Bachelorarbeit, 2012
41 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen: Corporate Governance, Eigentum und Kontrolle
2.1 Corporate Governance und Eigentumsverhältnisse
2.1.1 Der Begriff der Corporate Governance
2.1.2 Trennung, Eigentum und Kontrolle als ökonomisches Problem
2.1.3 Eigentum und Kontrolle in alternativen Corporate Governance-Systemen
2.2 Corporate Governance- Systeme in Russland
2.2.1 Privatisierung der russischen Staatsbetriebe
2.2.2 Das russische Corporate Governance-System
3 Empirische Untersuchung: Eigentums- und Kontrollverhältnisse in russischen Aktiengesellschaften
3.1 Datenbasis und Auswertungsmethode
3.2 Befunde: „Ownership and Control“
3.2.1 Eigentumsverhältnisse in Russland
3.2.2 Die Rolle des Staates
3.2.3 Die Rolle der Oligarchen und Managerunternehmen
3.2.4 Unternehmensstrategie
3.3 Diskussion der Befunde
4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das russische Corporate-Governance-System und dessen empirische Realität unter den 100 größten börsennotierten Aktiengesellschaften, um festzustellen, ob eine Konvergenz zum angelsächsischen Modell stattgefunden hat oder ob weiterhin spezifische russische Eigentums- und Kontrollstrukturen dominieren.
2.1.2 Trennung, Eigentum und Kontrolle als ökonomisches Problem
Der Grundgedanke der kapitalistischen Unternehmensordnung besteht darin, dass die Ziele und die Politik des Unternehmens alleine von den Interessen der Kapitaleigner bestimmt werden. Die Personen, die ihr Eigentum für die Teilnahme am Marktprozess riskieren, sollen auch die wirtschaftlichen Entscheidungen im Unternehmen treffen und gleichzeitig die Konsequenzen in Form von Gewinnen oder Verlusten tragen. Durch die Einbringung des Eigentums an den Produktionsmitteln, wird die Einheit von Risiko, Kontrolle und Gewinn gesichert. Somit ist die Herrschaft der Kapitaleigner im Unternehmen nicht willkürlich gewählt, sondern durch die daraus resultierende Absicht der Gewinnmaximierung, funktional für die Wohlfahrt aller, im Wirtschaftsprozess beteiligter Interessengruppen.
Die zentrale Frage, die sich hier stellt ist, wieso es dann zu einer Trennung zwischen Eigentum und Kontrolle kommt. Gründe hierfür sind, dass es bereits im Laufe der Industrialisierung, die zu einem Wachstum und einer geographischen Ausdehnung der Unternehmen führte, die Unternehmensleitung stetig komplexer wurde. Die ständig wachsenden Ansprüche an den Eigentümer, machten es erforderlich, qualifizierte Angestellte (Manager) mit der Unternehmensführung zu beauftragen. Diese Entwicklung führte zunehmend zu einer Trennung zwischen Eigentum und Unternehmensführung.
Die Trennung zwischen Eigentum und der Kontrolle von diesem, sowie die damit verbundenen Probleme, ist zentraler Bestandteil der Prinzipal-Agent-Theorie, die im Folgenden thematisiert wird.
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Relevanz von Corporate Governance in Russland dar und erläutert die Problemstellung der Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt nach der Privatisierung.
2 Theoretische Grundlagen: Corporate Governance, Eigentum und Kontrolle: Das Kapitel definiert den Begriff Corporate Governance, erläutert die Prinzipal-Agent-Theorie als zentrales Problem und klassifiziert verschiedene Kontrollsysteme (Exit, Voice, Loyalty) im Hinblick auf das russische System.
3 Empirische Untersuchung: Eigentums- und Kontrollverhältnisse in russischen Aktiengesellschaften: Dieser Hauptteil beschreibt die Datengrundlage und die statistische Methodik zur Analyse der Eigentümerstrukturen, der staatlichen Einflussnahme, der Rolle von Oligarchen sowie der Unternehmensdiversifikation russischer Konzerne.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt, dass keine Konvergenz zum angelsächsischen Modell vorliegt und die russische Unternehmenslandschaft durch extreme Eigentümerkonzentration, hohen staatlichen Einfluss und die Dominanz der Oligarchen geprägt ist.
Corporate Governance, Russland, Privatisierung, Eigentumsverhältnisse, Kontrolle, Prinzipal-Agent-Theorie, Staatsunternehmen, Oligarchen, Kapitalmarkt, Aktien, Unternehmensstrategie, Diversifikation, angelsächsisches Modell, Shareholder-Value, Minderheitsaktionäre
Die Arbeit analysiert die Eigentums- und Kontrollstrukturen der 100 größten börsennotierten Aktiengesellschaften in Russland und prüft, inwieweit das russische Corporate-Governance-System dem angelsächsischen Modell entspricht.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Corporate Governance, die Auswirkungen der russischen Privatisierungsphase, die Rolle des Staates, die Macht der Oligarchen sowie die Diversifikation russischer Unternehmen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob eine Konvergenz der russischen Corporate-Governance-Systeme in Richtung des angelsächsischen Systems stattgefunden hat, wie sie in der Fachliteratur oft postuliert wird.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse von Jahresabschlüssen und Geschäftsberichten des Jahres 2010, wobei deskriptive Statistiken sowie nichtparametrische Tests (Kruskal-Wallis, Mann-Whitney) zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung: Hier werden die Datenbasis erläutert, die tatsächlichen Eigentümerstrukturen ausgewertet, der staatliche Einfluss in Schlüsselbranchen analysiert und die Strategien von Oligarchen sowie das Diversifikationsverhalten geprüft.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Corporate Governance, Privatisierung, Eigentümerkonzentration, staatliche Beteiligung, Oligarchen, Prinzipal-Agent-Problematik und Kapitalmarkt.
Da eine hohe Eigentümerkonzentration und ein unterentwickelter Kapitalmarkt vorherrschen, gibt es für Kapitaleigner keinen Anreiz, ihre Anteile zu verkaufen, da sie ihre Machtposition in den Unternehmen nicht verlieren wollen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Privatisierung zwar ein Anfang war, die Umsetzung jedoch inkonsequent erfolgte, da die notwendigen Rahmenbedingungen für ein funktionierendes angelsächsisches Modell fehlen und der Staat sowie Oligarchen weiterhin enormen Einfluss ausüben.
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