Studienarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Case Management und Palliativversorgung
2.1 Besonderheiten des Case Managements
2.2 Unterschiedliche Versorgungsbereiche und Aufgaben des Case Managements
2.2.1 Allgemeine Palliativversorgung
2.2.2 Spezialisierte Palliativversorgung
2.3 Case Management auf der Palliativstation
2.4 Case Management im Palliativ-medizinischen Konsildienst
2.5 Ambulante Versorgungsarten im Bereich der Palliativversorgung
3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung
3.1 Schnittstellen
3.2 Vernetzung
3.3 Kommunikation
3.4 Koordination
3.5 Finanzierung
3.6 Qualität
3.7 Prozesse
4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?
5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick
Die Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben des Case Managements in der palliativen Versorgung und analysiert, ob sich die Rollenbilder zwischen stationärer und ambulanter Betreuung signifikant unterscheiden, insbesondere hinsichtlich der Bezeichnung als Case Manager versus Koordinator.
3.1 Schnittstellen
Als Case Manager im Sozial- und Gesundheitswesen bewegen wir uns überwiegend in sozialen Systemen. Sozialsysteme bestehen laut dem Soziologen Talcott Parsons aus wechselseitigen Handlungen, aus Interaktion oder aus Beziehungen. Renate Mayntz meint hierzu, dass jedes System ein dementsprechend eigenes System besitzt (vgl. Herrlein 2009, S. 33). Das heißt, dass jedes System seine eigenen Abläufe, Strukturen und Akteure hat – dies kann zu Problemen mit anderen Systemen innerhalb des Netzwerkes führen, da man ggf. auf andere Strukturen, Abläufe oder zeitliche Vorgaben oder Ressourcen stößt. Diese Strukturen oder Abläufe zwischen den verschiedenen Systemen kann man Schnittstellen nennen.
In manchen Kontexten wird der Case Manager auch als Schnittstellenmanager bezeichnet. Er soll zwischen den verschiedenen Systemen vermitteln, mit den unterschiedlichen Akteuren kommunizieren und dadurch Probleme in der Zusammenarbeit minimieren.
Die Abbildung 2 soll verdeutlichen wie vielen Schnittstellen das Case Management alleine im Bereich der Palliativversorgung besitzen kann.
Das Bild zeigt verschiedene Möglichkeiten von Schnittstellen, zu beachten ist, dass auch wieder jeder einzelne kleine Kreis erneut Schnittstellen hat, die unter Umständen auch innerhalb dieses Systems wieder neue Schnittstellen entwickelt, etc.. Dies kann die Arbeit schwierig gestalten, da von den Einzelnen Systemen zum Teil eigene – manchmal sogar widersprüchliche – Ziele verfolgt werden. So will der Palliativpflegedienst z.B. eine allumfassende Versorgung anbieten und demensprechend für eine bevorstehende Entlassung für alle Geschehnisse gewappnet sein und bestellt ggf. viele verschiedene Hilfsmittel und Materialien. Der Leistungsträger jedoch schaut eher auf die Kosten und versucht die demensprechend einige Hilfsmittel zunächst zu hinterfragen. Deshalb gilt es zu beachten, dass keine der eigenständigen Organisationen seine Eigenständigkeit verliert und dessen Grenzen und Möglichkeiten von den anderen Leistungserbringern anerkannt werden (vgl. Herrlein 2009, S. 87).
1. Einleitung: Vorstellung der historischen Entwicklung der Palliative Care und Fragestellung bezüglich der unterschiedlichen Rollen des Case Managements im stationären und ambulanten Bereich.
2. Case Management und Palliativversorgung: Darstellung der Begrifflichkeiten, Konzepte wie Frühintegration und Advance Care Planning sowie Analyse der verschiedenen Versorgungssettings.
3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung: Detaillierte Untersuchung der zentralen Pfeiler wie Schnittstellen, Vernetzung, Kommunikation, Koordination, Finanzierung, Qualität und Prozesse.
4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?: Kritische Auseinandersetzung mit der Rollendefinition des Case Managers und dem Unterschied zwischen koordinierenden Aufgaben und individueller Fallbegleitung.
5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse mit Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung von Versorgungsmodellen und die Anforderungen an qualifiziertes Fachpersonal.
Case Management, Palliative Care, Palliativversorgung, Schnittstellenmanagement, Koordination, SAPV, Fallmanagement, Versorgungsplanung, Multiprofessionalität, Qualitätsmanagement, Vernetzung, Patientenorientierung, stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, Gesundheitswesen.
Die Arbeit untersucht die Rolle und Aufgaben des Case Managements innerhalb der palliativen Versorgung und beleuchtet die Unterschiede zwischen stationärer und ambulanter Betreuung.
Die Arbeit konzentriert sich auf Versorgungsstrukturen, die Rollendefinition des Case Managers, Schnittstellenmanagement in sozialen Systemen sowie Qualitätskriterien und Finanzierungsaspekte.
Ziel ist es zu klären, ob die unterschiedlichen Bezeichnungen (Case Manager vs. Koordinator) in der Praxis inhaltlich gerechtfertigt sind und welche Aufgaben das Case Management in verschiedenen Settings übernimmt.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender Konzepte und Versorgungsstrukturen der Palliativmedizin.
Der Hauptteil analysiert die Versorgungs- und Schnittstellen des Case Managements, betrachtet die Vernetzung und Kommunikation sowie Qualitäts- und Prozesskriterien in der Palliative Care.
Die zentralen Schlagworte umfassen Case Management, Palliativversorgung, Schnittstellenmanagement, Koordination, SAPV, Qualität und Multiprofessionalität.
Laut der Arbeit wird der Koordinator im ambulanten Setting (SAPV) oft primär auf der Organisationsebene als Schnittstellenmanager tätig, während der Case Manager im stationären Bereich stärker in die individuelle Fallsteuerung und Begleitung involviert ist.
Die Finanzierung variiert je nach Setting (Budget vs. Spenden vs. Leistungssätze) und beeinflusst sowohl die strukturelle Etablierung als auch die Möglichkeiten zur professionellen Ausgestaltung der Koordination.
Da Palliativpatienten oft komplexe und instabile Krankheitsverläufe aufweisen, erfordert die Versorgung eine enge, multiprofessionelle Zusammenarbeit, um Versorgungsbrüche zwischen ambulanten und stationären Sektoren zu vermeiden.
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