Masterarbeit, 2017
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Entwicklung der Einkommensdivergenzen im 20. und 21. Jahrhundert
3 Theoretische und empirische Konvergenzkonzepte
3.1 Absolute und bedingte Konvergenz
3.2 Beta-Konvergenz
3.3 Sigma-Konvergenz
3.4 Klubkonvergenz
4 Theorien des langfristigen Wachstums zur Erklärung von Einkommensdivergenzen
4.1 Exogene Wachstumstheorie
4.1.1 Neoklassisches Wachstumsmodell von SOLOW
4.1.2 Erweitertes Wachstumsmodell von SOLOW mit Humankapital
4.1.3 Konvergenz und Divergenz in der exogenen Wachstumstheorie
4.1.4 Kritik an der exogenen Wachstumstheorie
4.2 Endogene Wachstumstheorie
4.2.1 Wachstum durch Kapitalakkumulation
4.2.2 Wachstum durch Humankapitalakkumulation
4.2.3 Wachstum durch Innovationen
4.2.4 Konvergenz und Divergenz in der endogenen Wachstumstheorie
4.2.5 Kritik an der endogenen Wachstumstheorie
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Erklärungsansätze für weltweite Einkommensunterschiede und das langfristige Wirtschaftswachstum. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Determinanten für das Wachstum verantwortlich sind und unter welchen Bedingungen Konvergenz oder Divergenz zwischen Volkswirtschaften entsteht.
1 Einleitung
Ausgehend von der industriellen Revolution im späten 18. Jahrhundert in Großbritannien hat die Weltwirtschaft ein zuvor nicht dagewesenes Wachstum erlebt. Insbesondere im 20. Jahrhundert erreichte die Menschheit – überwiegend in der westlichen Welt – einen bis dahin unvergleichbaren Wohlstand. Solch eine Entwicklung verläuft jedoch nicht gleichmäßig über alle Regionen der Erde hinweg. Bereits geringe Unterschiede in den jährlichen Wachstumsraten eines Landes führen – gemessen am durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen – langfristig zu enormen Diskrepanzen im Lebensstandard. Die diesbezügliche Kluft, die heute zwischen armen und reichen Ländern liegt, macht dies offensichtlich. Dass Arme jedoch nicht arm bleiben müssen, zeigen neue asiatische Wirtschaftsmächte wie China und Indien.
Ihre Wirtschaften konnten in den letzten Dekaden beträchtliche Wachstumsraten verzeichnen und die Abstände zu den europäischen und US-amerikanischen Pro-Kopf-BIP verringern. Dagegen fällt das Wirtschaftswachstum in großen Teilen Afrikas seit Jahrzehnten ernüchternd aus. Die 19 der 20 weltweit ärmsten Nationen befinden sich auf diesem Kontinent – insbesondere südlich der Sahara.
Ziel dieser Arbeit ist es, Erklärungsansätze der Wachstumstheorie für die beobachteten Entwicklungen herauszuarbeiten. Es wird versucht, die Frage nach den Determinanten eines langfristigen Wirtschaftswachstums zu beantworten bzw. herauszustellen, wie Unterschiede oder Angleichungen in den Pro-Kopf-Einkommen der Länder entstehen können. Dabei wird vielfach der Prozess einer Annäherung als Konvergenz und ein unveränderter Abstand bzw. ein gegenteiliger Trend als Divergenz der Einkommensniveaus pro Kopf bezeichnet.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik globaler Einkommensdisparitäten ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Erklärungsansätze der neoklassischen und neuen Wachstumstheorie zu analysieren.
2 Entwicklung der Einkommensdivergenzen im 20. und 21. Jahrhundert: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Entwicklungen des BIP pro Kopf in verschiedenen Weltregionen seit Beginn des 20. Jahrhunderts.
3 Theoretische und empirische Konvergenzkonzepte: Es werden zentrale wissenschaftliche Konzepte zur Messung von Konvergenz und Divergenz vorgestellt, darunter absolute, bedingte, Beta-, Sigma- und Klubkonvergenz.
4 Theorien des langfristigen Wachstums zur Erklärung von Einkommensdivergenzen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und diskutiert detailliert exogene neoklassische Modelle sowie endogene Wachstumstheorien mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse ab, die die Relevanz der untersuchten Wachstumsfaktoren für die Konvergenzdebatte zusammenfasst.
Wirtschaftswachstum, Konvergenz, Divergenz, Wachstumstheorie, Solow-Modell, Humankapital, Innovation, Produktivität, Kapitalakkumulation, endogenes Wachstum, technologischer Fortschritt, Einkommensdisparitäten, F&E-Aktivitäten, Wohlstand, Pro-Kopf-Einkommen.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen des langfristigen Wirtschaftswachstums, um die weltweit beobachteten Unterschiede in den Pro-Kopf-Einkommen zwischen verschiedenen Nationen zu erklären.
Zentral sind die Untersuchung von Einkommensdivergenzen, die neoklassische exogene Wachstumstheorie, die Bedeutung von Humankapital und Innovationen sowie die endogenen Wachstumsmodelle.
Das Hauptziel ist es, die Determinanten langfristigen Wachstums zu identifizieren und zu erläutern, unter welchen Bedingungen sich Einkommensniveaus von Ländern angleichen (Konvergenz) oder auseinanderentwickeln (Divergenz).
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse theoretischer Wachstumsmodelle und bezieht sich zudem auf empirische Wachstumsregressionen und historische Daten der wirtschaftlichen Entwicklung.
Der Hauptteil gliedert sich in die exogene Wachstumstheorie (Solow-Modell) und die endogene Wachstumstheorie, wobei insbesondere Kapitalakkumulation, Humankapitalbildung und innovationsbasierte Ansätze detailliert diskutiert werden.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Konvergenz, Divergenz, neoklassisches Wachstum, Humankapital und endogene Innovation.
Humankapital wird in endogenen Modellen als wesentlicher Treiber gesehen, da es nicht nur direkt die Produktivität erhöht, sondern auch die Fähigkeit eines Landes verbessert, neue Technologien zu adaptieren oder Innovationen hervorzubringen.
Das Solow-Residuum bezeichnet jenen Teil des Produktionswachstums, der nicht durch den Einsatz von Kapital oder Arbeit erklärt werden kann; es wird oft als Ausdruck des technologischen Fortschritts interpretiert.
Im Gegensatz zu den neoklassischen Modellen mit abnehmenden Grenzerträgen geht das AK-Modell von konstanten Skalenerträgen aus, wodurch ein langfristiges, endogenes Wachstum ohne exogene Schocks möglich wird.
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