Bachelorarbeit, 2015
33 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die literarischen Motive in Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“. Sie zielt darauf ab, die Hauptmotive des Werks zu identifizieren und deren Funktion in der Erzählung zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf der inhaltlich-formalen Dimension der Motive und deren Bedeutung für die Handlungsstruktur und -entwicklung.
Die Einleitung bietet einen Überblick über den Roman „Tschick“ und seine Rezeption. Der Autor Wolfgang Herrndorf wird vorgestellt, und seine Inspirationen für die Entstehung des Jugendromans werden beleuchtet. Das erste Kapitel behandelt den Begriff des Motivs und dessen Forschungslage, wobei die Abgrenzung zu anderen Begriffsdefinitionen im Vordergrund steht. Im zweiten Kapitel werden allgemeine Anmerkungen zur Motivik im Adoleszenzroman und im Roman „Tschick“ gegeben. Kapitel 3 fokussiert auf die Hauptmotive des Romans, darunter die zentrale Motivverknüpfung von Reifung und Reisen, das Motiv der Freundschaft und der gerechten Räuber sowie die Polarität von Begrenzung und Freiheit. Kapitel 4 beschäftigt sich mit den Rahmenmotiven des Romans, wie das Familienmotiv, das Motiv des Geschäftsmanns und des Künstlers sowie das Motiv des Wanderers. Kapitel 5 geht auf die detailbildenden Motive ein, darunter das Motiv der „Anderen“, das Motiv des „Mannes zwischen zwei Frauen“ und verschiedene Landschaftsmotive. Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bietet einen abschließenden Blick auf die Motivik in „Tschick“.
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: Wolfgang Herrndorf, „Tschick“, Motiv, Adoleszenzroman, Reifung, Reise, Freundschaft, Vater-Sohn-Konflikt, Begrenzung, Freiheit, Landschaftsmotive, Literaturgeschichte.
Die Arbeit identifiziert das Reifen und Reisen, die Freundschaft (Mythos der "gerechten Räuber") sowie die Polarität von Begrenzung und Freiheit als zentrale Hauptmotive.
Inspiriert durch das Wiederlesen von Jugendklassikern wie "Huckleberry Finn", stellte Herrndorf fest, dass viele Lieblingsbücher drei Gemeinsamkeiten haben: Eliminierung der Eltern, eine große Reise und großes Wasser.
Der Konflikt ist ein Rahmenmotiv, das eng mit dem Thema Aggression und der familiären Situation des Protagonisten Maik Klingenberg verknüpft ist.
Obwohl Wasser ein klassisches Motiv in Herrndorfs Vorbildern war, entschied er sich aus Logikgründen dagegen, um die Handlung besser in die heutige Zeit und die Geografie Brandenburgs zu übertragen.
Dazu gehören Landschaftsmotive wie Berge, Ruinen und Städte sowie das Motiv der "Anderen" und die Situation des Mannes zwischen zwei Frauen.
Die Definition basiert maßgeblich auf Elisabeth Frenzels Motivgeschichte und grenzt das Motiv von benachbarten literaturwissenschaftlichen Bezeichnungen ab.
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