Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
Einleitung
Zur Literaturlage
Allgemeine Begriffserklärungen
Pädagogik
Therapie und Musiktherapie
Bildung
Musikpädagogik- Musikerziehung
Alt werden- Alt sein
WAS IST DEMENZ?
Die Formen der Demenz
1. Die Alzheimer-Demenz
Exkurs: Alois Alzheimer
2. Die Multiinfarkt-Demenz
3. Andere Demenzen
3.1. Die Parkinson-Krankheit
3.2. Die Creutzfeld-Jakob-Krankheit
3.3. Die Pick-Krankheit
3.4. Die Hirnkrankheit mit argyrophilen Körperchen
Die Ursachen von Alzheimer und Demenz
1. Die genetische Theorie
2. Die Virus-Theorie
3. Die Aluminium-Theorie
4. Die Immunsystem-Theorie
5. Die Neurotransmitter-Theorie
6. Die Hormon-Theorie
Der Unterschied zwischen normalem Altern und Demenz
Der Unterschied zwischen einer „normalen“ Depression und einer Demenz
Die Bedeutung des Gedächtnisses
Symptome und Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit in ihren verschiedenen Stadien
1. Beginn (Störungen, die zunächst nur dem Betroffenen bewusst sind und geringe kognitive Leistungseinbußen)
2. Frühstadium (Mäßige bis Mittelschwere kognitive Leistungseinbußen)
3. Mittleres Stadium (Schwere kognitive Leistungseinbußen)
4. Spätstadium/ Endstadium (Sehr schwere kognitive Leistungseinbußen)
Die Behandlung von dementiell erkrankten Menschen
Der Umgang mit dementiell Erkrankten
Allgemeines
Kommunikation
Schwierigkeiten im Umgang
Orientierung
Stimulation von Fähigkeiten
MUSIK MIT DEMENTIELL ERKRANKTEN MENSCHEN
Die Bedeutung von Musik
Mögliche Ziele der musikalischen Arbeit mit Dementen
Soziale Wirkungen
Musik ist Gemeinschaft
Musik ist Kommunikation
Die Bedeutung der musikalischen Kommunikation für Demenzpatienten
Die Bedeutung der Musik für das Individuum- Musikbiographisches Arbeiten
Erläuterungen zu den Inhalten von Musikstunden in Bezug auf die Arbeit mit Demenzpatienten
Das Singen
Psychische Bedeutung
Körperliche Bedeutung
Zur Liedauswahl
Wirkungen des gemeinsamen Singens
Liedgestaltung
Liedbegleitung
Tonhöhe
Text
Die Atmung und ihre körperlichen Auswirkungen
Verhalten des Leiters beim Singen
Musik hören (von Tonträgern)
Bewegung
Bewegung und Musik
Bewegung- Was ist Bewegung?- Warum Bewegung?
Welche Bewegungen?
Der Seniorentanz
Singen und Bewegen
Musikauswahl
Leiterverhalten
Gruppenstruktur
Einsatz von Materialien
Wirkungen der Bewegung
Einfluss auf körperliche Funktionen
Einfluss auf soziale Funktionen
Einfluss auf psychische Funktionen
Musizieren
Leiterverhalten beim Musizieren
Instrumentenwahl
Die Vertrautheit mit den Instrumenten
Zur Auswahl der Instrumente
Liedbegleitung
Einsatzmöglichkeiten der Instrumente
Die Auswirkungen der Musik auf demenztypische Krankheitserscheinungen
1. Aphasie
2. Apraxie
3. Agnosie
4. Aggressivität
Die Pädagogischen Kompetenzen
Vorüberlegungen zur Musikarbeit in Heimen und deren Organisation
Vorüberlegungen und Nachbereitungen der Verfasserin zu Musikstunden im Albert-Schweitzer-Haus
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Potenziale der Musikpädagogik in der Betreuung von Demenzkranken, wobei der Fokus auf der Verbesserung der Lebensqualität und der emotionalen Stabilisierung liegt, anstatt auf klassischen musikpädagogischen Leistungszielen.
Die Bedeutung der Musik für das Individuum- Musikbiographisches Arbeiten
Wer bin ich ohne meine Erinnerungen? Wer bin ich ohne meine eigene Geschichte? Wo komme ich her? Wo bin ich? Wer bin ich? Diese und ähnliche Fragen müssen wohl täglich die Köpfe der Demenzkranken plagen.
Demenzkranke sind überall fremd. Selbst wenn sich ein Heim darum bemüht, den Senioren ein neues zu Hause zu schaffen, es wird immer fremd sein. Alle Personen sind fremd, alle Gegenstände, Geräusche und Gerüche. Demenzkranke sind immer auf der Suche nach ihrer Heimat. Heimat bedeutet: Es ist nichts Fremdes zu erwarten. Sie suchen Orte der Erinnerung, Vertrautheit, bekannte Menschen. Was sie nicht wissen ist die Tatsache, dass sie das nie mehr finden werden und dass sie selbst ihre Familienangehörigen als fremd empfinden. Dennoch sollte das Ziel der Betreuung ein Entgegenwirken gegen Rastlosigkeit, Heimatlosigkeit und Orientierungslosigkeit sein. So weit die Lebensgeschichte bekannt ist sollte man sich darauf einlassen. Eine Schwester berichtet:
„Wir müssen jeden Morgen die Hühner von Frau P. aus dem Stall lassen und sie füttern.“
WAS IST DEMENZ?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Demenz als Oberbegriff für diverse Geisteserkrankungen, grenzt organische von nicht-organischen Formen ab und beleuchtet die verschiedenen Ursprungstheorien sowie die Stadien der Alzheimer-Krankheit.
MUSIK MIT DEMENTIELL ERKRANKTEN MENSCHEN: Hier wird dargelegt, wie Musik als Medium der sozialen Wirkung und der Biografiearbeit genutzt werden kann, um Patienten bei drohendem Identitätsverlust zu stützen und Lebensfreude zu vermitteln.
Die Bedeutung von Musik: Das Kapitel erläutert die heilenden Wirkungen von Musik, ihren hohen Aufforderungscharakter sowie ihre Fähigkeit, unabhängig von körperlichen oder geistigen Einschränkungen als Zugangsweg zu den Betroffenen zu dienen.
Mögliche Ziele der musikalischen Arbeit mit Dementen: Es wird verdeutlicht, dass nicht schulische oder wettbewerbsorientierte Ziele im Vordergrund stehen, sondern die Stabilisierung der Persönlichkeit und die Linderung von Leid durch emotionale Geborgenheit.
Musikpädagogik, Demenz, Alzheimer, Musiktherapie, Biografiearbeit, Altenpflege, Kommunikation, Lebensqualität, Rhythmus, Singen, Bewegungsförderung, Identität, Soziale Integration, Musikstunden, Gerontopsychiatrie.
Die Arbeit untersucht, wie Musik als pädagogisches Medium in der Betreuung und Begleitung von an Demenz erkrankten Menschen in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden kann, um deren Lebensqualität zu verbessern.
Zu den Schwerpunkten zählen das Verständnis der Demenzerkrankung, die Bedeutung von Musik für das Identitätsgefühl, der Einsatz von Singen, Bewegung und Musizieren sowie praktische organisatorische Hinweise für Musikstunden in Heimen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Musik auch bei Demenzpatienten ein wertvolles Ausdrucksmittel bleibt und zur emotionalen Stabilisierung sowie zur Förderung des Wohlbefindens beitragen kann, unabhängig von kognitiven Defiziten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie auf praktischen Erfahrungen und Stundenanalysen der Verfasserin, die sie in einem Alten- und Pflegeheim mit Demenzstation gesammelt hat.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Krankheit und deren Stadien sowie einen praxisorientierten Teil, der Möglichkeiten wie Singen, Musizieren, Tanzen und Biografiearbeit detailliert beschreibt.
Musikpädagogik, Demenz, Biografiearbeit, Kommunikation, Geborgenheit, Lebensqualität, Musikpraxis, Identität und soziale Teilhabe.
Singen ist die direkteste Form musikalischen Ausdrucks, benötigt kein teures Material, ist körperlich und emotional tief verankert und bleibt oft bis in späte Krankheitsstadien abrufbar, was Geborgenheit vermittelt.
Rituale wie Begrüßungs- oder Abschlusslieder bieten den Patienten Struktur und Orientierung in einer oft verwirrenden Lebenswelt, was Sicherheit und ein Gefühl der Zugehörigkeit schafft.
Bei Demenzpatienten können unzuzuordnende Geräuschquellen durch Abspielgeräte Angstzustände oder Stress auslösen, da die Betroffenen Schwierigkeiten haben, die Herkunft des Schalls einzuordnen.
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