Fachbuch, 2018
82 Seiten
1 Einleitung
2 Ausgangssituation und aktueller Bezug
2.1 Formulierung der Forschungsfrage
2.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
3 Wichtige Merkmale der älteren Beschäftigten
3.1 Veränderungen bei Mitarbeitern über 50
3.1.1 Körperliche Beeinträchtigungen
3.1.2 Einstellungen
3.1.3 Wertehaltungen
3.1.4 Lernverhalten
3.2 Verhalten älterer Mitarbeiter im Arbeitsbereich
3.2.1 Allgemeines Verhalten
3.2.2 Entscheidungsverhalten
3.2.3 Soziale Abgrenzung
3.2.4 Verhalten gegenüber Vorgesetzten
4 Wahrnehmung der künftigen Entwicklung
4.1 Standortbestimmung
4.2 Vorurteile der Kollegen
5 Empirischer Teil der Arbeit: Methodisches Vorgehen
5.1 Fakten zum Überblick
5.1.1 Auswahl der Befragten
5.1.2 Daten der Teilnehmer
5.1.3 Vorstellung der Interviewerin
5.2 Entwicklung des Interviewleitfadens
5.3 Untersuchung anhand eines Interviews
5.3.1 Beschreibung des Erhebungsinstrumentes
5.3.2 Pretest
5.3.3 Durchführung des Interviews
5.3.4 Analyse zu den Gütekriterien
5.4 Auswertung des Interviews
6 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
7 Empfehlungen für den Einsatzbereich Pflege
7.1 Empfehlung 1: Arbeitszeitgestaltung beachten
7.2 Empfehlung 2: Gesundheitsbewusstsein stärken
7.3 Empfehlung 3: Bereich Qualifikation und Weiterbildung
7.4 Empfehlung 4: Weitergabe des Erfahrungswissens
8 Ausblick auf die Zukunft
9 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedürfnisse und Anforderungen von Pflegekräften über 50 Jahren zu ermitteln und konkrete Handlungsempfehlungen für das Krankenhausmanagement zu erarbeiten, um diese Fachkräfte motiviert und leistungsfähig bis zum Rentenalter im Beruf zu halten.
3.1.1 Körperliche Beeinträchtigungen
Bei den älteren Beschäftigten kann es zu Verlusten der körperlichen Eigenschaften kommen. Zum einen ist eine abnehmende Vitalkapazität festzustellen, die sich in Störungen des Kreislaufsystems äußern kann. Die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit sinkt, was dazu führt, dass der Mitarbeiter nicht mehr in der Lage ist, dauerhafte Maximalleistungen zu erbringen. Auch haben ältere Personen häufig eine Neigung zu Bluthochdruck, so dass eine hohe Stressbelastung sich nachteilig auf den Gesundheitszustand auswirken kann (vgl. Fleck 2010:2).
Degenerative Skeletterkrankungen und das Abnehmen der Muskelmasse führen häufig zu Einschränkungen in der Mobilität. Bei älteren Personen ist zudem eine Abnahme von Kraft und Beweglichkeit zu vermerken. Dies kann bei pflegerischen Tätigkeiten mit direktem Patientenkontakt, z.B. bei der Mobilisation von Patienten, zu Einschränkungen führen (vgl. Pack et al. 2000:14f).
Eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke und eine erhöhte Häufigkeit von Lendenwirbelsäulen- und Schulterbeschwerden sorgen ebenfalls zu Problemen in der direkten allgemeinen Patientenpflege (vgl. Schulz/Löhr 2008:662).
Mitunter kommt es bei älteren Beschäftigten auch zum Verlust der sensorischen Fähigkeiten. So leiden ältere Mitarbeiter manchmal unter Hörverlusten und einer Verringerung der Akkomodationsfähigkeit des Auges. Bei Letzterem ist das Sehen beeinträchtigt. Dies hat zur Folge, dass sich die Person nicht mehr schnell auf Licht oder große Helligkeiten einstellen kann, wie es z.B. bei Tätigkeiten im Operationssaal notwendig ist (vgl. Girbig/John/Bauer 2010:12).
1 Einleitung: Vorstellung der demografischen Problematik im Pflegebereich und Definition des Ziels, die Bedürfnisse älterer Pflegekräfte für den Verbleib im Beruf zu analysieren.
2 Ausgangssituation und aktueller Bezug: Darstellung der demografischen Entwicklung anhand statistischer Daten und Formulierung der zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
3 Wichtige Merkmale der älteren Beschäftigten: Umfassende Analyse der körperlichen Veränderungen sowie der Einstellungen, Wertehaltungen und Lernformen von Mitarbeitern über 50 Jahren.
4 Wahrnehmung der künftigen Entwicklung: Betrachtung der aktuellen Arbeitsplatzkultur und der bestehenden Vorurteile jüngerer Kollegen gegenüber älteren Mitarbeitern.
5 Empirischer Teil der Arbeit: Methodisches Vorgehen: Beschreibung des qualitativen Studiendesigns, der Datenerhebung durch standardisierte Interviews mit sechs Pflegekräften und der Auswertungsmethode.
6 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse: Synthese und kritische Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews hinsichtlich der Bedürfnisse der Zielgruppe.
7 Empfehlungen für den Einsatzbereich Pflege: Ableitung von vier konkreten Handlungsfeldern für das Management: Arbeitszeitgestaltung, Gesundheitsbewusstsein, Qualifikation/Weiterbildung und Wissenstransfer.
8 Ausblick auf die Zukunft: Zusammenfassung der Notwendigkeit einer mitarbeiterorientierten Führung und langfristigen Planung für den Erhalt der Arbeitskraft bis zum Renteneintritt.
9 Zusammenfassung: Abschließender Rückblick auf die Ergebnisse der Studie und deren Nutzen für die Pflegedienstleitung.
Demografischer Wandel, Ältere Beschäftigte, Pflegepersonal, Krankenhausmanagement, Arbeitszeitgestaltung, Personalbindung, Altersgemischte Teams, Gesundheitsmanagement, Wissenstransfer, Arbeitsfähigkeit, Führungskultur, Empirische Untersuchung, Interviewanalyse, Qualifikation, Berufliche Entwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Krankenhäuser und untersucht, wie Pflegekräfte über 50 Jahre motiviert und gesund im Arbeitsprozess gehalten werden können.
Die zentralen Felder umfassen die körperlichen und psychologischen Merkmale älterer Mitarbeiter, deren Integration in altersgemischte Teams, die Optimierung der Arbeitszeitgestaltung sowie die Notwendigkeit einer wertschätzenden Führung.
Ziel ist die Ermittlung der spezifischen Wünsche und Bedürfnisse älterer Pflegekräfte, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für ein zukunftsorientiertes Demografie-Management abzuleiten.
Es wurde ein qualitatives Studiendesign gewählt, bei dem sechs erfahrene Pflegekräfte einer Klinik anhand eines standardisierten Interviewleitfadens befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Literaturanalyse zu den Merkmalen älterer Beschäftigter, eine Erörterung der Wahrnehmung dieser Gruppe im Betrieb sowie den detaillierten empirischen Teil mit Auswertung und Interpretation der Interviews.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Demografiemanagement, Personalbindung, Arbeitsfähigkeit und altersgerechte Führung geprägt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass ältere Mitarbeiter häufig mit Vorurteilen wie verminderter Leistungsfähigkeit oder Lernunwilligkeit konfrontiert sind, die im Widerspruch zu ihrer tatsächlichen Erfahrung und hohen Pflichtauffassung stehen.
Die Arbeitszeitgestaltung wird als wichtigster Faktor identifiziert, wobei verlässliche Pausen, der Verzicht auf Nachtdienste und die Möglichkeit zur Teilzeit zentral sind, um die Regenerationsfähigkeit der älteren Pflegenden zu gewährleisten.
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