Bachelorarbeit, 2017
105 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Medienobjektivität
2.1. Definition Medienobjektivität
2.2. Objektive Berichterstattung als Grundpfeiler der Demokratie
2.3. Medienobjektivität in der Praxis
3. Flüchtlingskrise
3.1. Definition Flüchtlingskrise
3.2. Flüchtlingspolitik / Asylrecht
3.2.1. Ankunft und Registrierung
3.2.2. Erstverteilung der Asylsuchenden
3.2.3. Asylantragstellung
3.2.4. Entscheidungsmöglichkeiten des Bundesamtes
3.3. Flüchtlingssituation in Deutschland
3.4. Resonanz der Bevölkerung zur deutschen Flüchtlingspolitik
4. Quantitative Forschung
4.1. Definition quantitative Forschung
4.2. Vorstellung der Zielgruppe
4.3. Vorstellung der Methode
4.4. Vorgehen
4.5. Vorstellung des Datenerhebungsinstruments
4.6. Vorstellung der Datenauswertung
4.7. Ziel der Umfrage
5. Ergebnisse
5.1. Mediennutzungsverhalten der Umfrageteilnehmer
5.2. Vertrauen in die Medien nach Altersgruppen
5.3. Zwischenfazit Vertrauen in die Medien nach Altersgruppen
5.4. Vertrauen in die Medien nach Schulabschlussgruppen
5.5. Zwischenfazit Vertrauen in die Medien nach Schulabschlussgruppen
5.6. Vertrauen in die Flüchtlingsberichterstattung nach Altersgruppen
5.7. Zwischenfazit Vertrauen in die Flüchtlingsberichterstattung nach Altersgruppen
5.8. Vertrauen in die Flüchtlingsberichterstattung nach Schulabschlussgruppen
5.9. Zwischenfazit Vertrauen in die Flüchtlingsberichterstattung nach Schulabschlussgruppen
5.10. Meinung zur Beschönigung der Flüchtlingskrise in den Medien nach Altersgruppen
5.11. Meinung zur Beschönigung der Flüchtlingskrise in den Medien nach Schulabschlussgruppen
5.12. Meinung zur politischen Einflussnahme von Journalisten nach Altersgruppen
5.13. Meinung zur politischen Einflussnahme von Journalisten nach Schulabschlussgruppen
5.14. Meinung zur bewussten Verheimlichung von Informationen in den Medien nach Altersgruppen
5.15. Meinung zur bewussten Verheimlichung von Informationen in den Medien nach Schulabschlussgruppen
5.16. Meinung zur bewussten Falschdarstellung in den Medien nach Altersgruppen
5.17. Meinung zur bewussten Falschdarstellung in den Medien nach Schulabschlussgruppen
6. Diskussion
6.1. Auseinandersetzung mit den Ergebnissen
6.2. Überprüfung der Hypothesen
7. Resümee
7.1. Ergebnis
7.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Vertrauen der Rezipienten in die Medienberichterstattung über die Flüchtlingskrise ab August 2015. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwiefern Mediennutzer die Berichterstattung als objektiv wahrnehmen und ob sich Unterschiede in der Wahrnehmung basierend auf dem Alter oder dem Bildungsabschluss der Rezipienten feststellen lassen.
2.3. Medienobjektivität in der Praxis
Die Umsetzung der Objektivitätstheorie in die Praxis ist Aufgabe der Journalisten. Welche Priorität Objektivität für Publizisten besitzt, zeigt die repräsentative Journalistenbefragung ‚Journalismus in Deutschland 2005‘. Dabei lässt sich eine Relevanzverschiebung in den Rollenbildern des Journalisten feststellen: 1993 wollten 70 Prozent der Redakteure das Publikum möglichst neutral und präzise informieren, 2005 sahen dies bereits 89 Prozent der deutschen Journalisten als ihre oberste Verpflichtung. Fast drei Viertel verfolgen sogar das Ziel, die Realität so abzubilden, wie sie ist. Dieser Wert ist seit den 1990er Jahren um fast zehn Prozentpunkte gestiegen. Missionarische Motive verlieren hingegen an Bedeutung, die Mehrheit der deutschen Journalisten fühlt sich den Standards des Informationsjournalismus verpflichtet.
Auch wenn der Großteil der Journalisten neutral berichten möchte, um die Wirklichkeit abzubilden, handelt der Publizist nicht immer uneigennützig: Der Journalist und Medienwissenschaftler Uwe Krüger gibt in seinem Buch zu: „Wer als leitender Redakteur eines großen Mediums spürbaren Einfluss auf die öffentliche Meinung hat, der sortiert bei seiner täglichen Selektionsarbeit nicht nur zwischen wichtigen und nebensächlichen, sondern oft auch (bewusst oder unbewusst) zwischen nützlichen und schädlichen“.
Ein Problem bei der Umsetzung der objektiven Berichterstattung stellt an sich die Berufsgruppe der Journalisten dar, da diese nicht den Großteil der Bevölkerung widerspiegelt. Zeit-Reporter Stefan Willeke berichtet: „Deutschlands Journalisten stecken ‚in einer Homogenitätsfalle der urbanen Mittelschicht‘“. Die Mediennutzer stammen aus verschiedenen Milieus mit unterschiedlichen Lebensumständen, Werten und Zielen, dagegen gehören Journalisten einer relativ homogenen Szene an. Eine Umfrage an drei Journalistenschulen kam zu dem Ergebnis, dass die meisten aus der Mittelschicht stammen, während aus der Arbeiterschicht verhältnismäßig wenige kommen. Damit bildet die Redaktion nicht den durchschnittlichen Bürger ab.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Flüchtlingskrise ab 2015 und die damit einhergehende Medienkritik, um daraus die Forschungsfragen und Hypothesen zur Objektivität der Berichterstattung abzuleiten.
2. Medienobjektivität: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Medienobjektivität, erläutert dessen Bedeutung für die Demokratie und analysiert, wie Journalisten dieses Ideal in der täglichen Arbeit umsetzen.
3. Flüchtlingskrise: Hier werden der Begriff Flüchtlingskrise sowie das Asylrecht und die konkrete Situation in Deutschland seit 2015 dargelegt, inklusive der gesellschaftlichen Resonanz auf die Politik und Medienberichterstattung.
4. Quantitative Forschung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Studie, die Zielgruppe im Landkreis Main-Spessart, die Konstruktion des Fragebogens sowie die Art der Datenauswertung.
5. Ergebnisse: Die gesammelten Daten werden nach Alters- und Schulabschlussgruppen ausgewertet, wobei der Fokus auf Vertrauen, Meinungen zu Beschönigung und politischer Einflussnahme durch Journalisten liegt.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und auf ihre Übereinstimmung mit den aufgestellten Hypothesen geprüft, wobei auch externe soziologische Studien einbezogen werden.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe in der Medienbranche.
Flüchtlingskrise, Medienobjektivität, Medienberichterstattung, Lügenpresse, Journalismus, quantitative Forschung, Medienvertrauen, Flüchtlingspolitik, Asylrecht, Rezipientenwahrnehmung, Main-Spessart, Journalistenbefragung, Mediennutzung, Flüchtlingsdarstellung, politische Einflussnahme
Die Bachelorarbeit untersucht das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die journalistische Berichterstattung zur Flüchtlingskrise, die seit August 2015 die Medienlandschaft stark prägt.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Medienobjektivität, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Flüchtlingspolitik in Deutschland sowie das subjektive Empfinden von Mediennutzern hinsichtlich der Neutralität und Glaubwürdigkeit der Presse.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie Rezipienten die Objektivität der Medienberichterstattung über die Flüchtlingskrise seit 2015 bewerten und welche Muster sich dabei in Bezug auf Alter und Bildungsabschluss zeigen.
Die Autorin führt eine empirische quantitative Studie durch, bei der 155 Personen im Landkreis Main-Spessart mittels eines standardisierten Fragebogens befragt wurden.
Neben theoretischen Grundlagen zur Medienobjektivität und einem Überblick zur Flüchtlingssituation in Deutschland steht die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse zur Glaubwürdigkeit verschiedener Mediengattungen im Fokus.
Wichtige Begriffe sind Medienobjektivität, Flüchtlingskrise, Lügenpresse, Medienvertrauen, quantitative Forschung und Rezipientenwahrnehmung.
Die Studie stellt fest, dass Rezipienten mit Abitur der Berichterstattung tendenziell positiver gegenüberstehen, während vor allem Personen mit Realschulabschluss kritischere Positionen einnehmen.
Die Mehrheit der Befragten sieht keine bewusste Falschdarstellung, jedoch wird kritisiert, dass Journalisten teilweise politische Ziele verfolgen oder Informationen verschweigen, was das Vertrauen beeinträchtigt.
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