Examensarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Bullying
2.2 Moral Disengagement
3 Hypothesen
Hypothese 1
Hypothese 2
Hypothese 3 und 4
4 Methode
4.1 Studiendesign
4.2 Erhebungsinstrument – KARB on/off
4.3 Statistische Methode
4.4 Stichprobe
5 Untersuchungsergebnisse
5.1 Hypothese 1
5.2 Hypothese 2
5.3 Hypothesen 3 und 4
6 Diskussion
6.1 Einordnung der Studienergebnisse
6.2 Limitationen und zukünftige Studien
6.3 Implikationen für die Praxis
Das Ziel der Arbeit ist es, im Kontext von Bullying alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Ausprägung des kognitiven Prozesses des Moral Disengagements bei Kindern und Jugendlichen zu untersuchen und diese Erkenntnisse für die schulische Präventionsarbeit nutzbar zu machen.
Moral Justification.
Ein Teil des Moral Disengagement Prozesses umfasst den Bereich der Veränderung des Verhaltens an sich. Menschen handeln nicht in schädlicher Absicht bis sie es als moralisch rechtzufertigen ansehen. Vielmehr wird jenes Verhalten während des Moral Justification-Prozesses als sowohl individuell wie auch gesellschaftlich akzeptabel dargestellt. Es besitzt somit gesellschaftlichen Wert bzw. moralische Zwecke. Somit können sich die betreffenden Menschen als sogenannte „moral agents“ sehen, da ihr Handeln scheinbar der Notwendigkeit dient.
In vergleichender Darstellung nimmt Bandura (2002) Bezug auf die kognitive Umprogrammierung von Soldaten, die ihre Gewalttaten höheren Zielen, wie zum Beispiel dem Schutz des Vaterlandes oder der Erhaltung des Friedens widmen, und somit ihr Tun moralisch rechtfertigen und damit fortschreiten können. Selbst schon Papst Urban entzog sich jeder Sünde, als er die Kreuzzüge im Namen Jesu Christi anordnete.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Bullying ein, erläutert die Relevanz des moralischen Abkoppelns (Moral Disengagement) und legt die Zielsetzung sowie die Hypothesen der Studie dar.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Bullying und Mobbing, erläutert den Participant-Role-Ansatz sowie das theoretische Konstrukt des Moral Disengagements nach Bandura und dessen Mechanismen.
3 Hypothesen: Hier werden auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen vier zentrale Unterschiedshypothesen formuliert, die den Zusammenhang von Alter, Geschlecht und der Ausprägung von Moral Disengagement adressieren.
4 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das quantitative Studiendesign, das verwendete Erhebungsinstrument KARB on/off sowie die statistische Vorgehensweise und die Zusammensetzung der Stichprobe (n=255).
5 Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Befunde der Studie, insbesondere die statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels deskriptiver und inferenzstatistischer Verfahren.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet, Limitationen der Studie kritisch reflektiert und Implikationen für schulische Präventions- und Interventionsmaßnahmen abgeleitet.
Bullying, Moral Disengagement, schulisches Umfeld, Prävention, Interventionsmaßnahmen, Geschlechtsunterschiede, Altersunterschiede, KARB on/off, kognitive Prozesse, soziale Kompetenzen, Selbstregulation, Aggression, Schüler, Klassengemeinschaft, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Bullying und dem sogenannten "Moral Disengagement" bei Schülern und erforscht, ob es hierbei signifikante alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede gibt.
Die zentralen Themen sind Bullying, Mobbing, moralisches Abkoppeln (Moral Disengagement), aggressive Verhaltensweisen, Gruppendynamik in Schulklassen sowie Interventionsmöglichkeiten.
Ziel ist es, die Ausprägung von Moral Disengagement im schulischen Kontext zu analysieren und aufzuzeigen, inwieweit sich diese bei Schülern unterschiedlicher Klassenstufen (6 und 8) und bei Jungen im Vergleich zu Mädchen unterscheidet.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittstudie, bei der 255 Schüler mittels des Fragebogens "KARB on/off" befragt wurden. Die Daten wurden mit SPSS deskriptiv und inferenzstatistisch (t-Tests) ausgewertet.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Bullying, Moral Disengagement nach Bandura) dargelegt, gefolgt von der methodischen Vorgehensweise und der anschließenden detaillierten Analyse und Diskussion der Untersuchungsergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Moral Disengagement, Bullying, Schulalltag, geschlechtsspezifische Unterschiede, Prävention und soziale Informationsverarbeitung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Jungen unabhängig vom Alter höhere Werte zeigen, was in der Forschung mit einer geringeren moralischen Empfindsamkeit oder unterschiedlichen Sozialisationsprozessen im Vergleich zu Mädchen diskutiert wird.
Entgegen der Erwartung zeigte die Studie bei Achtklässlern eine höhere Ausprägung als bei Sechstklässlern, was vermutlich auf spezifische Einflüsse der Schulform oder die individuelle Anpassung der Schüler an das soziale Umfeld zurückzuführen ist.
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