Bachelorarbeit, 2016
93 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Auf dem Weg von der Separation zur Inklusion: Wo steht der Kanton Bern?
3 Einstellungen respektive Subjektive Theorien
3.1 Was sind subjektive Theorien?
3.2 Modifikation von Einstellungen
4 Integrative Zusammenarbeit
4.1 Begriffliche Klärung „Integrative Zusammenarbeit“
4.2 Zusammenarbeit als Schlüssel für die erfolgreiche Integration
4.3 Zusammenarbeit als Herausforderung auf verschiedenen Ebenen
4.4 Möglichkeiten zur Anregung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften
5 Qualitative Einzelfallforschung
5.1 Auswahl der Methode
5.2 Datengewinnung
5.3 Datenauswertung
6 Hypothesen zu wichtigen Einflussfaktoren
6.1 Hypothese 1: Die Regellehrkraft akzeptiert ihren Berufsauftrag, welcher integrative Zusammenarbeit verlangt.
6.2 Hypothese 2: Das Modell der Schule der Regellehrkraft ist auf integrative Zusammenarbeit ausgerichtet.
6.3 Hypothese 3: Die Regellehrkraft erkennt den positiven Nutzen für die eigene Professionalisierungsentwicklung, welcher durch die Zusammenarbeit entsteht.
6.4 Zentrale Erkenntnisse aus den Hypothesen
7 Diskussion
8 Schlusswort und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die eine positive Einstellung von Regellehrkräften zur integrativen Zusammenarbeit mit Speziallehrkräften im Kanton Bern begünstigen, um die Herausforderungen der inklusiven Beschulung zu meistern.
3.1 Was sind subjektive Theorien?
Dann (1989) verweist auf folgende Grundannahmen, auf deren Basis anschliessend eine Definition der Subjektiven Theorien basiert: Erstens strukturieren Lehrkräfte ihren Handlungsraum aktiv-kognitiv. Sie analysieren die meist komplexen Situationen, interpretieren diese und entscheiden sich für eine Handlung. Es finden ein ständiger kognitiver Prozess bzw. handlungsbezogene Kognitionen statt. Zweitens greifen die Lehrkräfte während diesen Kognitionen auf ihr professionelles Wissen zurück. Dieses wird einerseits während der formalen Ausbildung erworben, andererseits durch Erfahrungen während der eigenen Schulzeit und während der späteren Berufspraxis (vgl. ebd., S. 248). Ein Teil dieses individuellen, professionellen Wissens besteht aus „überindividuellen gesellschaftlichen Wissensbeständen“, die als Normen und Konventionen in gesellschaftlichen Institutionen wie beispielsweise den Schulen existieren. Auf diese Weise beeinflussen unter anderem das Schulsystem, die Pädagogischen Hochschulen oder auch die Schule selbst eine Lehrkraft (vgl. Dann 1994, S. 165).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Schweizer Bildungslandschaft hin zur Integration und Inklusion und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Auf dem Weg von der Separation zur Inklusion: Wo steht der Kanton Bern?: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die historische und gesetzliche Entwicklung der Integration im Kanton Bern sowie die verschiedenen Schulmodelle.
3 Einstellungen respektive Subjektive Theorien: Hier werden theoretische Grundlagen zu Einstellungen und subjektiven Theorien von Lehrkräften sowie deren Modifizierbarkeit dargelegt.
4 Integrative Zusammenarbeit: Das Kapitel analysiert die Relevanz der Zusammenarbeit als Schlüsselfaktor der Integration sowie die damit verbundenen Herausforderungen auf unterschiedlichen Organisationsebenen.
5 Qualitative Einzelfallforschung: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Einzelfallstudien erläutert, einschließlich Auswahl der Methode, Datengewinnung und Auswertung.
6 Hypothesen zu wichtigen Einflussfaktoren: Das Herzstück der Arbeit analysiert drei aufgestellte Hypothesen zu beruflichen, schulischen und persönlichen Einflussfaktoren auf die Einstellung zur Kooperation.
7 Diskussion: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für die Praxis, insbesondere zur Förderung von Teamteaching und Lerngemeinschaften, diskutiert.
8 Schlusswort und Ausblick: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Lehrkräfte aktiv in den Wandel einzubinden.
Integration, Inklusion, Kanton Bern, Regellehrkraft, Speziallehrkraft, integrative Zusammenarbeit, Subjektive Theorien, Kooperation, Teamteaching, Schulentwicklung, Professionelle Lerngemeinschaft, Schulmodell, Berufsauftrag, Professionalisierung, Autonomie-Paritäts-Muster
Die Arbeit befasst sich mit der integrativen Zusammenarbeit zwischen Regellehrkräften und Speziallehrkräften im Kanton Bern im Kontext der schulischen Integration von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen.
Zentrale Themen sind die professionelle Kooperation, die Rolle der Lehrereinstellungen bzw. subjektiven Theorien sowie die organisationale Gestaltung von Schulentwicklungsprozessen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, von welchen Faktoren eine positive Einstellung einer Regellehrkraft zur integrativen Zusammenarbeit mit einer Speziallehrkraft im Kanton Bern abhängig ist.
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, der eine umfassende Literaturrecherche mit zwei qualitativen Einzelfallstudien verbindet, um Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Einstellungen und Kooperation, die methodische Einordnung sowie die Hypothesenanalyse, welche berufliche, schulische und persönliche Einflussfaktoren untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Integration, Inklusion, Zusammenarbeit, Regellehrkraft, Speziallehrkraft, Schulentwicklung und Professionelle Lerngemeinschaften.
Es beschreibt die in Schulen verbreitete Haltung des "Einzelkämpfertums", bei der der Unterricht als hoheitliches Privatgebiet gesehen wird, was Kooperationen erschwert.
Die Schulleitung fungiert als wichtiges "Zugpferd", das durch ein kooperationsfreundliches Schulklima und klare Rahmenbedingungen Ängste abbauen und die Zusammenarbeit fördern kann.
Durch gezielte Weiterbildungen, den Austausch von "Good-Practice"-Beispielen sowie die Ermöglichung positiver eigener Erfahrungen in der Zusammenarbeit kann eine Einstellungsänderung bewirkt werden.
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