Diplomarbeit, 2017
78 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Modellbildung
2.1 Kinematik
2.1.1 Portalsystem
2.1.2 Energiekette
2.1.3 Endeffektor
2.2 Dynamik
2.2.1 Kinetische Energie
2.2.2 Potentielle Energie
2.2.3 Dissipative Kräfte
2.2.4 Verallgemeinerte Kräfte
2.3 Bewegungsgleichungen
2.3.1 Vollständiges Modell
2.3.2 Reduziertes Modell mit Energiekette
2.3.3 Reglerentwurfsmodell
3 Identifikation
3.1 Analyse
3.2 Identifikation
3.2.1 Reibung
Identifikation y-Achse
Identifikation z-Achse
Identifikation der periodischen Reibung
3.2.2 Bewegte Masse
3.3 Online-Identifikation
3.3.1 Implementierung
3.3.2 Vergleich
4 Beobachter für die externe Lastkraft
4.1 Trivialer Beobachter
4.2 Störgrößenbeobachter
4.3 EKF als Lastkraftschätzer
4.4 Kalman-Filter als Lastkraftschätzer
4.5 Experimentelle Ergebnisse
5 Regelung
5.1 Entwurfsmodell
5.2 Trajektorienplanung
5.3 Positionsregelung
5.4 Geschwindigkeitsregelung
5.5 Impedanzregelung
Impedanzregelung mit Kraftmessung
Impedanzregelung mit Störgrößenbeobachter
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit fokussiert auf die Entwicklung und Implementierung modellbasierter Regelungsstrategien für ein 2D-Portalsystem, um Aufgaben wie Pick-and-Place-Prozesse effizient durchzuführen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit eine präzise Positions-, Geschwindigkeits- und Kraftregelung unter Berücksichtigung systeminhärenter Nichtlinearitäten und Reibeffekte realisiert werden kann, insbesondere mit dem Ziel einer kraftsensorlosen Impedanzregelung.
2.3 Bewegungsgleichungen
Nachdem die Kinematik und alle betrachteten Energien des Systems definiert wurden, werden im Folgenden mit Hilfe des Lagrange-Formalismus (2.1) und einer entsprechenden Wahl der generalisierten Koordinaten q die Bewegungsgleichungen des Systems hergeleitet.
2.3.1 Vollständiges Modell
Unter Berücksichtigung der elastischen Kopplung und der Dynamik des Endeffektors ergibt sich ein System mit n = 7 Freiheitsgraden. Die Vektoren der generalisierten Koordinaten q und Geschwindigkeiten q˙ sind gemäß
q T = [sy, sz, φd, sD,y, sD,z, sK,y, sK,z],
q˙ T = [vy, vz, ωd, vD,y, vD,z, vK,y, vK,z]
definiert. Die kinetische und potentielle Energie und die Rayleighsche Dissipationsfunktion sind aus (2.33), (2.37) und (2.39) zu entnehmen. Mit (2.47) berechnet sich der Vektor der generalisierten Kräfte nach (2.46).
Somit können die Bewegungsgleichungen unter Berücksichtigung aller betrachteten Systemdynamiken mit Hilfe des Euler-Lagrange Formalismus aus (2.1) hergeleitet werden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die resultierenden Bewegungsgleichungen des vollständigen Modells nicht explizit dargestellt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Portalsystem vor, motiviert die Notwendigkeit modellbasierter Regelungsstrategien für Handhabungsaufgaben und gibt einen Überblick über den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Modellbildung: Hier wird das mathematische Modell des zweiachsigen Manipulators mittels Euler-Lagrange-Formalismus hergeleitet, wobei Kinematik, Dynamik und die daraus resultierenden Bewegungsgleichungen in unterschiedlichen Abstraktionsgraden behandelt werden.
3 Identifikation: Dieses Kapitel widmet sich der offline und online durchgeführten Identifikation der Systemparameter, wie Reibungskoeffizienten und bewegte Massen, basierend auf gemessenen Bewegungsdaten.
4 Beobachter für die externe Lastkraft: Hier werden verschiedene Methoden wie der triviale Beobachter, EKF und Kalman-Filter entwickelt, um externe Lastkräfte ohne den Einsatz kostspieliger Kraftsensoren zu schätzen.
5 Regelung: In diesem Kapitel werden flachheitsbasierte Trajektorienfolgeregler zur Positions- und Geschwindigkeitssteuerung sowie ein Impedanzregler zur Kraftregelung entworfen und experimentell validiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert mögliche zukünftige Erweiterungen, wie die Optimierung des Motoraufbaus oder weiterführende Analysen des Reibverhaltens.
Portalsystem, Modellbildung, Parameteridentifikation, Least-Squares-Verfahren, Zustandsbeobachter, Extended-Kalman-Filter, Impedanzregelung, Trajektorienfolgeregelung, Reibungsmodellierung, Systemdynamik, Nichtlinearität, Kraftschätzung, Automatisierungstechnik, Servomotoren, Echtzeitregelung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung von modellbasierten Regelungsstrategien für ein 2D-Portalsystem, das für Aufgaben wie Pick-and-Place-Prozesse eingesetzt wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der mathematischen Modellbildung, der Systemidentifikation, der Schätzung externer Lastkräfte durch Beobachter sowie dem Entwurf von Positions-, Geschwindigkeits- und Kraftreglern.
Das Ziel ist die Erforschung von Regelungskonzepten, die eine präzise Handhabung im Arbeitsraum ermöglichen, idealerweise auch ohne kostspielige Kraftsensorik mittels beobachterbasierter Ansätze.
Es werden der Euler-Lagrange-Formalismus zur Modellierung, das Least-Squares-Verfahren zur Parameteridentifikation und verschiedene Kalman-Filter-Varianten zur Zustandsschätzung sowie die flachheitsbasierte Trajektorienfolgeregelung angewandt.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Herleitung der Modellgleichungen, die Identifikation von Reib- und Massenparametern, den Entwurf von Beobachtern für externe Lasten und die praktische Erprobung der verschiedenen Regelungsstrategien.
Wichtige Begriffe sind Portalsystem, Impedanzregelung, Systemidentifikation, Extended-Kalman-Filter und Trajektorienfolgeregelung.
Die Reibung im System ist ein dominanter Faktor, der sich aus Coulomb-Reibung, viskoser Reibung sowie einer positionsabhängigen und periodischen Komponente zusammensetzt, die in den Modellen kompensiert werden muss.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Beobachtern, wie Extended-Kalman-Filter, um externe Lastkräfte direkt aus Motorströmen und anderen Prozessgrößen zu schätzen, anstatt sie direkt zu messen.
Der Impedanzregler wird verwendet, um dem Portalsystem bei Kontakt mit der Umgebung ein definiertes dynamisches Verhalten (Feder-Masse-Dämpfer-System) einzuprägen, was bei der Mensch-Roboter-Interaktion essenziell ist.
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