Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was ist Gestaltpädagogik
3. Was ist Gestalttherapie
4. Die Gestalttheorie
4.1 Der Gestaltansatz
4.2 Menschenbild des Gestaltansatzes
5. Von der Gestalttherapie zur Gestaltpädagogik
5.1 Geschichte der Gestaltpädagogik
5.1.1 Wurzel: Humanistische Psychologie
5.1.2 Entwicklung der Gestalttherapie durch Fritz Perls
5.1.3 Begründung der Gestaltpädagogik durch Hilarion Petzold
5.1.4 Aktualität
5.2 Grundsätze der Gestaltpädagogik auf Grundlage der Gestalttherapie
5.2.1 Die fünf Grundsätze der Gestalttherapie
5.2.1.1 Bewusstheit
5.2.1.2 Die Orientierung im „Hier und Jetzt“
5.2.1.3 Verantwortung im sozialen Prozess
5.2.1.4 Das homöostatische Prinzip
5.2.1.5 Kontakt in therapeutischen Beziehungen
5.2.2 Die sieben Elemente der Gestaltpädagogik
5.2.2.1 Wahrnehmung
5.2.2.2 Selbstverantwortung
5.2.2.3 Wertschätzung
5.2.2.4 Bezogenheit
5.2.2.5 Kontakt
5.2.2.6 Prozess
5.2.2.7 Kreativität
5.3 Methoden der Gestaltpädagogik
5.3.1 Methodenansätze der Gestaltpädagogik auf gestalttherapeutischer Grundlage
5.3.1.1 Identifikation
5.3.1.2 Polaritäten
5.3.1.3 Verstärkung
5.3.1.4 Projektion
5.3.1.5 Rollenspiele
5.3.1.6 Kreative Medien
5.3.2 Beispiele für die Umsetzung gestaltpädagogischer Methoden
5.3.2.1 Der Themenbaum
5.3.2.2 Das kreative Gestalten von Körperbildern
5.3.2.3 Schattentheater im Unterricht
5.3.2.4 Die „ICH“ – Mappe
6. Der Fokus der Gestaltpädagogik auf den Lernprozess
6.1 Bedeutung des Lernens in der Gestaltpädagogik
6.1.1 Lernen als Kontaktprozess
6.1.2 Lernen als kreative Erschaffung von Wissen
6.1.3 Lernen als persönlich bedeutsames Lernen
6.2 Gestaltpädagogische Didaktik
6.3 Kriterien für einen gestaltpädagogisch orientierten Unterricht
6.4 Die Rolle des gestaltpädagogischen Lehrers
7. Gestaltpädagogik in der Praxis
7.1 Arbeitsfelder der Gestaltpädagogik
7.1.1 Gestaltpädagogik im Kindergarten: die Erfahrungen einer Erzieherin
7.1.2 Gestaltpädagogik in der Schule: Die Modellschule Graz
7.1.3 Gestaltpädagogische Arbeitshaltung in der Erwachsenenbildung
7.2 Gestaltpädagogische Weiterbildung
8. Kritik an der Gestaltpädagogik
9. Gestaltpädagogik: Ein Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die theoretischen Wurzeln der Gestaltpädagogik in der Gestalttherapie und analysiert deren Anwendung sowie pädagogische Wirksamkeit im schulischen und bildungsinstitutionellen Kontext.
5.2.1.2 Die Orientierung im „Hier und Jetzt“
Das zweite Postulat der Gestalttherapie ist die Orientierung im „Hier und Jetzt“, denn die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft ist noch nicht eingetroffen. Gestalttherapeutisch kann ein Mensch zwar ein Problem haben, das aus der Vergangenheit kommt, aber ihm in der Gegenwart zu schaffen macht. Die Schwierigkeiten von heute stehen im Zusammenhang mit heutigem Handeln. Sie können auch nur in der Gegenwart behandelt werden. Die Analyse des gegenwärtigen Verhaltens dient dazu, die Vergangenheit zu begreifen, und verarbeiten zu können. „Wir fordern unsere Patienten auf, über ihre Traumata und Probleme nicht in den fernen Bereichen der Vergangenheit und Erinnerung zu reden, sondern ihre Probleme und ihre Traumata – ihre unabgeschlossenen Situationen – noch einmal im Hier und Jetzt zu erleben. Wenn der Patient überhaupt das Buch seiner alten Probleme endgültig schließen soll, dann muß er es in der Gegenwart schließen.“ (Perls 1973 S. 82).
Übertragen auf die Gestaltpädagogik bedeutet dieses Prinzip die Forderung nach genauer Wahrnehmung und Berücksichtigung der hier und jetzt einwirkenden Faktoren auf den Lernprozess (vgl. Burow 1988, S. 100).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Entstehung der Gestaltpädagogik aus der Gestalttherapie und fragt nach deren pädagogischer Wirksamkeit.
2. Was ist Gestaltpädagogik: Definiert die Gestaltpädagogik als Richtung der Humanistischen Pädagogik, die auf ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung setzt.
3. Was ist Gestalttherapie: Beschreibt die Ursprünge der Gestalttherapie als Methode der Humanistischen Psychologie mit Fokus auf Gegenwärtigkeit und Kontakt.
4. Die Gestalttheorie: Erläutert den Gestaltansatz und das zugrundeliegende ganzheitliche Menschenbild.
5. Von der Gestalttherapie zur Gestaltpädagogik: Analysiert die historische Entwicklung, die zentralen Grundsätze und die pädagogischen Elemente, die aus der Therapie übernommen wurden.
6. Der Fokus der Gestaltpädagogik auf den Lernprozess: Untersucht das Verständnis von Lernen als Kontaktprozess und die daraus abgeleitete Didaktik.
7. Gestaltpädagogik in der Praxis: Zeigt anhand von Beispielen die Anwendung in Kindergarten, Schule und Erwachsenenbildung auf.
8. Kritik an der Gestaltpädagogik: Diskutiert die Schwierigkeiten der Umsetzung gestaltpädagogischer Ideale in starren institutionellen Schulsystemen.
9. Gestaltpädagogik: Ein Fazit: Fasst zusammen, dass die gestaltpädagogische Haltung für den Lernerfolg wertvoll ist, auch wenn die praktische Implementierung institutionelle Hürden aufweist.
Gestaltpädagogik, Gestalttherapie, Humanistische Pädagogik, Lernprozess, Kontakt, Bewusstheit, Selbstverantwortung, Ganzheitlichkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Didaktik, Prozessorientierung, Kreativität, Wahrnehmung, Schulentwicklung, Interaktion.
Die Arbeit befasst sich mit der Herleitung der Gestaltpädagogik aus der Gestalttherapie und untersucht deren pädagogische Anwendung und Wirksamkeit.
Die zentralen Themen sind der theoretische Transfer von therapeutischen Postulaten in den pädagogischen Kontext, methodische Umsetzungsbeispiele und die institutionelle Kritik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gestaltpädagogische Ansätze Menschen in ihrem Lernprozess stärken und welche Haltung Pädagogen dafür einnehmen sollten.
Die Arbeit basiert auf der Analyse von Fachliteratur, Schriften der Begründer sowie der Auswertung von Praxisberichten und Interviews erfahrener Gestaltpädagogen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Grundsätze (wie Kontakt oder das Hier und Jetzt), die didaktische Gestaltung von Lernprozessen und konkrete Methoden wie den Themenbaum.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Gestaltpädagogik, Kontakt, Persönlichkeitsentwicklung und ganzheitliches Lernen charakterisiert.
Im Gegensatz zu standardisierten Abläufen steht im gestaltpädagogischen Unterricht die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, der Dialog und die eigenverantwortliche Gestaltung des Lernprozesses durch den Schüler im Vordergrund.
Kritik entsteht vor allem durch den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung der Schüler und den starren Anforderungen an Lehrpläne, Notengebung und Zeitvorgaben der Institutionen.
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