Bachelorarbeit, 2016
74 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen des Finanzsystems und die Notwendigkeit der Regulierung
2.1 Aufgaben von Banken und deren Rolle als Finanzintermediär
2.2 Grundlagen der Regulierung von Banken
2.3 Problematiken während der Finanzkrise als Anlass für neue Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen
3 Aktuelle Regulatorik im Finanzsektor
3.1 Anpassungen an die Eigenkapitalausstattung bei Banken durch Basel III
3.1.1 Analyse der Eigenkapitalvorschriften
3.1.2 Analyse der Leverage Ratio
3.2 Regulatorische Anforderungen an die Liquiditätsausstattung bei Banken
3.2.1 Analyse der Liquidity Coverage Ratio
3.2.2 Analyse der Net Stable Funding Ratio
3.3 Umsetzung von Basel III im deutschen Recht
4 Umsetzung und Auswirkungen der regulatorischen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen bei Banken
4.1 Status Quo zur Umsetzung der Anforderungen
4.2 Analyse der Umsetzung am Beispiel der Deutschen Bank AG und der IKB Deutschen Industriebank AG
4.3 Untersuchung der möglichen Auswirkungen der regulatorischen Kennzahlen auf die Geschäftsmodelle der Banken und deren Stabilität
4.3.1 Mögliche Auswirkungen der Eigenkapitalanforderungen auf die Bankenstabilität durch eine Veränderung der Assets
4.3.2 Kalibrierung von Assets unter der Betrachtung der möglichen Auswirkungen der Liquiditätsanforderungen
5 Fazit und Ausblick
Diese Bachelor Thesis untersucht die Gründe für die Überarbeitung des Basel II Frameworks sowie die Auswirkungen der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen von Basel III auf die Stabilität und Asset-Allokation von Banken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Umsetzungsgrad der regulatorischen Vorgaben und deren spezifische Konsequenzen für Geschäftsmodelle, unter besonderer Berücksichtigung systemrelevanter und nicht systemrelevanter Kreditinstitute.
3.1.2 Analyse der Leverage Ratio
Die Leverage Ratio (nachfolgend LR) oder Höchstverschuldungsquote ist eine zusätzliche Regulierungsmaßnahme des Basler Ausschusses, die aus den negativen Vorkommissen der Finanzkrise rührt. Im Vergleich zu den Kapitalquoten ist die LR keine risikosensitive Kennzahl. Das Ziel dieser Kennzahl ist es die Stabilität des Finanzmarktes zu verbessern, indem der Aufbau einer übermäßigen Verschuldung begrenzt wird. Dabei wurde versucht, eine Kennzahl zu implementieren, welche durch ihre nachvollziehbare Berechnung hervorsticht und eine einfache Beurteilung über die Verschuldungsquote zulässt.
Bezugnehmend zur Formel 1 berechnet sich die LR aus dem Quotienten des „Tier 1 Capital“, welches der Definition des in Kapital 3.1 genannten Kernkapitals entspricht, und auch des „Total Exposure“ (zu Deutsch: Gesamtpositionen). Der im Nenner angegebene Wert („Total Exposure“) kann als bilanzieller und außerbilanzieller Forderungswert aller Assets verstanden werden. Grundlage für die Berechnung des Total Exposure sind die On-balance Sheet Exposures, die Derivate Exposures, die Securities Financing Exposures und die Off-balance Sheet Items.
Die Abbildung zeigt die Veränderung der LR bei Änderung einer Komponente. Dabei fällt auf, dass die LR demnach umso kleiner wird, desto größer die Verschuldung (Total Exposure) im Verhältnis zum Kapital ist (Fall 4). Deshalb wurde in einer Beobachtungsphase, die bis 2017 andauert, eine Höchstverschuldungsquote von 3% vereinbart, sprich das „Total Exposure“ darf um das 33,33-fache des „Tier 1 Capital“ gehebelt werden. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass bei einem Kernkapital von 1 Millionen Euro, die Gesamtpositionen (im weitesten Sinne die Bilanzsumme) max. 33,33 Millionen Euro betragen dürfen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Finanzkrise ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die regulatorischen Anpassungen von Basel III zu analysieren.
2 Grundlagen des Finanzsystems und die Notwendigkeit der Regulierung: Es werden die Funktionen von Banken und die theoretischen Grundlagen staatlicher Regulierung erläutert, um die Notwendigkeit der Reformen nach der Finanzkrise zu begründen.
3 Aktuelle Regulatorik im Finanzsektor: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen (Basel III) sowie deren Umsetzung im deutschen Recht.
4 Umsetzung und Auswirkungen der regulatorischen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen bei Banken: Das Hauptkapitel analysiert den Status Quo der Umsetzung anhand von Daten und Fallbeispielen sowie die Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Stabilität.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf mögliche zukünftige regulatorische Entwicklungen wie Basel IV.
Basel III, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsanforderungen, Bankenstabilität, LCR, NSFR, Leverage Ratio, Asset-Allokation, Finanzkrise, Bankenregulierung, Risikogewichtete Aktiva, RWA, Kernkapital, Systemrelevanz, Bankenaufsicht.
Die Arbeit befasst sich mit den aktuellen regulatorischen Anforderungen an Banken infolge der Finanzkrise, insbesondere den Bestimmungen von Basel III hinsichtlich Eigenkapital und Liquidität.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Eigenkapitalquoten, der Leverage Ratio sowie den Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR).
Das Ziel ist die Erforschung der Gründe für die Basel III Reformen und die Untersuchung der Auswirkungen dieser Kennzahlen auf die Stabilität und die Asset-Struktur von Banken.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse regulatorischer Vorschriften und verbindet diese mit einer Auswertung von Monitoring-Daten der Aufsichtsbehörden sowie spezifischen Fallbeispielen von Kreditinstituten.
Im Hauptteil werden der Status Quo der Umsetzung, die Fallstudien zur Deutschen Bank AG und IKB AG sowie die theoretischen und empirischen Auswirkungen auf Bankgeschäftsmodelle detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Basel III, Kernkapital, Leverage Ratio, Liquiditätsrisiken, Asset-Allokation und Bankenstabilität.
Systemrelevante Institute (G-SIBs) unterliegen strengeren Kapitalanforderungen, um durch ihre Größe bedingte Risiken für das Finanzsystem besser abzufedern.
Kritiker führen an, dass die Leverage Ratio als nicht risikosensitive Kennzahl falsche Anreize zur Investition in riskantere Geschäfte mit höheren Renditen setzen könnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

