Masterarbeit, 2017
83 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zur Dividendenpolitik
2.1 Begriffe und Definitionen
2.2 Divergenz zwischen europäischer und deutscher Aktiengesellschaft
2.3 Die verschiedenen Aktiengattungen und ihre Besonderheiten
2.3.1 Stimmrecht
2.3.2 Übertragbarkeit
2.3.3 Emissionszeitpunkt
2.4 Dividendenbesteuerung
3 Arten von Dividendenausschüttungen
3.1 Bardividende als Regelfall der Gewinnausschüttung
3.2 Alternative Ausschüttungen
3.2.1 Stockdividende
3.2.2 Naturaldividende
3.2.3 Sonderdividende
3.2.4 Aktienrückkauf
4 Kennzahlen zur Performancemessung
4.1 Dividendenrendite
4.2 Ausschüttungsquote
5 Anleger und ihre Interessen gegenüber der Dividendenpolitik von Aktiengesellschaften
5.1 Aktionärsstruktur der Aktiengesellschaften
5.2 Funktion der Banken
5.3 Interessen der institutionellen Investoren
5.4 Privatanleger und ihre Ausschüttungspräferenzen
5.5 Die Dividendenpolitik der Unternehmen
6 Erklärungsmodelle zur Ausschüttungspolitik
6.1 Irrelevanztheorem von Miller/Modigliani (1961)
6.2 Ungleichmäßige Informationsverteilung (Neo-Institutionalismus)
6.3 Agency-Modelle
7 Empirische Untersuchung der Determinanten der Dividendenpolitik
7.1 Ergebnisse bisheriger Studien
7.2 Forschungsansatz
7.2.1 Formulierung der Hypothesen
7.2.2 Unternehmenskreis
7.2.3 Deskriptive Statistik
7.3 Untersuchungsmethodik
7.3.1 Modell
7.3.2 Regressionsdiagnostik
7.3.3 Ergebnisse und Interpretation
8 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Determinanten der Dividendenpolitik europäischer Aktiengesellschaften empirisch, um bestehende Forschungsergebnisse zu validieren oder neue Erkenntnisse unter Berücksichtigung aktueller Marktdaten (Stoxx Europe 600) zu gewinnen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche finanziellen und strukturellen Faktoren die Höhe der Dividendenausschüttung beeinflussen.
2.2 Divergenz zwischen europäischer und deutscher Aktiengesellschaft
Die europäische Aktiengesellschaft „Sociatas Europaea“ kurz SE10 genannt ist eine supranationale Unternehmensform des Europäischen Rechts.11 Grundsätzlich gelten für jede SE die Regelungen der EU-Verordnung SE-VO Nr. 2157/200112, die durch den Rat der Europäischen Union vom 8 Oktober 2001 beschlossen wurde. Da die SE-VO jedoch keine abschließenden Regelungen enthält, findet auf die SE zusätzlich das Recht des Mitgliedsstaats Anwendung, in dem die SE ihre Hauptverwaltung hat.13
Zur besseren Darstellung der Divergenz wird sich diese Arbeit im Folgenden mit der SE befassen, welche sich mit ihrem Hauptsitz in Deutschland befindet. Auf deutschem Rechtsgebiet unterliegt die SE somit, neben der SE-VO, zusätzlich dem Gesetz zur Ausführung der SE-VO (SE-Ausführungsgesetz – SEAG), welches am 22. Dezember 2004 in Kraft getreten und dem deutschen Aktiengesetz angeglichen ist.14
Einer der wesentlichsten Unterschiede und zugleich größte Vorteil der SE gegenüber einer landesspezifischen Aktiengesellschaft besteht in der Möglichkeit, den Hauptsitz grenzüberschreitend von einem Mitgliedsstaat in einen anderen Mitgliedsstaat verlegen zu können. Die SE muss dafür nicht, wie dies bei einer deutschen Aktiengesellschaft der Fall ist, im Herkunftsland aufgelöst und im Aufnahmestaat neugegründet werden, sondern bleibt in ihrer Rechtsform bestehen. Vereinfacht formuliert, verhält sich die Verlegung des Hauptsitzes wie der Umzug einer Aktiengesellschaft innerhalb Deutschlands.15
Eine SE zu gründen ist jedoch nicht für jedermann möglich. Zudem ist das benötigte Grundkapital wesentlich höher als dies bei einer inländischen Aktiengesellschaft der Fall ist. Hier reicht ein Grundkapital von 50.000 Euro aus, wohingegen für die Gründung einer SE bereits 120.000 Euro aufgebracht werden müssen.16 Die Aufbringung des Kapitals sowie die Erhöhung und die Erhaltung richten sich wiederrum nach deutschem Recht und weisen somit keinen Unterschied zur nationalen Aktiengesellschaft auf.17
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung der Dividendenpolitik im Spannungsfeld zwischen Management und Anteilseignern sowie die Zielsetzung der empirischen Analyse dar.
2 Grundlagen zur Dividendenpolitik: Erläutert die Begriffsdefinitionen, rechtliche Besonderheiten der Societas Europaea und verschiedene Aktiengattungen sowie die steuerliche Einordnung von Dividenden.
3 Arten von Dividendenausschüttungen: Beschreibt die Bardividende als Regelfall sowie alternative Formen wie Stockdividenden, Naturaldividenden, Sonderdividenden und Aktienrückkäufe.
4 Kennzahlen zur Performancemessung: Analysiert die Dividendenrendite und die Ausschüttungsquote als zentrale Kennzahlen zur Beurteilung der Dividendenqualität und Nachhaltigkeit.
5 Anleger und ihre Interessen gegenüber der Dividendenpolitik von Aktiengesellschaften: Untersucht die Aktionärsstruktur und die spezifischen Interessen von Banken, institutionellen Investoren und Privatanlegern.
6 Erklärungsmodelle zur Ausschüttungspolitik: Stellt theoretische Erklärungsansätze wie das Irrelevanztheorem von Miller/Modigliani, Neo-Institutionalismus und Agency-Modelle vor.
7 Empirische Untersuchung der Determinanten der Dividendenpolitik: Dokumentiert das Forschungsdesign, die Hypothesenbildung, die methodische Vorgehensweise sowie die Ergebnisse der Regressionsanalyse.
8 Fazit: Fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Dividendenpolitik, Aktiengesellschaft, Societas Europaea, Bardividende, Aktienrückkauf, Dividendenrendite, Ausschüttungsquote, Aktionärsstruktur, institutionelle Investoren, Regressionsanalyse, Determinanten, Unternehmensführung, Free-Cashflow, Sachanlagevermögen, Bilanzsumme
Die Arbeit analysiert die Dividendenpolitik europäischer Aktiengesellschaften, untersucht theoretische Hintergründe und überprüft empirisch, welche Faktoren die Dividendenhöhe beeinflussen.
Zu den zentralen Themen gehören rechtliche Grundlagen (SE), verschiedene Ausschüttungsarten, die Interessen verschiedener Anlegergruppen und die statistische Untersuchung von Determinanten der Dividendenpolitik.
Das Ziel ist es, potenzielle Einflussfaktoren der Dividendenpolitik empirisch zu identifizieren und zu prüfen, inwieweit diese die Dividendenhöhe europäischer Unternehmen erklären können.
Es wird eine multiple lineare Regressionsanalyse angewandt, um auf Basis der Daten des Stoxx Europe 600 für das Geschäftsjahr 2016 die Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Erklärungsmodelle, die Analyse der Aktionärsinteressen (institutionelle Anleger vs. Privatanleger) sowie die detaillierte empirische Untersuchung der Determinanten.
Dividendenpolitik, Ausschüttungsquote, Dividendenrendite, Regressionsanalyse, institutionelle Investoren, Aktionärsstruktur und Determinanten der Dividendenhöhe.
Ein hohes Sachanlagevermögen kann auf ein produzierendes Unternehmen hinweisen, welches oft höhere Dividenden ausschüttet und zugleich die Kreditsicherheit erhöht, was Agency-Probleme zwischen Eigen- und Fremdkapitalgebern mindern kann.
Aufgrund ihres großen Anteils am Eigenkapital (ca. 60% im DAX) besitzen sie eine starke Verhandlungsposition gegenüber dem Management und können ihre Interessen an Ausschüttungen effektiver durchsetzen.
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