Bachelorarbeit, 2017
94 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Relevanz der Personalauswahl im Unternehmenskontext
2.1. Instrumente der Personalauswahl
2.2. Vom Einstellungsgespräch zum multimodalen Interview
2.3. Von der Wahrnehmung zur sozialen Urteilsbildung
2.4. Die Komplexität der Urteilsbildung im Kontext der Personalauswahl
2.5. Ausgewählte Einflussfaktoren auf die Beurteiler
2.5.1. Personelle Faktoren und innere Prozesse des Beurteilenden
2.5.2. Umweltreize als nichtpersonelle Faktoren
3. Problem-, Ziel- und Fragestellung
4. Hypothesen und erwartete Ergebnisse
5. Material und methodisches Vorgehen
5.1. Datenbanken und Suchkombinationen
5.2. Kriterien zur Literaturauswahl und Literaturbewertung
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1. Beschreibung der Fachliteratur und Experimente
6.2. Bewertung der Fachartikel
6.2.1. Bewertung der Stichprobenqualität
6.2.2. Bewertung der statistischen Auswertung
6.2.3. Bewertung der Objektivität, Reliabilität und Validität
6.2.3.1. Bewertung der externen Validität
6.2.3.2. Bewertung der Objektivität, Reliabilität und Validität (ORV-Bewertung)
6.3. Ergebniszusammenfassung
7. Überprüfung der Hypothesen
8. Diskussion
9. Fazit
10. Ausblick
11 Literatur und Quellen
12. Glossar
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Einfluss der Raumtemperatur auf die Beurteilung von Bewerbern in Bewerbungsgesprächen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob eine Manipulation der Raumtemperatur das soziale Urteil über eine Person maßgeblich beeinflussen kann, wobei theoretische Ansätze der Grounded Cognition und Embodied Cognition als Grundlage dienen.
2.4. Die Komplexität der Urteilsbildung im Kontext der Personalauswahl
Schuler (2014, S. 38) erklärt, die: „Psychologische Diagnostik ist in ihrem Kern die Beobachtung und Interpretation von Verhalten…“. Während eines Bewerbungsinterviews wird deutlich, dass es sich um einen Prozess des Beobachtens und des Beurteilens handelt, bei dem Bewerber und Interviewer sogar in Interaktion miteinander stehen. (Schuler, 2014, S.38) Die menschliche Wahrnehmung ist entscheidendes Element der gesamten Beurteilung in einem Einstellungsinterview. Die Eindrucksbildung des Beurteilers erfolgt Springbett (1958, S.20) zu Folge nach vier Minuten. Innerhalb dieses Zeitraumes fällt der Beurteiler die Entscheidung über eine mögliche Einstellung.
Laut Kanning (1999, S.15) bewerten wir im sozialen Kontext stets die Situation an sich sowie die Person selbst. Den Begriff sozialer Kontext definiert er als eine von Menschen geschaffene Situation, in der Verhaltensregeln, Konventionen und Wertvorstellungen unser Handeln maßgeblich leiten. (Kanning, 1999, S.15) Eine Grenze zwischen den Urteilen über Situation und Person gibt es nicht – sie stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Bewerbungsgespräche sind damit eine zielgerichtete Form des sozialen Kontexts.
In der Sozialpsychologie existieren verschiedene theoretische Modelle zur Erklärung der sozialen Urteilsbildung. Da es sich bei dem Einstellungsinterview um eine geplante und besondere Situation der Beurteilung mit dem Ziel der Personalauswahl handelt, ist es sinnvoll ein auf dieses Szenario zugeschnittenes Modell zur Urteilsbildung zu betrachten. Schuler (2002, S. 95) hat hierzu die Ebenen der Eindrucksbildung im Einstellungsinterview beispielhaft skizziert. Die Besonderheit bei der Beurteilung in einem Bewerbungsinterview liegt bei der bewertenden Person. Diese ist idealerweise darin geschult, Menschen auf Ihre Passung zu einem Unternehmen hin zu bewerten. Gleichzeitig ist sich der Bewerber ebenfalls über die Besonderheit der Bewertungssituation bewusst. Beide Parteien achten gezielt auf die jeweils andere Partei. Durch die bewusste Wahrnehmung des Bewerbungsinterviews können Wahrnehmungsfehler vermieden werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik der fehleranfälligen Urteilsbildung im hochkomplexen Prozess des Bewerbungsgesprächs vor und führt in die Fragestellung ein.
2. Die Relevanz der Personalauswahl im Unternehmenskontext: Es wird die strategische Bedeutung der Personalauswahl verdeutlicht und der Prozess der sozialen Urteilsbildung sowie Einflussfaktoren auf den Beurteiler analysiert.
3. Problem-, Ziel- und Fragestellung: Das Kapitel leitet aus der theoretischen Grundlage die Forschungsfrage ab, ob die Raumtemperatur die Urteilsbildung im Bewerbungsgespräch beeinflusst.
4. Hypothesen und erwartete Ergebnisse: Hier werden zwei Hypothesen aufgestellt, die einen Zusammenhang zwischen Temperatur und der Beurteilung im Bewerbungsinterview postulieren.
5. Material und methodisches Vorgehen: Das methodische Vorgehen wird beschrieben, inklusive der Datenbanksuche und den Bewertungskriterien für die Qualität der Fachliteratur.
6. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Literaturrecherche und kategorisiert die Fachartikel hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Aussagekraft.
7. Überprüfung der Hypothesen: Die zuvor recherchierten Studienergebnisse werden genutzt, um die aufgestellten Hypothesen zu prüfen.
8. Diskussion: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Diskussion der methodischen Einschränkungen sowie der Übertragbarkeit auf die Praxis.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage basierend auf der Tendenz der Studien.
10. Ausblick: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für zukünftige Forschungen und die Entwicklung standardisierter Definitionen gegeben.
Personalauswahl, Bewerbungsgespräch, Urteilsbildung, Raumtemperatur, Grounded Cognition, Embodied Cognition, Wahrnehmungsfehler, Personalmanagement, soziale Wahrnehmung, psychologische Diagnostik, Temperaturpriming, Eignungsdiagnostik, soziale Interaktion, Arbeitspsychologie, Literaturanalyse.
Die Arbeit untersucht, ob physikalische Umweltfaktoren, speziell die Raumtemperatur, die subjektive Urteilsbildung von Personalverantwortlichen in Bewerbungsinterviews beeinflussen können.
Die Themen umfassen die Personalauswahl, soziale Urteilsbildung, die Theorie der Embodied Cognition und die Auswirkung von Temperaturpriming auf menschliches Verhalten.
Die Forschungsfrage lautet: Existiert ein Einfluss der Raumtemperatur auf die Beurteilung in einem Bewerbungsgespräch?
Die Autorin führt eine systematische Literaturanalyse durch, in deren Rahmen empirische Studien nach wissenschaftlichen Gütekriterien bewertet und in Kategorien eingeordnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Personalauswahl und Wahrnehmung, die methodische Beschreibung der Literaturrecherche sowie die detaillierte Darstellung und Kategorisierung der Ergebnisse aus den identifizierten Fachartikeln.
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Urteilsbildung, Embodied Cognition und Raumtemperatur als Einflussfaktor.
Die Arbeit stellt fest, dass die Ergebnisse in der Literatur inkonsistent sind; es existiert zwar eine Tendenz zur Bestätigung eines Einflusses, jedoch ist die Studienlage für eine definitive Aussage noch nicht ausreichend.
Die Analyse zeigt, dass der soziale Kontext entscheidend ist, da Wärme und Kälte in positiven oder negativen Situationen metaphorisch unterschiedlich interpretiert werden und somit entgegengesetzte Effekte auslösen können.
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