Magisterarbeit, 2004
84 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Die Rolle des Surrealismus im filmischen Werk Buñuels
3. Die Filme
3.1 Ein andalusischer Hund (Un chien andalou), 1929
3.2 Die Vergessenen (Los Olvidados), 1950
3.3 Archibaldo (Ensayo de un crímen), 1955
3.4 Er (Él), 1955
3.5 Viridiana (Viridiana), 1961
3.6 Der Würgeengel (El ángel exterminador), 1962
3.7 Schöne des Tages (Belle de Jour), 1967
3.8 Die Milchstraße (La voie lacteé), 1969
3.9 Tristana (Tristana), 1970
3.10 Der diskrete Charme der Bourgeoisie (Le charm discret de la bourgeoisie), 1972
3.11 Das Gespenst der Freiheit (Le fantôme de la liberté), 1974
3.12 Dieses obskure Objekt der Begierde (Cet obscur object du désir), 1977
4. Konstanten im filmischen Werk Buñuels
4.1 Träume, Visionen und Wahnvorstellungen
4.2 Die Bourgeoisie
4.3 Die Behandlung von Religion
4.4 Gewalt und Grausamkeit
4.5 Sexualität und Erotik
4.6 Leitmotive
4.7 Die surrealistischen Bilder
4.8 Die Schlüsse
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die filmischen Hauptkonstanten im Werk von Luis Buñuel systematisch herauszuarbeiten und zu analysieren, wobei der Surrealismus als zentraler roter Faden und wesentliche geistige Bewegung seines Schaffens identifiziert wird.
Die Rolle des Surrealismus im filmischen Werk Buñuels
Eine zentrale Frage, der im Rahmen der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden soll, ist, unter welchen Gesichtspunkten Buñuels Werk am Geeignetsten zu betrachten ist und welche Aspekte seine Arbeit entscheidend beeinflusst haben.
Es ist die These der Autorin, dass nach Beschäftigung mit Buñuels Filmsprache schnell deutlich wird, dass der Surrealismus die Hauptkonstante in seinem Werk ist, aus der seine Filmsprache und seine Themenwahl entsteht.
Es mag aus heutiger Sicht durchaus diffizil sein, die Gesamtheit der Ideen des Surrealismus in ihrer Komplexität und Ambivalenz zu verstehen. Es ist jedoch sinnvoll, die Bewegung nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zu betrachten, an dem viele Spanier trotz erklärter Neutralität teilnehmen und in der sich ein mentaler und intellektueller Umsturz, nicht nur innerhalb der desillusionierten Intellektuellenkreise, vollzieht. Ein Auflehnen gegen die Gesellschaft und die Kirche stellt einen Weg dar, die posttraumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Da der Surrealismus prinzipiell auf den Erkenntnissen von Traumbildern beruht, gibt er letztendlich jedem die Möglichkeit, sich damit zu identifizieren.
1. Einleitung: Einführung in Luis Buñuels Filmsprache, die von komplexen Einflüssen und dem Surrealismus als Hauptwegweiser geprägt ist.
2. Die Rolle des Surrealismus im filmischen Werk Buñuels: Darstellung des Surrealismus als zentrale Konstante und Basis für Buñuels Themenwahl und Stil.
3. Die Filme: Überblick über ausgewählte Filme Buñuels über vier Jahrzehnte hinweg, um die Konstanten unter wechselnden Bedingungen zu analysieren.
4. Konstanten im filmischen Werk Buñuels: Detaillierte Untersuchung der zentralen inhaltlichen und formalen Elemente, wie Träume, Bourgeoisie, Religion, Gewalt und Leitmotive.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die Buñuels lebenslange Treue zu seinem Stil und surrealistischen Grundsätzen bestätigt.
Luis Buñuel, Surrealismus, Filmsprache, Bourgeoisie, Religion, Traum, Vision, Gewalt, Erotik, Sexualität, Leitmotiv, Unterbewusstsein, Filmanalyse, Kino, Gesellschaftskritik
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem filmischen Schaffen von Luis Buñuel und analysiert die wiederkehrenden Konstanten, die seinen einzigartigen Stil ausmachen.
Die zentralen Felder umfassen die Rolle des Surrealismus, die Darstellung von Traum und Realität, die Kritik an Bourgeoisie und Kirche sowie die Behandlung von Gewalt und Erotik.
Ziel ist es zu belegen, dass der Surrealismus die grundlegende Konstante in Buñuels Werk ist, aus der sich seine Filmsprache und Themenwahl speisen.
Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung vorgenommen, die durch die Auseinandersetzung mit der Filmografie Buñuels und der surrealistischen Theorie fundiert wird.
Im Hauptteil werden konkrete filmische Konstanten wie Träume, die Bourgeoisie, religiöse Kritik, Gewaltmotive und Leitmotive anhand ausgewählter Werke untersucht.
Neben dem Namen Luis Buñuel sind Begriffe wie Surrealismus, Unterbewusstsein, Gesellschaftskritik und Filmanalyse prägend.
Religion dient Buñuel als Instrument der Unterdrückung, dessen dogmatische Mechanismen er kritisch hinterfragt, beeinflusst durch seine eigene jesuitische Erziehung und atheistische Überzeugungen.
Diese Schlüsse sind ein Markenzeichen Buñuels; sie dienen dazu, das Irrationale zu betonen und den Zuschauer zur eigenen Interpretation anzuregen, statt einfache logische Auflösungen zu bieten.
Frauenfiguren werden oft im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Normen und persönlichen sexuellen Wünschen dargestellt, wobei der Konflikt mit dem Mann und der Gesellschaft zentral ist.
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