und militärischen Anfänge der bilateralen Kontakte seit der Reichsgründung 1871.
3. Die Wirtschaftsbeziehungen 1917/1918 bis 1933: Analyse der drei Phasen von Handelsentwicklung, Kapitalflüssen und dem Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf den Austausch.
4. Die politischen Beziehungen: Untersuchung der diplomatischen Annäherung, der Rolle im Völkerbund sowie der Militärberatung.
5. Die auswärtige Kulturpolitik: Analyse der staatlichen Einflüsse auf die Auswanderung und die Bemühungen zur Erhaltung des Deutschtums durch Bildungseinrichtungen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Beziehungen als ökonomisch geprägt, jedoch politisch und diplomatisch hinter den Erwartungen bleibend.
Deutsch-argentinische Beziehungen, Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, Außenhandel, Kapitalexport, Militärmission, Auswärtige Kulturpolitik, Deutschtumspolitik, Handelsbeziehungen, Auswanderung, Völkerbund, Diplomatie, Deutsche Investitionen, Zwischenkriegszeit, Wirtschaftsgeschichte.
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien in der Zeit von 1917/18 bis 1933.
Zentrale Bereiche sind der deutsche Außenhandel, Investitionen, die Rolle der Militärmission, Kulturpolitik und die Situation der deutschen Einwanderer in Argentinien.
Ziel ist es zu klären, welche spezifischen Ziele die deutsche Außenpolitik gegenüber Argentinien in diesem Zeitraum verfolgte und welche Instrumente zur Durchsetzung dieser Ziele genutzt wurden.
Es handelt sich um eine historische Analyse auf Basis von Literaturstudien und Quellen, die die wirtschaftliche und politische Entwicklung im Untersuchungszeitraum nachzeichnet.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Entwicklung, die politischen Interaktionen (Diplomatie und Militär) sowie die Bemühungen zur kulturellen Einflussnahme durch die Deutschtumspolitik.
Zu den prägenden Begriffen zählen deutsche Kapitalinteressen, der Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf den Handel und die Rolle der diplomatischen Vertretungen.
Während der Erste Weltkrieg den Handel massiv unterbrach, gelang in den 1920er Jahren ein Wiederaufbau, bevor die Weltwirtschaftskrise ab 1929 erneut den Güterverkehr und die Investitionsbedingungen erschwerte.
Trotz der Bestimmungen des Versailler Vertrags wurde eine Militärmission aufrechterhalten, die primär dazu diente, den Einfluss des deutschen Militärs im argentinischen Heer zu festigen und Absatzmärkte für Rüstungsgüter zu sichern.
Sie sollte das "Deutschtum" bewahren, die kulturelle Identität der Auswanderer sichern und Deutschland als Partner in Lateinamerika verankern, um indirekt auch wirtschaftliche Interessen zu stützen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

