Bachelorarbeit, 2016
42 Seiten, Note: 1.3
1. EINLEITUNG
2. ZUSAMMENFASSUNG DES BUCHES "TRABAJOS DEL REINO"
3. BEGRIFFSBEDEUTUNGEN
3.1. NARCO-KULTUR
3.2. NARCO-CORRIDO
3.3 LITERATURA SOBRE LOS NARCOS
4. DARSTELLUNG DER KRITIK AN DER NARCO-KULTUR
4.1. KRITIK AN DER NARCO-KULTUR IN „TRABAJOS DEL REINO“
4.2. DARSTELLUNG DER MACHT DES KÖNIGS IN „TRABAJOS DEL REINO“
4.3. AUSWIRKUNGEN DER NARCO-KULTUR AUF LOBO
5. BEKÄMPFUNG DER NARCO-KULTUR
6. SCHLUSS
Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung des mexikanischen Autors Yuri Herrera mit der sogenannten Narco-Kultur in seinem Roman „Trabajos del Reino“. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Herrera durch literarische Mittel und eine spezifische Erzählperspektive das Leben in einem Drogenkartell nicht als glorifizierte Machtstruktur, sondern als ein System der Korruption, Gewalt und psychischen Abhängigkeit entlarvt.
4.1. Kritik an der Narco-Kultur in Trabajos del Reino
Nachdem ich die Haupteigenschaften der Narco-Kultur beleuchtet habe, möchte ich mich der Frage widmen, wie es Yuri Herrera gelingt, das Leben in einem Drogenkartell darzustellen. Dabei werde ich mich zunächst auf die inhaltliche Ebene beziehen, in der Herrera die Narco-Kultur in seinem Buch „Trabajos del Reino“ kritisiert.
Herrera greift dazu die Verhaltensweisen und Eigenschaften der Drogenkartelle in seiner Geschichte auf. Dabei spielen der Verlauf der Geschichte und der Wandel des Hauptprotagonisten Lobo eine besondere Rolle.
Lobo ist ein junger Mann, der auf der Straße in einer der Grenzstädte Mexikos lebt. Er sieht in seinem Leben keinen Sinn und verdient sich durch selbstkomponierte Corridos seinen geringen Lebensunterhalt. Er lebt sein Leben von Tag zu Tag, jedoch ohne sich Hoffnungen auf ein besseres Leben zu machen. Dieses Leben führt Lobo bis zu dem Zeitpunkt an dem er dem „König“ zum ersten Mal begegnet „ninguna otra fecha significaba nada, sólo esta, porque, por fin, había topado con su lugar en el mundo.“ (Herrera; 2010, 13).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Drogenproblematik in Mexiko und die Bedeutung des neuen literarischen Genres der Narco-Literatur am Beispiel von Yuri Herrera.
2. ZUSAMMENFASSUNG DES BUCHES "TRABAJOS DEL REINO": Inhaltswiedergabe der Novelle, die das Leben des obdachlosen Musikers Lobo in einem mexikanischen Drogenkartell thematisiert.
3. BEGRIFFSBEDEUTUNGEN: Definition und Erläuterung der zentralen Begriffe Narco-Kultur, Narco-Corrido und Literatur über die Narcos.
4. DARSTELLUNG DER KRITIK AN DER NARCO-KULTUR: Analyse der kritischen Darstellung von Herrschaft, Gewalt und den Auswirkungen der Narco-Kultur auf das Individuum.
5. BEKÄMPFUNG DER NARCO-KULTUR: Untersuchung der Möglichkeiten der Dekonstruktion der Macht innerhalb des Kartells durch das Wort und den Corrido.
6. SCHLUSS: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf weiterführende Analysemöglichkeiten der Thematik.
Narco-Kultur, Trabajos del Reino, Yuri Herrera, Drogenkartell, Narco-Corrido, Narco-Literatur, Korruption, Macht, Entwicklungsroman, Mexiko, Gewalt, Propaganda, Lobo, Identität, Sozialkritik.
Die Arbeit analysiert die kritische Darstellung der mexikanischen Narco-Kultur in der Novelle „Trabajos del Reino“ von Yuri Herrera.
Themen sind die Machtstrukturen in Drogenkartellen, die Rolle von Musik (Narco-Corridos) als Propagandamittel sowie die Identitätsentwicklung eines Individuums innerhalb eines kriminellen Milieus.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Herrera durch literarische Gattungsmerkmale und spezifische Erzählperspektiven die Fassade des Glamours in der Narco-Welt kritisch hinterfragt.
Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, insbesondere die Gattungsanalyse des Entwicklungsromans und die narratologische Untersuchung der Erzählperspektive.
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, die inhaltliche Kritik an der Narco-Kultur, die Darstellung der totalitären Macht des „Königs“ sowie die psychische Entwicklung des Protagonisten Lobo.
Wichtige Begriffe sind Narco-Kultur, Narco-Corrido, Narco-Literatur, totalitäre Macht, Identitätsfindung und parataktischer Sprachstil.
Lobo wandelt sich von einem perspektivlosen Straßenmusiker, der im Kartell Schutz und Anerkennung sucht, hin zu einem kritischen Beobachter, der das System durch seine Kunst entlarvt.
Der „König“ symbolisiert den totalitären Drogenboss, der seine Macht durch eine Mischung aus Großzügigkeit, Einschüchterung und der Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung sichert.
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