Bachelorarbeit, 2017
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffsverständnis von sexuellem Kindesmissbrauch
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Begriffserklärung
2.3 Formen sexueller Missbrauchshandlungen
3. Ausmaß, Häufigkeit und Dauer des sexuellen Kindesmissbrauchs
4. Opfer-Täter-Dynamik
4.1 Die Täter und Täterinnen
4.2 Das Vorgehen der Täter und Täterinnen und ihre Opfer
5. Fragestellung
6. Methode
7. Mögliche Auswirkungen des sexuellen Kindesmissbrauchs
7.1 Traumabelastungsstörungen
7.2 Emotionale und weitere intrapsychische Reaktionen
7.2.1 Schamgefühle
7.2.2 Schuldgefühle
7.2.3 Angst
7.2.4 Vertrauensverlust
7.2.5 Sprachlosigkeit
7.2.6 Ohnmacht
7.3 Auffälligkeiten im Sozialverhalten
7.4 Sexualverhalten
7.5 Psychosomatische Beschwerden
8. Diskussion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die weitreichenden psychischen Auswirkungen von sexuellem Missbrauch auf die Entwicklung von Kindern zu analysieren. Die Forschungsfrage konzentriert sich auf die Evaluierung spezifischer psychischer Folgeerscheinungen, die bei Opfern auftreten können, wobei der Fokus auf dem aktuellen empirischen Forschungsstand liegt.
2.1 Begriffliche Abgrenzung
In der Fachliteratur werden diverse Begriffe, wie z. B. sexuelle Gewalt, sexuelle Ausbeutung, sexuelle Misshandlung oder Inzest, bezüglich sexuellen Missbrauchs ohne jegliche Differenzierungen gleichgesetzt bzw. als synonym verwendet. Um aus der Bandbreite an Literatur eine prägnante Definition von sexuellem Missbrauch herausarbeiten zu können, wird im Folgenden vorerst eine begriffliche Abgrenzung vorgelegt.
Eine Definition von sexuellem Missbrauch nach Bange (2002) lautet:
Für die Verwendung des Begriffs sexueller Missbrauch sprechen drei Argumente: Erstens wirkt er jeglichen Assoziationen entgegen, die eine Verantwortung der betroffenen Kinder an den Geschehnissen beinhalten. Zweitens entspricht er der juristischen Terminologie und drittens hat er sich in der (Fach-)Öffentlichkeit durchgesetzt. (S. 47)
Allerdings wird der Begriff sexueller Missbrauch in der Fachliteratur kritisch hinterfragt, weil dieser mehrdeutig interpretiert werden kann. Er verweist auf einen berechtigten sexuellen Gebrauch von Kindern. Das heißt, dieser impliziert, dass eine Person richtig oder falsch gebraucht werden kann (Wipplinger & Amann, 2005; Herzig, 2010; Bange, 2002). Dass Kinder nicht als Gebrauchsobjekte fungieren, die zur eigenen sexuellen Befriedigung herangezogen werden können bzw. dienen, wurde unstrittig anerkannt (Wipplinger & Amann, 2005; Braun, 2006). Zudem präge dieser Begriff eine stigmatisierende Wirkung, welche die Betroffenen als schmutzig erscheinen lasse und ihre Gefühlslage nicht in Betracht ziehe (Wipplinger & Amann, 2005).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des sexuellen Kindesmissbrauchs, Verdeutlichung der Schwere des Verbrechens und Skizzierung des Ziels der Arbeit.
2. Begriffsverständnis von sexuellem Kindesmissbrauch: Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen und Begriffen rund um das Thema Missbrauch sowie deren kritische Einordnung.
3. Ausmaß, Häufigkeit und Dauer des sexuellen Kindesmissbrauchs: Darstellung der statistischen Erfassung und des Dunkelfelds anhand aktueller empirischer Befunde und polizeilicher Kriminalstatistiken.
4. Opfer-Täter-Dynamik: Untersuchung der Rollen von Tätern, deren Strategien zur Annäherung sowie die Analyse der Beziehung zwischen Täter und Opfer.
5. Fragestellung: Ableitung der zentralen Forschungsfrage auf Basis der zuvor beschriebenen Täterstrategien und der Verletzlichkeit der Opfer.
6. Methode: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens bei der Literaturrecherche und Strukturierung der vorliegenden Arbeit.
7. Mögliche Auswirkungen des sexuellen Kindesmissbrauchs: Umfassende Analyse der kurz- und langfristigen traumatischen, emotionalen, sozialen und psychosomatischen Folgen für die Entwicklung des Kindes.
8. Diskussion: Synthese der Ergebnisse zur psychischen Beeinträchtigung durch Missbrauch sowie Ausblick auf die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen.
Sexueller Missbrauch, Kindesmissbrauch, psychische Entwicklung, Traumabelastungsstörungen, Opfer-Täter-Dynamik, PKS, sexuelle Gewalt, psychosomatische Beschwerden, Sozialverhalten, Prävention, sexualisierte Gewalt, Trauma, Selbstwertgefühl, emotionale Störungen, Straftat.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von sexuellem Missbrauch auf die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die Arbeit beleuchtet das Begriffsverständnis, die Dynamik zwischen Tätern und Opfern, das statistische Ausmaß des Missbrauchs sowie die daraus resultierenden psychischen und physischen Folgen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Literaturrecherche aufzuzeigen, wie massiv die psychischen Beeinträchtigungen bei missbrauchten Kindern ausfallen und welche Folgen sich daraus ergeben.
Die Arbeit basiert auf einer ausführlichen, systematischen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, Katalogen und Bibliotheken zur Darstellung des aktuellen Forschungsstandes.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Missbrauch, die Untersuchung der Tätertypologien und Vorgehensweisen, sowie die detaillierte Analyse der Folgen, von Traumata und emotionalen Reaktionen bis hin zu psychosomatischen Beschwerden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sexueller Missbrauch, Traumafolgestörungen, psychische Entwicklung, Opfer-Täter-Dynamik und Präventionsarbeit.
Das Machtgefälle ist das entscheidende Kriterium, das eine sexuelle Handlung zum Missbrauch macht; der Täter nutzt die Abhängigkeit und Unreife des Kindes zur Befriedigung eigener Bedürfnisse aus.
Täter suchen sich meist vulnerable Kinder aus, bauen gezielt Vertrauen auf und nutzen soziale Kontakte oder materielle Zuwendungen, um die Kinder in eine sexuelle Beziehung zu verwickeln.
Die PKS dient als empirische Grundlage, um das Ausmaß der angezeigten Fälle und die Täter-Opfer-Konstellationen zu belegen, auch wenn sie die hohe Dunkelziffer nicht vollständig abbilden kann.
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