Bachelorarbeit, 2017
33 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die PDS
2.1 Die Geschichte der PDS im Überblick
2.1.1 Entstehung, Umstrukturierung, Grundsatzprogramm
2.1.2 Die Etablierung im bundesdeutschen Parteiensystem
2.1.3 Die Krise der PDS
2.2 Die Gründe für die Fusion mit der WASG
3 Die WASG
3.1. Die Entstehung der WASG
3.2 Die Entwicklung der WASG bis Mai 2005
3.3 Die Fusionspläne
4 Die Parteifusion
4.1 Der gemeinsame Antritt zur Bundestagswahl 2005
4.2 September 2005 bis Juni 2007: Der Gründungsprozess der Partei DIE LINKE
4.3 Die Bedeutung der Partei DIE LINKE für das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland
5 Fazit: DIE LINKE als neuartige Partei?
Die vorliegende Arbeit untersucht den Fusionsprozess der Parteien PDS und WASG zur neuen Partei DIE LINKE im Jahr 2007. Ziel ist es, die Beweggründe für diesen Zusammenschluss zu identifizieren und die daraus resultierenden politischen Folgen sowie den Gründungsprozess selbst zu analysieren.
3.1. Die Entstehung der WASG
An dieser Stelle soll ein Rückblick vorgenommen werden, um zu erläutern, wie es überhaupt dazu kam, dass es 2005 eine WASG gab die mit der PDS Verhandlungen über eine mögliche Parteienfusion führen konnte.
Wie bereits erwähnt, entstand die WASG aus einer gewerkschaftlichen Oppositionsbewegung zur Politik der Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Ihre Entstehung war der Ausdruck einer Entwicklung, in welcher sich große Teile der Gewerkschaften von der SPD entfernt hatten. Diese Entwicklung begann bereits in den späten 1990er-Jahren. Zwar hatten viele GewerkschafterInnen 1998 noch den Wahlkampf der SPD unterstützt und bis 2002 zumindest keinen großen Widerstand geleistet, als die SPD beispielsweise mit den Riester-Reformen den Sozialstaat angriff, doch 2003, nach der Ankündigung des Vorhabens Agenda 2010, formierte sich an mehreren Stellen Widerstand. Es entstanden kleine Regionalgruppen, beispielsweise in Berlin und Chemnitz, die in Opposition zur Agenda 2010 standen. Im Herbst 2003 demonstrierten in Berlin rund 10.000 Menschen gegen die Agenda 2010.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage bezüglich der PDS-WASG-Fusion und umreißt das methodische Vorgehen.
2 Die PDS: Das Kapitel behandelt die Historie, die strategische Etablierung sowie die anschließende Krise der PDS in den frühen 2000er Jahren.
3 Die WASG: Hier wird die Entstehung der WASG aus einer gewerkschaftlichen Protestbewegung, ihre Entwicklung bis 2005 und die Fusionspläne beleuchtet.
4 Die Parteifusion: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess von der gemeinsamen Bundestagswahl 2005 über den Gründungsprozess der Partei DIE LINKE bis hin zur Bedeutung für das deutsche Parteiensystem.
5 Fazit: DIE LINKE als neuartige Partei?: Im Fazit wird bilanziert, wie die beiden Parteien mit ihren jeweiligen paradoxen Identitäten erfolgreich zu einer neuen, gesamtdeutschen Partei verschmolzen wurden.
PDS, WASG, DIE LINKE, Parteifusion, Parteiensystem, Agenda 2010, Sozialstaat, Gewerkschaften, Parteigründung, politische Identität, Bundestagswahl, Linksbündnis, Sozialismus, gesellschaftlicher Wandel, oppositionelle Politik
Die Arbeit analysiert den historischen Prozess, der zur Verschmelzung der Parteien PDS und WASG zur neuen Partei DIE LINKE im Juni 2007 führte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der PDS, der Entstehung der WASG als Protestbewegung gegen die Agenda 2010, der strategischen Annäherung der beiden Akteure und dem anschließenden Fusionsprozess.
Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, aus welchen Gründen und mit welchen Folgen sich PDS und WASG zu einer neuen Partei zusammenschlossen.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung von Sekundärliteratur, politikwissenschaftlichen Analysen, Wahldaten sowie Erfahrungsberichten beteiligter Akteure.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Historie und Krisen der PDS, die Entstehung der WASG als Reaktion auf sozialpolitische Reformen und eine detaillierte Aufarbeitung des Fusionsgeschehens bis zur Gründung der Partei DIE LINKE.
Die Kernbegriffe umfassen Parteifusion, Identitätsbildung, Sozialpolitik, Wahlergebnisse und die Transformation des deutschen Parteiensystems.
Die PDS war im Westen kaum verwurzelt und litt unter einer negativen Wahrnehmung als Ostpartei; die WASG bot die Möglichkeit, ein linkes Wählerpotenzial in Westdeutschland zu erschließen und als gesamtdeutsche Kraft aufzutreten.
Die Agenda 2010 fungierte als zentraler Auslöser für die Gründung der WASG, da viele Gewerkschafter und linke Aktivisten darin einen Verrat der SPD an sozialdemokratischen Idealen sahen und sich eine neue politische Vertretung wünschten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Gründung der Partei DIE LINKE einen Erfolg darstellt, da sie das Parteiensystem nachhaltig verändert hat und sich als eigenständige Kraft etablierte, die nicht mehr nur auf einzelne Regionen reduziert werden kann.
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