Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Aktueller Forschungstand und Grundlagen der Analyse
3 Berufswissenschaftliche Aspekte
3.1 Anforderungen an Balkone und Terrassen
3.2 Vorschriften & Richtlinien
3.3 Konstruktionstechnische Regeln: Schichtenaufbau- und Besonderheiten
3.3.1 Balkone/Loggien
3.3.2 Terrassen auf Erdreich
3.3.3 Dachterrassen
3.4 Baustoffkunde bzgl. Materialien aus dem Fliesenlegerhandwerk
3.4.1 Abdichtungen und Abdichtungsstoffe
3.4.2 Lastverteilungsschicht: Estriche
3.4.3 Bodenbeläge aus Fliesen und Platten
3.4.4 Verlegemörtel und Fugenmaterialien
3.5 Zwischenfazit
4 Beispiele aus der Praxis des Fliesenlegerhandwerks
4.1 Exemplarische Ausführungsfehler
4.1.1 Schadensfall 1: Missachtung des vorgeschriebenen Gefälles
4.2.1 Schadensfall 2: Mangelnde Ausführung der Verbundabdichtung
4.2 Beispiel: Optimale Ausführung einer Verbundabdichtung mit Lastverteilungsschicht
5 Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den aktuellen Technikstandard bei Bodenbelagsarbeiten im Außenbereich zu geben, typische Bauschadensursachen zu analysieren und optimale, schadensunanfällige Konstruktionslösungen aufzuzeigen, um die fachliche Kompetenz im Fliesenlegerhandwerk zu stärken.
3.3.1 Balkone/Loggien
Bei der Betrachtung der Balkone ist zu bedenken, dass die Balkonflächen vollständig im Außenbereich liegen, egal ob es sich um freie Balkone, Eckbalkone, teilweise eingezogene Balkone oder komplett eingezogene Balkone handelt. „Loggien entstehen, wenn übereinanderliegende eingezogene Balkone untereinander ganz oder teilweise durch Wände oder Verglasungen verbunden werden“ (Neumann et al., 2006, S. 336). Daher sind Loggien bautechnisch gesehen eine begehbare Flachdachfläche und sollen auch so behandelt werden (mehr dazu in Kapitel 3.3.3).
Die Balkone sind nach DIN 18195-5 mäßig beanspruchte Flächen und mit einer Abdichtungsschicht zu schützen. Die Abdichtungen sind in der Regel an allen anschließenden Bauteilen, 15 cm über die Oberfläche des fertigen Bodenbelages hochzuziehen (vgl. Präkelt et al., 2001, S. 71). Dies ist „besonders wichtig und wird in leider in der Praxis häufig unbeachtet“ (ebd.). Nur somit ist eine dauerhafte Entwässerung über Abläufe oder Tropfkanten gegeben.
Für den weiteren Bodenaufbau wird in der Regel ein Zement-Verbundestrich (nach DIN 18560 Teil 3) als Ausgleichsestrich oder ein Zementestrich auf Trennschicht (nach DIN 18560 Teil 4) als Lastverteilungsschicht mit Gefälle verwendet (siehe Abb. 1). Auf Balkonen mit Abdichtungen ist die Verlegung von Fliesen und Platten nur in Verbindung mit einer Dränschicht ausführbar (vgl. Neumann et al., 2006, S. 343). Diese wird unter der Lastverteilungsschicht auf einer Schutzlage eingebaut. Sie soll eine zügige und rückstandsfreie Ableitung des Regenwassers ermöglichen. Hier haben sich Dränagen oder Entkopplungsmatten aus Kunststoff bewährt. Durch die, bereits in Kapitel 3.1 beschriebene Anforderungen, sind der Balkonuntergrund und der weitere Schichtenaufbau durch Bewegungsfugen von mindestens 1 cm Breite zu unterteilen. „Der Fugenabstand sollte zwischen 2 m und höchstens 5 m liegen, und es sollten sich Teilflächen von etwa 4 bis 6 m² Größe ergeben und bei rechteckiger Einteilung ein Seitenverhältnis 1: 1,5 bis maximal 1: 2 nicht überschreiten (Neumann et al., 2006, S. 344; Präkelt et al. 2001, S. 86f.).
1 Einleitung: Diese Arbeit analysiert berufswissenschaftliche Aspekte der Bodenbelagsarbeiten im Außenbereich, um typische Schadensursachen durch mangelnde Fachkompetenz oder falsche Ausführung zu identifizieren.
2 Aktueller Forschungstand und Grundlagen der Analyse: In diesem Kapitel wird der Forschungsstand mittels Fachliteratur und der Schadensdatenbank SCHADIS® evaluiert, wobei ein Anstieg an Bauschäden trotz technischem Fortschritt festgestellt wird.
3 Berufswissenschaftliche Aspekte: Das Kapitel erläutert die technischen Anforderungen, relevanten Normen sowie den korrekten Schichtenaufbau für verschiedene Außenbereiche wie Balkone, Terrassen und Dachterrassen.
4 Beispiele aus der Praxis des Fliesenlegerhandwerks: Anhand zweier exemplarischer Schadensfälle aus der Praxis werden typische Ausführungsfehler aufgezeigt und anschließend die optimale Ausführung methodisch hergeleitet.
5 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass gewissenhafte Planung und fachliche Kompetenz entscheidend sind, wobei eine einheitliche Regelung für die Außenbereiche die Qualitätssicherung verbessern könnte.
Balkonsanierung, Terrassenaufbau, Fliesenlegerhandwerk, Abdichtung im Verbund, Bauschadensanalyse, DIN 18195, Estrich, Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse, Frostbeständigkeit, Lastverteilungsschicht, Gefälleestrich, Wartungsfugen, Dachterrasse, Fachkompetenz, Bauwerksabdichtung.
Die Arbeit befasst sich mit berufswissenschaftlichen Analysen zu Bodenbelagsarbeiten mit Fliesen und Platten im Außenbereich, wobei der Fokus auf der Schadensvermeidung durch fachgerechte Ausführung liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf dem konstruktiven Schichtenaufbau von Balkonen, Loggien, Terrassen und Dachterrassen sowie der Anwendung einschlägiger Normen und Regelwerke.
Ziel ist es, einen Einblick in den aktuellen Technikstandard zu geben und durch die Analyse von Schadensbildern Wege zu einer schadensunanfälligen Ausführung aufzuzeigen.
Es werden Berichte aus der Bauschadensdatenbank SCHADIS® ausgewertet, einschlägige Fachliteratur analysiert und die Erkenntnisse mit der praktischen Expertise eines Fachmanns verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die berufswissenschaftlichen Grundlagen, die Materialkunde und die praktische Anwendung inklusive einer detaillierten tabellarischen Darstellung der Arbeitsschritte.
Zentrale Begriffe sind Balkonabdichtung, Bauschadensprävention, Fachkompetenz im Handwerk, Schichtenaufbau, Normenkonformität und Materialverträglichkeit.
Ein fehlendes Gefälle von mindestens 2 % führt zu stehendem Wasser, welches bei Frost zu massiven Schäden am Belag, Estrich und der Abdichtung führen kann.
Wartungsfugen sind Schwachstellen in der Konstruktion, die durch Witterungseinflüsse altern. Sie müssen regelmäßig kontrolliert und etwa alle 3 bis 10 Jahre erneuert werden, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.
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