Bachelorarbeit, 2015
96 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Betrachtung des Störungsbildes
2.1 Definition, Einordnung und Abgrenzung
2.2 Häufigkeit autistischer Störungen
2.3 Ursachen
2.4 Ausprägungsarten / Symptomatik
2.4.1 Frühkindlicher Autismus
2.4.2 Asperger- Autismus
2.4.3 Atypischer Autismus
2.4.4 Autismus- Spektrum- Störung
2.4.5 Komorbide Störungen
2.5 Störungsverlauf
2.5.1 Kindheit und Jugend
2.5.2 Erwachsenenalter
2.6 Diagnostik
2.7 Behandlungsindikatoren
2.7.1 Akzeptanz und Annahme
2.7.2 Aufklärung
2.7.3 Verhaltenstherapie
2.7.4 Pädagogische Programme
2.7.5 Medikamentöse Behandlung
2.7.6 Naturheilverfahren
2.8 Auswirkungen autistischen Verhaltens
2.8.1 Gesellschaftliche Auswirkungen
2.8.2 Schulische Auswirkungen
2.8.3 Psychische Auswirkungen
3 Theoretische Einordnung der Schulbegleitung / Integrationshilfe am Beispiel einer Studie des Lebenshilfe- Landesverbandes Bayern
3.1 Begriffsbestimmung „Soziale Einzelfallhilfe“
3.2 Begriffsbestimmung „Schulbegleitung / Integrationshilfe“
3.3 Ziele der Schulbegleitung / Integrationshilfe
3.4 Forschungsstand / Problemaufriss
3.5 Darstellung der Studie
3.5.1 Zielgruppen / Beantragungsgründe
3.5.2 Qualifikationen der Schulbegleiter / Integrationshelfer
3.5.3 Tätigkeitsprofil
3.5.4 Auswirkungen und Alternativen
3.5.5 Entwicklung der Schulbegleiter / Integrationshelferzahlen
3.5.6 Zusammenfassung
4 Forschungsdesign der eigenen empirischen Untersuchung
4.1 Hintergründe des Forschungsinteresses
4.2 Theoretische Grundlagen der ausgewählten Forschungsmethode
4.2.1 Varianten qualitativer Interviews
4.2.2 Definition und Einordnung von Leitfadeninterviews
4.2.3 Bewertung von Leitfadeninterviews
4.3 Beschreibung der Auswertungsmethode- Qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring
4.4 Darstellung des Forschungsdesigns
4.5 Stichprobenauswahl
5 Darstellung der Forschungsergebnisse
5.1 Einleitungsphase
5.2 Bedeutung der Einzelfallhilfe
5.3 Integration in Schulklassen
5.4 Herausforderungen für die Pädagogen
5.5 Abschlussphase
5.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.7 Kritik und Probleme der Schulbegleitung / Integrationshilfe
6 Empfehlungen
7 Schlussbetrachtungen und Perspektiven
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der pädagogischen Einzelfallbegleitung für autistische Kinder und Jugendliche im schulischen Alltag, wobei insbesondere der Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Integrationsfähigkeit in Regelschulen beleuchtet wird.
2.1 Definition, Einordnung und Abgrenzung
Das Störungsbild „Autismus“ wurde im 20. Jahrhundert vom Schweizer Psychiater Eugen Bleuler geprägt, der die autistischen Symptome zuerst mit schizophrenen Verhaltenszügen in Verbindung brachte. Die beiden österreichischen Psychiater Leo Kanner und Hans Asperger erkannten schließlich die Eigenständigkeit der Störung durch verschiedenste Beobachtungen von Kindern, die schwere Kontaktstörungen zur sozialen Umwelt aufwiesen. Beide Psychiater sind als Namensgeber der Ausprägungsformen „Kanner- bzw. frühkindlicher Autismus“ und „Asperger- Autismus“ bekannt (vgl. Meinertz & Kaussen, 1992, S. 178). Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Autismus im Klassifikationssystem der psychischen Störungen ICD- 10 als tiefgreifende Entwicklungsstörung des zentralen Nervensystems definiert (F. 84). Es sind alle Bereiche der kindlichen Entwicklung bereits im frühen Kindesalter betroffen. Dazu zählen beispielsweise die Sprache, die Motorik, die Wahrnehmung, die Lernbereitschaft und besonders die Fähigkeit, sich auf zwischenmenschliche Bindungen einzulassen (vgl. Dufern & Selter, 2012, S. 1, Kamp-Becker, 2011, S. 33). Das „sonderbare“ Verhalten dieser Kinder wird oftmals beim spielerischen Erkunden der Umwelt beobachtet, wenn sich diese ihrem sozialen und materiellen Umfeld durch aggressive Verhaltensweisen oder Desinteresse verweigern und deswegen keine, für die emotionale und intellektuelle Entwicklung, wichtigen Lernerfahrungen sammeln können (vgl. Rollet, 2011, S. 17f.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Relevanz der pädagogischen Begleitung autistischer Kinder ein und definiert die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Betrachtung des Störungsbildes: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Definitionen, Symptomatiken und Diagnostikmethoden des Autismus sowie die Auswirkungen auf Betroffene.
3 Theoretische Einordnung der Schulbegleitung / Integrationshilfe am Beispiel einer Studie des Lebenshilfe- Landesverbandes Bayern: Es erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung der Einzelfallhilfe und die Darstellung einer großflächigen Studie zu Rahmenbedingungen der Integrationshilfe.
4 Forschungsdesign der eigenen empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel begründet die Wahl qualitativer Experteninterviews als Forschungsmethode und beschreibt das methodische Vorgehen nach Mayring.
5 Darstellung der Forschungsergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews zu Einzelfallbegleitung, Inklusionserfolgen und pädagogischen Herausforderungen ausgewertet.
6 Empfehlungen: Es werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen für den Umgang mit autistischen Schülern und die Gestaltung des Inklusionsprozesses gegeben.
7 Schlussbetrachtungen und Perspektiven: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Anforderungen an das Schulsystem.
Autismus, Schulbegleitung, Integrationshilfe, Inklusion, pädagogische Einzelfallhilfe, Persönlichkeitsentwicklung, Regelschule, Symptomatik, Diagnostik, Sonderpädagogik, Förderbedarf, Verhaltensauffälligkeiten, Experteninterview, Inhaltsanalyse, soziale Kompetenz
Die Arbeit analysiert die Rolle und die Bedeutung der schulischen Einzelfallbegleitung für die Inklusion und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum.
Die Themen umfassen die medizinisch-psychologische Einordnung des Autismus, die rechtlichen und praktischen Grundlagen der Integrationshilfe sowie die Herausforderungen des pädagogischen Personals im Schulalltag.
Das Ziel ist die Untersuchung des Einflusses der Einzelfallbegleitung auf die Persönlichkeitsentwicklung autistischer Schüler sowie die Identifikation von Gelingensfaktoren für deren Integration in Regelschulen.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Störungsbild, eine Analyse externer Studien zur Schulbegleitung und die Darstellung eigener empirischer Ergebnisse aus Expertenbefragungen.
Wesentliche Begriffe sind Autismus, Inklusion, Schulbegleitung, Integrationshilfe, pädagogische Förderung, soziale Interaktion und Autismus-Spektrum-Störung.
Sie nutzen vor allem Strukturierung, Organisation des Lernalltags, Aufmerksamkeitssteuerung und Reizoptimierung, um den betroffenen Schülern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.
Die Elternarbeit wird als zentraler Erfolgsfaktor hervorgehoben; der regelmäßige Austausch und die Einbindung der Eltern in den Integrationsprozess sind essenziell für eine ganzheitliche Förderung.
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