Masterarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Märchen
2.1. Definition
2.2. Abgrenzung des Märchenbegriffs
2.3. Volksmärchen – Kunstmärchen
3. Werte
3.1. Bestimmung und Abgrenzung von Ethos, Moral, Werten, und Normen
3.2. Tugenden
3.3. Sünden
4. Analyse der Werte anhand mehrerer Märchen der Kinder- und Hausmärchen
4.1. Sterntaler
4.2. Marienkind
4.3. Frau Holle
4.4. Hans im Glück
4.5. Der Froschkönig
4.6. Fazit
5. Die Bedeutung von Märchen für Kinder und ihr Einsatz in der Pädagogik
6. Schluss
7. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht das erzieherische Potenzial der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Ziel ist es, anhand einer exemplarischen Analyse ausgewählter Märchen herauszuarbeiten, inwiefern diese Erzählungen bürgerliche Werte, Moral und Ethik des 19. Jahrhunderts vermitteln und als "Erziehungsbuch" fungieren können.
4.1. Sterntaler
Schon der Titel dieser Erzählung ist nicht zufällig gewählt, denn bereits bei Aristophanes galten herabfallende Sterne und vor allem Sternschnuppen, wie heute auch noch, als Glücksbringer und Verbindung zu den Menschen, da die Sterne als Seele verstanden werden. In diesem Märchen verschenkt ein armes Mädchen wortwörtlich sein letztes Hemd und trennt sich von allem Materiellen. Es ist der Prototyp eines hilfsbedürftigen Kindes, das weder ein Dach über dem Kopf hat, noch sonst etwas besitzt außer Kleidung und ein Stück Brot. Sie ist dem Hungertod quasi ausgeliefert. Und auch wenn sie noch ein Kind ist, kann sie rational überlegen. Sie ist bereit, ihr letztes Kleidungsstück abzugeben, sodass sie schlussendlich nackt im Wald steht, doch das macht ihr nichts aus, da sie sich denkt: „es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben.“ Dies ist für ein Kind schon eine, meiner Meinung nach, sehr reife Überlegung. Ihre Charakterzüge und, wie in Märchen üblich, ein wenig übernatürliche Hilfe sind jedoch dafür zuständig, dass sie schließlich gerettet werden kann.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Märchen und Skizzierung der Zielsetzung der Arbeit, das erzieherische Potenzial der Grimms'schen Sammlung zu untersuchen.
2. Märchen: Definition der Gattung, Abgrenzung von verwandten Erzählformen sowie Differenzierung zwischen Volks- und Kunstmärchen.
3. Werte: Theoretische Grundlegung zu Ethik, Moral, Werten und Normen im Kontext des bürgerlichen Wertesystems des 19. Jahrhunderts.
4. Analyse der Werte anhand mehrerer Märchen der Kinder- und Hausmärchen: Exemplarische Untersuchung ausgewählter Märchen (Sterntaler, Marienkind, Frau Holle, Hans im Glück, Der Froschkönig) auf ihre moralischen Lehren.
5. Die Bedeutung von Märchen für Kinder und ihr Einsatz in der Pädagogik: Erörterung der kindlichen Rezeption von Märchen und deren Nutzen sowie Problematik im schulischen Kontext.
6. Schluss: Synthese der Ergebnisse und Fazit bezüglich des erzieherischen Potenzials der Märchen der Brüder Grimm.
7. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der Internetquellen.
Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Märchenpädagogik, bürgerliche Werte, Ethik, Moral, Erziehungsbuch, Volksmärchen, Wertevermittlung, Tugendlehre, Sterntaler, Frau Holle, Hans im Glück, Marienkind, Der Froschkönig
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Märchensammlung der Brüder Grimm als „Erziehungsbuch“ dienen kann und welche moralischen und ethischen Lehren sie vermittelt.
Die zentralen Themen sind die Gattungsbestimmung des Märchens, die bürgerlichen Werte des 19. Jahrhunderts sowie die Analyse spezifischer Tugenden und Sünden in den Erzählungen.
Das Ziel ist es, anhand von fünf ausgewählten Märchen zu prüfen, ob diese das Potenzial besitzen, Moral, Ethik und Tugend gemäß bürgerlicher Vorstellungen zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer exemplarischen, inhaltlichen Analyse von fünf ausgewählten Märchen auf ihre moralischen Wertvorstellungen hin.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der bürgerlichen Wertesysteme (inklusive Ritterethos und Tugendlehre) und die detaillierte Untersuchung der ausgewählten Märchen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Erziehung, Moral, Ethik, Werte, Volksmärchen und Pädagogik charakterisiert.
Diese Ausgabe wird als besonders kindgerecht hervorgehoben, da sie primär religiöse und familiäre Erzählungen enthält, die soziale Normen und Tugenden illustrieren.
Es wird als ambivalente Erzählung betrachtet, die einerseits materiellen Verzicht und Glück durch Unbeschwertheit thematisiert, den Protagonisten andererseits aber auch als naiven Anti-Helden darstellt.
Die Vaterfigur wird als Vertreter einer klassischen Erziehung gesehen, die auf der strikten Einhaltung von Versprechen beharrt, auch wenn dies die Tochter in eine schwierige Lage bringt.
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