Diplomarbeit, 2012
179 Seiten, Note: 95%
1. Einleitung
2. Die Europäische Union
2.1. Geschichtlicher Hintergrund
2.2. Ziele der Europäischen Union
2.3. Die EU-Institutionen
2.3.1. Europäische Kommission (Art. 17 – EUV)
2.3.1.1. Befugnisse
2.3.1.2. Struktur
2.3.2. Europäisches Parlament (Art. 14 – EUV)
2.3.2.1. Befugnisse
2.3.2.2. Struktur
2.4. Das sprachliche Spektrum Europas und der EU
2.4.1. Sprachfamilien in der EU
2.4.2. Regional- und Minderheitensprachen
2.4.3. Amts- und Arbeitssprachen
2.4.4. Fremdsprachenkenntnisse in der EU
3. Die Sprachenpolitik der EU
3.1. Begriffsbestimmung: Sprachpolitik vs. Sprachenpolitik
3.2. Eine egalitäre Sprachenpolitik
3.2.1. Verordnung Nummer 1
3.2.2. Charta der Grundrechte
3.3. Eine Mehrsprachigkeitspolitik
3.3.1. Mehrsprachigkeit als identitätsstiftendes Merkmal der EU
3.3.2. Mehrsprachigkeit als sprachpolitisches Ziel der EU
3.4. Förderung einer persönlichen Adoptivsprache
3.5. Interne Sprachenpolitik: Sprachenregelung in den EU-Institutionen
3.5.1. EU-Kommission
3.5.2. EU-Parlament
3.5.3. Übersetzungs- und Dolmetschdienste
3.5.3.1. EU-Kommission
3.5.3.2. EU-Parlament
4. Alltägliche Sprachverwendung in den EU-Institutionen
4.1. EU-Kommission
4.1.1. Sprachverwendung in Redebeiträgen der EU-Kommissare vor dem EU-Parlament
4.1.2. Sprachverwendung bei Pressekonferenzen der EU-Kommissare
4.1.3. Sprachverwendung für Internetseiten
4.2. EU-Parlament
4.2.1. Sprachverwendung in Sitzungen des EU-Parlaments
4.2.2. Sprachverwendung für Dokumente der interparlamentarischen Delegationen
4.2.3. Sprachverwendung für Internetseiten
5. Der spezifische Fall des Deutschen in der EU
5.1. Deutsch als Muttersprache
5.2. Deutsch als Fremdsprache
5.3. Deutsch als Amts- und Nationalsprache
5.4. Deutsch als Regional- und Minderheitensprache
5.5. Deutsch als Geschäfts- bzw. Handelssprache
5.6. Deutsch als Wissenschaftssprache
6. Eigene Erhebung
6.1. Methodisches Vorgehen
6.2. Generelle Informationen
6.3. Sprachkenntnisse
6.3.1. Fremdsprachenkenntnisse bei Kommission und Parlament
6.3.2. Arbeitssprachen
6.3.3. Sonstige Sprachen
6.4. Sprachverwendung bei Konferenzen/ Sitzungen/ Arbeitskreisen
6.4.1. EU-Kommission
6.4.2. EU-Parlament
6.5. Sprachverwendung im Arbeitskontakt mit Kollegen
6.5.1. EU-Kommission
6.5.2. EU-Parlament
6.6. Sprachverwendung in informellen Situationen
6.6.1. EU-Kommission
6.6.2. EU-Parlament
6.7. Einstellungen der Befragten zur Sprachverwendung
6.8. Die meistgelernten Fremdsprachen innerhalb der EU-Institutionen
6.8.1. EU-Kommission
6.8.2. EU-Parlament
7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwiefern die EU-Konzeption der Mehrsprachigkeit innerhalb der Institutionen (Kommission und Parlament) in die Praxis umgesetzt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, ob das Ziel einer gleichberechtigten Mehrsprachigkeit und die Förderung des Deutschen als Arbeitssprache realisiert werden oder ob diese lediglich einen Mythos darstellen, dem die tägliche, stark vom Englischen dominierte Sprachpraxis entgegensteht.
2.3.2.1. Befugnisse
Wie bereits erwähnt vertritt das Parlament die EU-Bürger. Außerdem bildet es, gemeinsam mit dem Rat, die gesetzgebende Gewalt der EU. Dazu werden drei wichtige Aufgaben erfüllt:
• Gewaltenteilung mit dem Rat zur Verabschiedung von EU-Rechtsvorschriften;
• Demokratische Kontrollaufsicht über alle Organe der EU, insbesondere über die Kommission (z.B. Rücktrittsforderung von einzelnen Kommissaren oder von der gesamten Kommission);
• Gewaltenteilung mit dem Rat bezüglich des EU-Haushalts.
Im Laufe der Zeit – und zuletzt durch den Vertrag von Lissabon – wurden dem Parlament allmählich mehr Kompetenzen zugeschrieben. Zur Verabschiedung von EU-Rechtsvorschriften werden das Parlament und der Rat in vielen Bereichen einander gleichgestellt, wie z.B. im Bereich Umwelt-, Sozial- und Energiepolitik sowie Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Dieses Rechtsetzungsverfahren wird „ordentliches Gesetzgebungsverfahren“ genannt. Zudem soll das Parlament bei weiteren wichtigen Fragen, wie z.B. dem Beitritt neuer Länder, seine Einwilligung erklären.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die sprachliche Heterogenität der EU als identitätsstiftendes Wesensmerkmal und stellt die Forschungsfrage zur Diskrepanz zwischen dem Anspruch der Mehrsprachigkeit und der pragmatischen Arbeitssituation.
2. Die Europäische Union: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext der EU-Entstehung sowie eine Übersicht der wichtigsten Organe, insbesondere Kommission und Parlament, und ordnet das sprachliche Spektrum Europas ein.
3. Die Sprachenpolitik der EU: Der theoretische Rahmen für die Sprachregelung der EU wird definiert, inklusive der begrifflichen Abgrenzung zwischen Sprach- und Sprachenpolitik und der Analyse von Konzepten wie der persönlichen Adoptivsprache.
4. Alltägliche Sprachverwendung in den EU-Institutionen: Die tatsächliche Sprachpraxis in Kommission und Parlament wird anhand existierender Statistiken und Recherchen dargestellt, wobei die dominante Rolle des Englischen besonders hervortritt.
5. Der spezifische Fall des Deutschen in der EU: Hier wird die Sonderrolle des Deutschen als Arbeitssprache, Muttersprache und Wirtschaftsfaktor detailliert analysiert und deren faktische Bedeutung im Vergleich zur Theorie diskutiert.
6. Eigene Erhebung: Der empirische Teil dokumentiert die methodische Herangehensweise und die Ergebnisse der Befragung von EU-Mitarbeitern zur persönlichen Sprachverwendung und ihrer Einstellung zur aktuellen Sprachpolitik.
7. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Das Fazit führt die theoretischen Überlegungen und die Ergebnisse der Befragung zusammen, um zu beurteilen, ob die EU-Konzeption der Mehrsprachigkeit in der Praxis ein Mythos oder Wirklichkeit ist.
Sprachenpolitik, Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitspolitik, Sprachenvielfalt, Europäische Union, Europäische Institutionen, Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Amtssprachen, Arbeitssprachen, Verfahrenssprachen, Regionalsprachen, Minderheitensprachen, M + 2
Die Arbeit analysiert die Sprachsituation innerhalb der EU-Institutionen, mit besonderem Fokus auf der Frage, wie die theoretisch angestrebte Mehrsprachigkeit der Union in der beruflichen Praxis tatsächlich umgesetzt wird.
Das Werk behandelt die Geschichte und Struktur der EU, die Sprachenpolitik, die Analyse der täglichen Sprachverwendung in Kommission und Parlament sowie die Rolle des Deutschen als Arbeitssprache.
Die Arbeit untersucht, ob die Konzeption der Mehrsprachigkeit innerhalb der EU-Institutionen in der Realität umgesetzt wird oder ob sie, besonders im Hinblick auf die Stellung des Deutschen, eher einen Mythos darstellt.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und dem Studium offizieller Dokumente führt die Autorin eine eigene empirische Untersuchung durch, basierend auf Experteninterviews mit Mitarbeitern aus Kommission und Parlament.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Institutionen und der Sprachenpolitik, eine Analyse der tatsächlichen Sprachpraxis und den spezifischen Fokus auf die deutsche Sprache in Beruf und Politik.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Sprachenpolitik, Mehrsprachigkeit, Arbeitssprachen, EU-Institutionen und Sprachverwendung charakterisieren.
Obwohl Deutsch offiziell als Arbeitssprache gilt, zeigt die Untersuchung, dass es im Arbeitsalltag eine ambivalente und eher untergeordnete Rolle spielt, da sich in der Praxis das Englische als dominierende Verkehrssprache etabliert hat.
Die Befragten halten das Ziel zwar für sinnvoll und erstrebenswert, sehen jedoch in der Realität der Institutionen und der praktischen Umsetzung erhebliche Hindernisse, die oft eine pragmatische Beschränkung auf wenige Arbeitssprachen erfordern.
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