Diplomarbeit, 2005
107 Seiten, Note: 1,0
VORWORT
I. „NUR WER SICH ÄNDERT, BLEIBT SICH TREU.“
1. IDENTITÄT UND VERÄNDERUNG
2. VERÄNDERUNG IN SYSTEMTHEORETISCHER SICHT
3. STRUKTUR, STRUKTUR
II. DER PRIORITÄTEN-PROZESS UND SEIN ERGEBNISPAPIER
„ZEICHEN SETZEN IN DER ZEIT“
4. DIE DISKUSSION ÜBER „PASTORALE PRIORITÄTEN“
4.1 IDEE UND ZIEL
4.2 ZEITPLAN UND DURCHFÜHRUNG
4.3 PRIORITÄT – NORMALITÄT – POSTERIORITÄT
5. „ZEICHEN SETZEN IN DER ZEIT“
5.1 AUFBAU UND INHALT DES PAPIERS
5.2 VON „WIR GEBEN UNSERER HOFFNUNG EIN GESICHT“ ZU „ZEICHEN SETZEN IN DER ZEIT“
III. DIE THEOLOGISCHE BEURTEILUNG
6. DIE THEOLOGIE DER ZEICHEN DER ZEIT
7. EVANGELISIERUNG: SCHLÜSSELBEGRIFF FÜR DIE „PASTORALEN PRIORITÄTEN“
7.1 EVANGELISIERUNG IST EIN GRUNDBEGRIFF DER PASTORAL
7.2 DER EVANGELISIERUNGSBEGRIFF AUS EVANGELII NUNTIANDI
7.3 EIN PARADIGMENWECHSEL
7.4 (NEU-)EVANGELISIERUNG DURCH „PASTORALE PRIORITÄTEN“?
8. „PASTORALE PRIORITÄTEN“ ALS „OPTION FÜR“
9. KIRCHE UND IHRE GRUNDVOLLZÜGE
9.1 GRUNDVOLLZÜGE VON KIRCHE IN DER THEORIE ...
9.1.1 Grundvollzüge oder Ämter?
9.2.2 Zwei, drei oder vier Grundvollzüge? Drei Theorien
9.2 ... UND IN DER PRAXIS
10. PASTORALER ERFOLG – EINE SCHWIERIGE KATEGORIE
IV. IST ETWAS PASSIERT ODER HAT SICH ETWAS GEÄNDERT?
11. DAS WEITERE VORGEHEN: DIE PASTORALEN POSTERIORITÄTEN
12. FAZIT
Die Arbeit untersucht in theologischer Hinsicht, wie der Prozess der Schwerpunktfindung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart („Pastorale Prioritäten“) kirchliche Identität und Zukunftsplanung unter den Bedingungen von gesellschaftlichem Wandel und finanziellem Druck definiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie pastorales Handeln zwischen dem Anspruch der Evangelisierung und strukturellen Notwendigkeiten authentisch gestaltet werden kann.
1. Identität und Veränderung
Das paradoxe, Wolf Biermann zugeschriebene Diktum „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“ muss – auch in kirchlichen Kreisen - bei allen möglichen passenden und weniger passenden Gelegenheiten zur Illustrierung der Notwendigkeit von Veränderungen herhalten. Wer es mit dem Titel dieser Arbeit „Es muss was passieren, aber es darf sich nichts ändern“ in Beziehung setzt, erreicht die Meta-Ebene der Veränderung: Auf der einen Seite scheint Veränderung ein zu großer Einschnitt zu sein, als dass man sie willentlich herbeiführen wollte, auf der anderen Seite soll gerade in der Veränderung die Erhaltung der eigenen Identität liegen. Beides in eine Synthese zu bringen scheint eine geradezu unmögliche Aufgabe zu sein, der sich zu stellen keine triviale Entscheidung ist.
Jede Veränderung beinhaltet eine innere und äußere Lösung von bekannten Strukturen und Denkmustern und bedeutet damit Abschied vom Gewohnten. Eine Veränderung erfordert deshalb, wenn sie erfolgreich durchgeführt werden will, neben der nötigen Entschlossenheit vor allem Zeit und viel Fingerspitzengefühl. Wer Veränderungen anstrebt, braucht ein Ziel vor Augen, das nötigenfalls Halt gibt in der Phase, in der Halt vom Alten nicht mehr und vom Neuen noch nicht geleistet werden kann. Diese Funktion kann ein Ziel nur dann erfüllen, wenn es sehr konkret in der Formulierung sowie transparent in der Umsetzung ist und in einem zeitlich absehbaren Rahmen überprüfbar umgesetzt werden kann.
VORWORT: Die Einleitung beleuchtet die krisenhafte Ausgangslage der Kirche in Deutschland und der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Anlass für den Prozess zur Findung „Pastoraler Prioritäten“ gab.
I. „NUR WER SICH ÄNDERT, BLEIBT SICH TREU.“: Dieser Teil befasst sich theoretisch mit dem Spannungsfeld von Identitätserhalt und notwendiger Veränderung, unter Einbeziehung systemtheoretischer Überlegungen.
II. DER PRIORITÄTEN-PROZESS UND SEIN ERGEBNISPAPIER: Hier werden Verlauf und Textbasis des diözesanen Prozesses sowie die Diskussion um Begriffe wie Priorität, Normalität und Posteriorität detailliert beschrieben.
III. DIE THEOLOGISCHE BEURTEILUNG: Im Hauptteil der Arbeit erfolgt eine fundierte Auseinandersetzung mit der Theologie der „Zeichen der Zeit“, dem Begriff der Evangelisierung sowie den kirchlichen Grundvollzügen.
IV. IST ETWAS PASSIERT ODER HAT SICH ETWAS GEÄNDERT?: Der abschließende Teil analysiert das weitere Vorgehen bezüglich der sogenannten Posterioritäten und zieht ein Fazit über die theologischen Konsequenzen des gesamten Prozesses.
Pastoral, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Evangelisierung, Pastorale Prioritäten, Identität, Veränderung, Grundvollzüge, Systemtheorie, Kirche in der Zeit, Zeichen der Zeit, Pastoraler Erfolg, Koinonia, Diakonia, Martyria, Liturgie.
Die Arbeit bietet eine theologische Beurteilung des diözesanen Prozesses zur Findung „Pastoraler Prioritäten“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor dem Hintergrund notwendiger Einsparungen und struktureller Veränderungen.
Zentrale Themen sind die Theologie der „Zeichen der Zeit“, das Verständnis von Evangelisierung als Identitätskern kirchlichen Handelns sowie die theoretische Fundierung kirchlicher Grundvollzüge.
Die Forschungsfrage lautet, welche theologischen Aussagen und welches Kirchenbild sich hinter der Diskussion um die Zukunftsfähigkeit der Ortskirche verbergen und wie pastorale Prioritäten verantwortet gesetzt werden können.
Die Autorin wählt einen theoretischen Zugang, der nicht empirisch-projektanalytisch, sondern hermeneutisch-theologisch orientiert ist, indem sie die Theorie in der Praxis widerspiegelt.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theologische Fundierung der Prioritäten im Licht des Evangeliums, das Verhältnis von Verwaltung und Pastoral sowie die kritische Reflexion der Kategorie „pastoraler Erfolg“.
Das Dokument wird maßgeblich durch Begriffe wie Evangelisierung, Koinonia, pastorale Priorisierung, systemtheoretische Reflexion und das Spannungsverhältnis zwischen Institution und Charisma geprägt.
Während Prioritäten als vorrangige Handlungsziele im Dienst der Evangelisierung fungieren, werden Posterioritäten primär als Reduzierungsvorgaben unter dem Druck finanzieller Haushaltskonsolidierung verhandelt.
Die „Zeichen der Zeit“ sind kein rein methodisches Instrument für Effizienz, sondern eine Leitkategorie, die das pastorale Handeln dazu auffordert, sich stets neu an der Liebe Gottes und den konkreten Nöten der Menschen zu orientieren.
Es dient der theoretischen Systematisierung kirchlicher Praxis. Die Autorin prüft, ob die Gleichsetzung von Prioritäten mit den Grundvollzügen (Martyria, Diakonia, Liturgia, Koinonia) argumentativ tragfähig ist oder eher der Praktikabilität dient.
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