Bachelorarbeit, 2013
57 Seiten, Note: gut
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielsetzung
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Querschnittlähmung
2.1.1 Schlaffe und spastische Lähmung
2.1.2 Komplette und inkomplette Querschnittlähmung
2.2 Rehabilitation Querschnittgelähmter
2.2.1 Akutphase
2.2.2 Postakutphase
2.2.3 Lebenslange Nachsorge
2.3 Sexualität
2.4 Sexuelle Rehabilitation
2.4.1 Phase der Verunsicherung/Veränderung
2.4.2 Phase des Experimentierens
2.4.3 Phase des Akzeptierens/Geniessens
2.5 Sexualität als Grundbedürfnis und Recht des Menschen
2.6 Rolle der Pflegefachperson
2.6.1 Rolle der Pflegefachperson in der sexuellen Rehabilitation
2.6.2 Phase der Verunsicherung / Veränderung
2.6.3 Phase des Experimentierens
2.6.4 Phase des Akzeptierens / Geniessens
3 Methode
3.1 Einschlusskriterien
3.2 Ausschlusskriterien
3.3 Suchstrategie
4 Ergebnisse
4.1 Tabellarische Übersicht der Studien und Experten- berichte
5 Synthese
5.1 Schulen und Beraten
5.2 Bereitschaft über Sexualität zu reden
6 Diskussion
6.1 Schulen und Beraten
6.2 Bereitschaft über Sexualität zu reden
6.3 Beantwortung der Fragestellung
7 Schlussfolgerungen
8 Empfehlungen für die Praxis
Ziel dieser Arbeit ist es, die Rollen und Aufgaben von Pflegefachpersonen in der ganzheitlichen Rehabilitation von querschnittgelähmten Patienten zu definieren, um die Thematisierung von Sexualität in der Pflege zu verbessern und als festen Bestandteil der Betreuung zu etablieren.
Permission:
In erster Linie sollen die Pflegefachpersonen den querschnittgelähmten Patientinnen und Patienten ihre Bereitschaft signalisieren, mit ihnen über das Thema der Sexualität zu sprechen. Falls die Patientin oder der Patient es nicht selbst anspricht, sollen sie das Gespräch über Sexualität eröffnen. Die Pflegefachpersonen sollen sich ohne Vorurteile auf diese Gespräche einlassen. Das Thema sollte ehrlich und offen besprochen werden. Wichtig ist einerseits, dass das Thema der Sexualität nach einer Querschnittlähmung überhaupt von jemandem angesprochen wird und dass anderseits Mythen und falsche Vorstellungen möglichst früh abgebaut werden.
Pflegefachpersonen spielen in dieser Phase eine zentrale Rolle, denn sie sind die Berufsgruppe, welche am meisten Zeit mit den Patientinnen und Patienten verbringt. Eine gute Beziehung ist die entscheidende Voraussetzung für die Bereitschaft von querschnittgelähmten Patientinnen und Patienten, über ihre Sexualität zu reden und Fragen zu stellen. Vor allem in der Erstrehabilitation trauen sich viele Patientinnen und Patienten nicht, das Thema Sexualität anzusprechen, da sie die Regulierung anderer Körperfunktionen wie z. B der Darm- oder Blasenfunktion für wichtiger erachten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Sexualität bei querschnittgelähmten Patienten ein und erläutert die Relevanz der Thematik für eine ganzheitliche Rehabilitation.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden medizinische Grundlagen der Querschnittlähmung, Konzepte der Rehabilitation sowie Theorien zur Sexualität und zur Rolle der Pflege dargelegt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in verschiedenen medizinischen Datenbanken zur Beantwortung der Fragestellung.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus verschiedenen Studien und Expertenberichten werden tabellarisch aufbereitet, um den Stand der Forschung zu Rollen und Aufgaben der Pflege darzustellen.
5 Synthese: Die zentralen Erkenntnisse zu Schulung, Beratung und der Bereitschaft der Pflege, über Sexualität zu sprechen, werden hier thematisch zusammengeführt.
6 Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen im Kontext der Schweizer Pflegepraxis und der Anwendbarkeit internationaler Modelle.
7 Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über den aktuellen Status der Thematisierung von Sexualität in Kliniken und zeigt den weiteren Forschungsbedarf auf.
8 Empfehlungen für die Praxis: Konkrete Vorschläge für das Schweizer Paraplegiker Zentrum zur Implementierung von Fachberatung und Weiterbildungsangeboten für Pflegepersonal.
Querschnittlähmung, Sexualität, Pflege, Rehabilitation, PLISSIT-Modell, sexuelle Beratung, sexuelle Rehabilitation, Pflegefachpersonen, Spinal Cord Injury, Patientenbetreuung, Fachwissen, Einstellungen, Tabu, ganzheitliche Pflege, Lebensqualität.
Die Bachelor-Thesis untersucht die Rollen und Aufgaben von Pflegefachpersonen bei der sexuellen Rehabilitation von querschnittgelähmten Patienten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die sexuelle Beratung im klinischen Alltag, Barrieren in der Pflege, das PLISSIT-Modell und die Wichtigkeit der Sexualität als menschliches Grundbedürfnis.
Ziel ist es, Grundlagen für ein Konzept zu schaffen, das Pflegepersonal befähigt, Patienten zum Thema Sexualität optimal zu betreuen und zu beraten.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed, Cinahl und Medline durchgeführt, ergänzt durch eine kritische Beurteilung von Studien und Expertenberichten.
Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle, aktuelle Studien zum Wissen und zur Einstellung von Pflegekräften sowie praktische Ansätze für das Beratungsgespräch.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Querschnittlähmung, sexuelle Rehabilitation, Pflege, PLISSIT-Modell und ganzheitliche Betreuung geprägt.
Das Modell wird in mehreren Studien als effektives Instrument genannt, um Pflegefachpersonen eine strukturierte Vorgehensweise bei der sexuellen Beratung zu ermöglichen.
Die Arbeit stellt fest, dass konservative und religiöse Einstellungen von Pflegekräften häufig eine Barriere darstellen, die eine offene Thematisierung der Sexualität im Patientenkontakt erschweren.
Der Autor empfiehlt die Einführung von spezialisierten Fachberatern für Sexualität auf den Stationen sowie den Ausbau von zielgerichteten Weiterbildungsangeboten für das Personal.
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