Bachelorarbeit, 2016
38 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die öffentlich/privat Debatte – Ein Überblick
2.1 Strukturalistische Definitionen (restricted access theory)
2.2 Individuelle Definitionen (limited control theory)
2.3 Integrative Definitionen (restricted access/limited control theory)
3 Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre
4 Privatsphäre in sozialen Netzwerken am Beispiel junger Menschen
4.1 Ergebnisse der DIVSI U25 Studie
5 Sicherheit oder Privatsphäre – Eine eindimensionale Sicht
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss moderner Technologien und digitaler Netzwerke auf das Verständnis von öffentlicher und privater Sphäre im 21. Jahrhundert und hinterfragt, ob eine strikte Trennung dieser beiden Bereiche in der heutigen Gesellschaft noch zeitgemäß ist.
Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre
Durch die Privatisierung vieler öffentlicher Bereiche hat sich die Wahrnehmung von Privatsphäre verändert. Medien und Werbung vermitteln ein Bild, in dem Privatsphäre als Zeit der Erholung und Regeneration verstanden wird. Man soll seine Akkus wieder aufladen um in Folge wieder den Anforderungen des Berufslebens gerecht zu werden. Persönliche Entwicklung, Freizeitaktivitäten, Bildung, Spiritualität, Gesundheit, usw., eigentlich Lebensbereiche, welche vorrangig im privaten Umfeld stattgefunden haben, werden zunehmend kommerzialisiert und durch digitale Anwendungen vernetzt.
Bildung, Infrastruktur oder auch Energieversorgung, alles Grundvorraussetzungen für eine funktionierende Gesellschaft, sind heute eine beliebte Kapitalanlage und zum Spekulationsobjekt geworden. Die Kontrolle des Staates nimmt ab und die Trennlinie zwischen öffentlichen und privaten Interessen verschwimmt: „On every front, it seems, the ‘public’ is being privatized, the private is becoming oversized, and this undermines democratic life“ (ebd., 107).
Durch den technischen Fortschritt hat sich die Art zu kommunizieren verändert. Smartphones, Tablets usw. ermöglichen den Zugang zu öffentlichen Informationen in nahezu jeder Situation. Natürlich private Situationen, wie der Spaziergang im Wald, können durch einen Anruf unterbrochen werden. Auch sind moderne Tracking-Dienste in der Lage uns in allen Gebieten mit Empfang zu orten. Durch Dienste wie Facebook kann man Informationen über Personen herausfinden, ohne dass diese es erfahren. Kreditkarten und EC-Karten oder auch mobile Bezahldienste wie PayPal, speichern wo und wann wir einkaufen. Das führt dazu, dass Menschen heute zum Teil über die Grenzen ihres eigenen Körpers hinaus existieren.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart des Internets und die daraus resultierenden Gefahren für die Privatsphäre sowie die zentrale Fragestellung nach der Aufrechterhaltung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre.
2 Die öffentlich/privat Debatte – Ein Überblick: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über strukturalistische, individuelle und integrative Definitionen von Privatsphäre, um die theoretische Basis der Debatte zu legen.
3 Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre: Das Kapitel analysiert, wie technischer Fortschritt, Kommerzialisierung und ständige Vernetzung die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit de facto verwischen.
4 Privatsphäre in sozialen Netzwerken am Beispiel junger Menschen: Hier wird der Wandel der Privatsphäre-Konzepte in sozialen Netzwerken diskutiert, ergänzt durch empirische Ergebnisse der DIVSI U25 Studie.
5 Sicherheit oder Privatsphäre – Eine eindimensionale Sicht: Dieses Kapitel kritisiert das "Nichts-zu-verstecken"-Argument als eindimensionale und unzureichende Rechtfertigung für die Überwachung und den Datenhandel durch Staat und Konzerne.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Pluralität der Privatsphäre im digitalen Zeitalter und fordert neue regulatorische Ansätze zum Schutz der persönlichen Freiheit.
Privatsphäre, Öffentlichkeit, Internet, soziale Netzwerke, DIVSI U25 Studie, Datenschutz, Überwachung, Nichts-zu-verstecken-Argument, Digitalisierung, Online-Sein, digitale Identität, Informationelles Selbstbestimmungsrecht, Medialisierung, Datenmissbrauch, Medienkompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel des Begriffs der Privatsphäre in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Vernetzung.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von privater und öffentlicher Sphäre, der Einfluss sozialer Netzwerke auf das Verhalten junger Menschen und die Kritik an der Instrumentalisierung von Sicherheit als Argument gegen Privatsphäre.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die traditionelle Trennung in private und öffentliche Sphäre im 21. Jahrhundert noch Bestand hat oder ob diese durch technologische Entwicklungen bereits aufgelöst wurde.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener Privatsphäre-Theorien sowie auf die Auswertung empirischer Studienergebnisse (insbesondere der DIVSI U25-Studie).
Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Definitionen von Privatsphäre erläutert, gefolgt von einer Analyse zur Auflösung der Privatsphäre durch moderne Technologien, einer Betrachtung der Rolle sozialer Netzwerke bei Jugendlichen und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem "Nichts-zu-verstecken"-Argument.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Privatsphäre, Öffentlichkeit, soziale Netzwerke, Digitalisierung, Überwachung und informationelle Selbstbestimmung charakterisiert.
Die Studie wird genutzt, um konkret aufzuzeigen, wie Jugendliche und junge Erwachsene – die "Digital Natives" – ihre Privatsphäre in der digitalen Welt wahrnehmen, schützen und welche ambivalenten Einstellungen sie gegenüber der Preisgabe persönlicher Daten haben.
Es ist das Argument, dass nur derjenige Privatsphäre benötige, der etwas Illegales zu verbergen habe. Der Autor lehnt dies ab, da es Privatsphäre fälschlicherweise nur mit Geheimhaltung gleichsetzt und die systemischen Gefahren der Datensammlung und Verhaltensprognose ignoriert.
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