Masterarbeit, 2015
87 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Aktualität
2 Methodik
3 Essstörungen- eine Einführung
3.1 Anorexia nervosa
3.2 Bulimia nervosa
3.3 Latente Adipositas
3.4 Binge- Eating- Disorder
3.5 Orthorexia nervosa
3.6 Restrained Eating
4 Mögliche Faktoren
4.1 Psychologische Faktoren
4.2 Familiäre Faktoren
4.3 Soziokulturelle und gesellschaftliche Komponenten
4.4 Feministische Aspekte
5 Behandlungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit
5.1 Ambulante Beratung
5.2 Selbsthilfegruppen
5.3 Systemische Familientherapie
5.4 Kunsttherapie
5.5 Musiktherapie
5.6 Tanz- und Bewegungstherapie
5.7 Entspannungstechniken
5.8 Körpertherapeutische Ansätze
5.9 Verhaltenstherapie
5.10 Personenzentrierter Ansatz
5.11 Psychodrama
5.12 Feldenkrais
5.13 Feministische Therapie
5.14 Nachsorge
6 Prävention in der Sozialen Arbeit
6.1 Salutogenetischer Ansatz
6.2 Risikofaktoren
6.3 Selbstwertgefühl
6.4 Schönheitsideale
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist es, einen fundierten Einblick in verschiedene Essstörungen zu geben und aufzuzeigen, welchen zentralen Beitrag die Soziale Arbeit bei deren Prävention und Behandlung leisten kann, um Betroffenen in ihrem seelischen, sozialen und gesundheitlichen Befinden nachhaltig zu unterstützen.
1.3 Aktualität
In den Medien, besonders im Fernseher wimmelt es nur so von Abnehmprogrammen. „Germanys next Topmodel“, „Extrem schwer“, The Biggest Loser“ oder „ Extrem schön!“. Sie alle legen ihr Hauptaugenmerk auf das Bestreben einer möglichst schmalen Körperfigur. Besonders junge Mädchen schalten immer Donnerstagsabends den Fernseher an, wenn es wieder heißt: „ Nur eine kann Germanys next Topmodel werden“ mit Heidi Klum. Erst kürzlich wurde ein Mädchen vor laufenden Kameras durch Heidi aus der Show verwiesen mit der Begründung, dass sie eine zu breite Hüfte habe. In einer anderen Szene steht Heidi vor einer Kandidatin und fordert sie auf, ihr Sixpack zu fühlen. Dabei sagt sie: „ Das darf nicht weich sein. Das ist viel zu schwammig. Wenn sie wirklich auf die Laufstege dieser Welt wollen, muss das alles tipptopp in shape sein.“
Maya Götz, seit 1999 wissenschaftliche Redakteurin bei dem internationalen Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen, kritisiert Heid Klum und ihre Show stark. Sie ist der Meinung, dass vor allem junge Mädchen verleitet werden, sich das Schönheitsideal der Show als Vorbild zu nehmen.
„ Heidi Klum ist für viele Mädchen in der Pubertät das größte Vorbild. Doch mit ihrer Show propagiert sie ein unerreichbares Schönheitsideal. Sie und der Sender ProSieben haben auch gesellschaftliche Verantwortung, der sie besser nachkommen könnten. Sie müsste deutlicher herausstellen, dass nur ein Bruchteil junger Frauen von Natur aus für das Modelbusiness geeignet ist“ (Maya Götz, 2015).
Maya Götz führte als Studienleiterin gemeinsam mit dem internationalen Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen und mit dem Bundesfachverband Essstörungen Anfang 2015 eine Studie durch. Veröffentlich wurde diese am 23. April 2015. Sie ergab, dass es einen Zusammenhang zwischen der Fernsehshow „ Germanys next Topmodel“ von Heidi Klum und Essstörungen bei jungen Mädchen gibt. Hierzu wurden 241 Patienten zur Rolle von TV- Sendungen im Kontext von Magersucht und Bulimie befragt. Ein Drittel gab an, dass die Show entscheidend für die eigene Krankheitsentwicklung sei. 85 Prozent stimmten zu, dass die Show Essstörungen verstärken kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert den strukturellen Aufbau der Thesis.
2 Methodik: Hier wird der wissenschaftliche Ansatz der Hermeneutik als Grundlage für die Textinterpretation und Masterthesis vorgestellt.
3 Essstörungen- eine Einführung: In diesem Kapitel werden diverse Krankheitsbilder wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Adipositas in ihrem Verlauf und ihren Folgen definiert.
4 Mögliche Faktoren: Das Kapitel beleuchtet die psychologischen, familiären, soziokulturellen und feministischen Ursachen, die zur Entstehung von Essstörungen beitragen können.
5 Behandlungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit: Hier werden verschiedene therapeutische Angebote und Ansätze der Sozialen Arbeit wie Beratung, Kunsttherapie und systemische Familientherapie detailliert ausgeführt.
6 Prävention in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel befasst sich mit Strategien der Krankheitsprävention durch salutogenetische Ansätze, Risikofaktorenanalyse und Förderung des Selbstwertgefühls.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung der Sozialen Arbeit in diesem Bereich.
8 Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen.
Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Soziale Arbeit, Prävention, Körperbild, Schönheitsideal, Therapie, Selbstwertgefühl, Psychologie, Mädchen, Jugend, Medien, Beratung
Die Arbeit befasst sich mit Essstörungen als gesellschaftlichem Phänomen und untersucht, wie die Soziale Arbeit durch Prävention und Behandlung unterstützend intervenieren kann.
Die zentralen Felder umfassen die medizinische Einordnung von Essstörungen, deren psychologische und gesellschaftliche Auslöser sowie die Vielfalt der therapeutischen Hilfsangebote im Rahmen der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über Essstörungen zu bieten und aufzuzeigen, wie soziale Hilfsangebote zu einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen beitragen können.
Die Autorin nutzt die Hermeneutik als Methode der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, um Texte zu interpretieren und einen theoretischen Rahmen für die Behandlungsansätze zu bilden.
Im Hauptteil werden verschiedene Störungsbilder, deren Entstehungsursachen, spezifische therapeutische Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit sowie präventive Ansätze detailliert analysiert.
Essstörungen, Soziale Arbeit, Prävention, Körperbild, Schönheitsideal, Psychologie, Medien und Selbstwertgefühl sind maßgebliche Begriffe dieser Masterthesis.
Medien und Soziale Netzwerke vermitteln laut der Arbeit ein unrealistisches Schönheitsideal, das den enormen Druck auf Mädchen und junge Frauen erhöht und häufig Essstörungen verstärkt.
Die systemische Familientherapie wird als bedeutsam erachtet, da sie die Familie als Gesamtsystem betrachtet und destruktive Interaktionsmuster, die eine Essstörung begünstigen oder aufrechterhalten, analytisch bearbeitet.
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