Masterarbeit, 2017
133 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Verrechnungspreise bei KMU
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition von KMU
2.1.2 Definition von Verrechnungspreisen
2.1.3 Bedeutung von Verrechnungspreisen bei KMU
2.2 Verrechnungspreisregeln
2.2.1 Nationale Regeln
2.2.2 Internationale Regeln
2.2.2.1 OECD
2.2.2.2 Europäische Union
2.2.2.3 Andere internationale Regeln
2.2.3 „Fremdvergleichsgrundsatz“ als gemeinsame Grundregel
2.3 Verrechnungspreismethoden
2.3.1 Methoden und Methodenvorrang
2.3.2 Bei KMU vorwiegend angewendete Methoden
2.3.3 Standardmethoden
2.3.3.1 Preisvergleichsmethode
2.3.3.2 Wiederverkaufspreismethode
2.3.3.3 Kostenaufschlagsmethode
2.3.4 Ergebnisorientierte Methoden
2.3.4.1 Transaktionsbezogene Nettomargenmethode
2.3.4.2 Transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode
2.3.5 Die 6. Methode und der hypothetische Fremdvergleich
2.4 Verrechnungspreistransaktionen
2.4.1 Bei KMU vorwiegend anzutreffende Transaktionen
2.4.2 Dienstleistungen
2.4.2.1 Übersicht und Abrechnungsarten
2.4.2.2 Administrative Dienstleistungen
2.4.2.3 Konzernumlage
2.4.2.4 Einkaufsdienstleistungen
2.4.2.5 Vertriebs- und Marketingdienstleistungen
2.4.2.6 Auftragsforschung
2.4.3 Warentransaktionen
2.4.3.1 Lieferung von Produkten an Vertriebsgesellschaften
2.4.3.2 Produktion und Lieferung an den Strategieträger
2.4.3.3 Einkauf und Lieferung an den Strategieträger
2.4.4 Finanztransaktionen
2.4.4.1 Darlehen
2.4.4.2 Cash-Pool
2.4.5 Sonstige Transaktionen
2.4.5.1 Überlassung von immateriellen Wirtschaftsgütern
2.4.5.2 Verwaltung von immateriellen Wirtschaftsgütern
2.4.5.3 Kostenumlage nach dem Poolkonzept
2.4.5.4 Überlassung von Arbeitnehmern
2.4.5.5 Übertragung von Sachanlagen
2.5 Dokumentationspflichten und Sanktionsvorschriften
2.5.1 Mitwirkungspflichten
2.5.2 Kleinere Unternehmen gemäß GAufzV
2.5.3 Sachverhaltsdokumentation
2.5.3.1 Grundlagen zur Sachverhaltsdokumentation
2.5.3.2 Funktions- und Risikoanalyse
2.5.3.3 Wertschöpfungsanalyse
2.5.3.4 Unternehmenscharakterisierung
2.5.4 Angemessenheitsdokumentation
2.5.5 Änderungen durch BEPS
2.5.5.1 Änderung nationaler Vorschriften
2.5.5.2 Master File
2.5.5.3 Local File
2.5.5.4 Country-by-Country Reporting
2.5.6 EU Masterfile und landesspezifische Dokumentation
2.5.7 Sanktionsvorschriften
2.6 Besondere Aspekte und Sonderfälle
2.6.1 Datenbankstudien
2.6.2 Standortvorteile
2.6.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter
2.6.4 Betriebsstätten und der Authorized OECD Approach
2.6.5 Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle
2.6.6 Funktionsverlagerung
2.6.7 Vorteilsausgleich
2.6.8 Preisanpassungen
2.6.9 Gewinnkorrektur
2.6.9.1 Gewinnkorrektur und nachträglicher Ausgleich
2.6.9.2 Heilung durch Gegenberichtigung
2.6.9.3 Sonstige Maßnahmen
3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Bedeutung von Verrechnungspreisen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in einem globalisierten wirtschaftlichen Umfeld. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen und steuerlichen Rahmenbedingungen für KMU darzustellen, kritisch zu würdigen und aufzuzeigen, wie diese Unternehmen trotz komplexer Dokumentationspflichten pragmatische und rechtskonforme Lösungen für ihre internationalen Geschäftsvorfälle finden können.
2.3.3.3 Kostenaufschlagsmethode
Bei der Kostenaufschlagsmethode (C+) basiert der Verrechnungspreis auf den Kosten des Verkäufers bzw. Dienstleisters. Zu diesen Kosten wird ein angemessener Kostenaufschlag addiert, so dass der Verkäufer bzw. Dienstleister einen Gewinn erzielt, der basierend auf den ausgeübten Funktionen, übernommenen Risiken und eingesetzten WG angemessenen ist. Der VP ergibt sich als Summe aus Kosten und Kostenaufschlag.
Die Höhe des Kostenaufschlages hängt von der Art der Tätigkeit ab. Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind i.d.R. höhere Kostenaufschläge angemessen als bei klassischen administrativen Dienstleistungen wie dem Shared Service Center (SSC). Der VP wird bei dieser Methode auf progressivem Weg ermittelt und die C+ stellt somit die Umkehrung der RPM dar.
Im Rahmen von Betriebsprüfungen wird zunehmend die Verwendung kostenorientierter Vergütungen aufgegriffen. Insbesondere werden Kostenbasis und Höhe des Kostenaufschlags hinterfragt. Bei der C+ ist zwischen der Bruttokostenaufschlagsmethode und der Nettokostenaufschlagsmethode zu unterscheiden. Bei der Bruttokostenaufschlagsmethode handelt es sich um die Standardmethode, bei der nur die direkten und indirekten Kosten der Fertigung, nicht aber Gemeinkosten und sonstige Aufwendungen des Unternehmens in die Kostenbasis einbezogen werden. Dies bedeutet, dass der Kostenaufschlag in diesem Fall auf Teilkosten angewendet wird. Die Finanzverwaltung erwartet oft die Anwendung der C+ auf Basis des Berry Ratio-Renditeindikators, bei dem es sich ebenfalls um die Anwendung eines Kostenaufschlags auf Teilkosten handelt. Ähnlich hierzu führt die OECD an, dass die Kostenbasis ausschließlich aus "eigenen" Kosten bestehen soll, d. h. ein Kostenaufschlag darf nur auf Kosten der eigenen Wertschöpfung und nicht auch auf Durchlaufkosten angewendet werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Verrechnungspreisen für KMU aufgrund fortschreitender Globalisierung und verstärkter Aktivitäten der Finanzverwaltung.
2 Verrechnungspreise bei KMU: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und behandelt die Grundlagen, rechtliche Regeln, gängige Methoden, spezielle Transaktionsarten sowie die komplexen Dokumentations- und Sanktionsvorschriften.
3 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Vereinfachungen sowie pragmatischen Ansätzen für KMU, um den wachsenden Befolgungskosten zu begegnen.
Verrechnungspreise, KMU, Fremdvergleichsgrundsatz, OECD, BEPS, Dokumentationspflichten, Kostenaufschlagsmethode, Funktionsverlagerung, Betriebsstätte, Finanzverwaltung, Betriebsprüfung, Steuerrecht, Gewinnkorrektur, Master File, Local File.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Thematik der Verrechnungspreise und deren spezifischer Auswirkung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Regelungen, gängige Methoden zur Preisbestimmung, die Dokumentation von Transaktionen sowie die Verteidigung dieser Preise gegenüber der Finanzverwaltung.
Ziel ist es, KMU eine Orientierung zu bieten, wie sie trotz steigender Komplexität im internationalen Steuerrecht ihre Verrechnungspreise sachgerecht bestimmen und dokumentieren können.
Neben einer umfassenden Literatur- und Rechtsquellenanalyse wurden zwei eigene Umfragestudien unter Steuerberatern und Unternehmensvertretern durchgeführt, um die praktische Relevanz zu untermauern.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Verrechnungspreismethoden, die Behandlung spezifischer Transaktionen (wie Dienstleistungen oder Lizenzen) sowie die Anforderungen an die Sachverhalts- und Angemessenheitsdokumentation.
Zentrale Begriffe sind Verrechnungspreise, KMU, Fremdvergleich, BEPS, Dokumentation, Betriebsprüfung und Funktionsverlagerung.
Datenbankstudien erfordern eine hohe Datenqualität und Vergleichbarkeit, die bei KMU häufig nicht vorliegt oder mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden ist.
Das DEMPE-Konzept fordert, dass Erträge aus immateriellen Werten nicht pauschal dem Eigentümer zustehen, sondern basierend auf Funktionen (Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung, Schutz, Verwertung) verteilt werden.
Bei fehlender oder unverwertbarer Dokumentation drohen Schätzungen zu Lasten des Steuerpflichtigen, Nichtanerkennung von Betriebsausgaben oder sogar hohe Strafzuschläge.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

