Masterarbeit, 2017
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Thematischer Hintergrund
1.2 Teamarbeit in der Zahnheilkunde
1.3 Abformung multipler Implantate
1.3.1 Grundlagen der zahnärztlichen Abformung
1.3.2 Verfahren der Abformung in der Implantatprothetik
1.3.3 Darstellung in der Literatur
1.4 Versorgungsformen zahnloser Kiefer
1.4.1 Kugelkopfankerversorgung
1.4.2 Locator-Versorgung
1.4.3 Teleskopkronen-Versorgung
1.4.4 Stegversorgungen
1.5 Leitlinie zur Versorgung des zahnlosen Oberkiefers
1.6 Maló-Konzept
1.7 Der Sheffield-Test
1.8 Zahnärztliche Fortbildungsformate
1.9 PEERS
1.10 Wie entstand das Forschungsinteresse?
1.11 Zielsetzung und Fragestellung
2 Methodisches Vorgehen
2.1 Darstellungen zum Thema Implantatabformung und Sheffield-Test in deutschsprachiger Fachbuchliteratur seit dem Jahre 2000
2.2 Befragungen in Fortbildungsveranstaltungen
2.2.1 Feldzugang
2.3 Online-Befragung innerhalb einer Expertengruppe
2.4 Charakterisierung der teilnehmenden Zahnärzte
2.5 Untersuchungen an Implantatabformungen in der Zahntechnik
3 Ergebnisse
3.1 Darstellungen in deutschsprachiger Fachbuchliteratur
3.1.1 Implantatprothetik – „Dental-Labor“ Fachbuchreihe 2002
3.1.2 Implantologie – Urban & Fischer Verlag 2004
3.1.3 Implantatprothetik 2– „Dental-Labor“ Fachbuchreihe 2004
3.1.4 Zahnärztliche Prothetik - Thieme-Verlag 2007
3.1.5 Lehrbuch der zahnärztlichen Prothetik – Für Studium und Beruf – Deutscher Zahnärzte Verlag 2007
3.1.6 Zahnärztliche Implantologie unter schwierigen Umständen - Thieme-Verlag 2007
3.1.7 Curriculum Prothetik Band III – Quintessenz-Verlag 2011
3.1.8 Implantatprothetik aktuell – Zahnärztlicher Fach-Verlag 2011
3.1.9 Sofortbelastung – Eine neue Ära der dentalen Implantologie - Quintessenz-Verlag 2013
3.1.10 ITI Treatment Guide Bd 6, Ausgedehnte Lücken in der ästhetischen Zone – Quintessenz-Verlag 2013
3.1.11 Implantatprothetik - Thieme-Verlag 2014
3.1.12 Implantatprothetik – ein patientenorientiertes Konzept – Quintessenz-Verlag 2014
3.1.13 Funktionelle Implantologie – Quintessenz-Verlag 2016
3.1.14 ITI Treatment Guide Bd 9, Implantatversorgungen bei alten und hochbetagten Patienten – Quintessenz-Verlag 2017
3.1.15 Zusammenfassung
3.2 Auswertung der Paper&Pencil-Befragung
3.2.1 Charakterisierung des Untersuchungsfeldes
3.3 Abformtechnik Paper&Pencil-Befragung
3.3.1 Befragung zur Thematik Abformung über Fragebogen
3.4 Versorgungsform des Unterkiefers aus der Paper&Pencil-Befragung
3.5 Versorgungsformen des Oberkiefers aus der Paper&Pencil-Befragung
3.6 Sheffield-Test
3.7 Auswertung der Online-Befragung (Mail-Survey)
3.7.1 Feldarbeit und Ausschöpfung der Online-Befragung
3.7.2 Demografische Daten in der Online-Befragung
3.7.3 Mitgliedschaften in implantologischen Fachgesellschaften und postgraduelle Weiterbildungen in der Online-Befragung
3.7.4 Verteilung nach Praxisform in der Online-Befragung
3.7.5 Abformtechnik in der Online-Befragung
3.7.6 Versorgungsformen des Unterkiefers in der Online-Befragung
3.7.7 Versorgungsformen des Oberkiefers in der Online-Befragung
3.7.8 Sheffield-Test
3.8 Vergleich Paper&Pencil- und Online-Befragung
3.9 Zahntechnische Untersuchung zur Abformtechnik
4 Diskussion
4.1 Betrachtung zu den Befragungen dieser Arbeit
4.2 Zusammensetzung der befragten Klientel
4.3 Abformung und Sheffield-Test im Spiegel der Fachbücher
4.4 Versorgungen der Zahnlosigkeit im Spiegel der Befragungen
4.5 Oberkieferversorgung im Spiegel der Befragung unter Einbeziehung der aktuellen S3-Leitlinie
4.6 Fazit
4.7 Ausblick
5 Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die Evaluation des Ist-Zustands bei Kenntnis und Anwendung implantatprothetischer Versorgungsformen, insbesondere im Kontext des Maló-Konzepts und der notwendigen Abformpräzision, unter Berücksichtigung von Fachliteratur und Befragungen niedergelassener Zahnärzte.
1.1 Thematischer Hintergrund
Eine mund-, kiefer-, gesichtschirurgische und implantologische Praxis ist eine rein chirurgisch tätige Praxis, die auf Überweisung durch Hauszahnärzte chirurgische Auftragsleistungen durchführt. 30,6 Prozent der Zahnärzte sehen auch die Implantologie bei einem Spezialisten, einem Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen, angesiedelt und sind somit nur implantatprothetisch tätig. Nach Abschluss der mund-, kiefer-, gesichtschirurgischen Behandlung kehrt der Patient mit einem aussagekräftigen Arztbrief, der stets den Verlaufsberichten folgt, zu seinem Hauszahnarzt zurück.
Im Falle der dentalen Implantologie erhält der Abschlussarztbrief in einer Zusammenfassung Empfehlungen zur prothetischen Weiterversorgung, zum größten Teil in Form von Literaturangaben. Bei eigenen Nachuntersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Empfehlungen oftmals nicht in Erwägung gezogen und/oder nicht zur Anwendung kamen. Nach dem OLG Zweibrücken legt „grundsätzlich (…) der [prothetische Zahn]Arzt die Behandlungsmethode fest, wobei er einen gewissen Entscheidungsspielraum hat“.
Mit der Einführung der 3D-Diagnostik in Kombination mit der Guided Surgery und der Behandlungsmethode nach dem Maló-Konzept wurde der prothetische Entscheidungsspielraum stark eingeschränkt. Das Maló-Konzept beinhaltet zwei gerade gesetzte Implantate im anterioren und zwei anguliert gesetzte Implantate im posterioren Kieferbereich, die als Träger einer festsitzenden Brücken- oder Stegkonstruktion bei Zahnlosigkeit dienen. Damit wird die prothetische Versorgung auf eine festsitzende Brücken- oder Stegkonstruktion reduziert.
1 Einleitung: Beschreibt den thematischen Hintergrund, die Herausforderungen in der Implantatprothetik, das Maló-Konzept und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Methodisches Vorgehen: Erläutert die Literaturrecherche, das Design der Befragungen (Paper&Pencil sowie Online) und die Untersuchungen im zahntechnischen Labor.
3 Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der Literaturanalyse, die Auswertung der Befragungen sowie die Befunde aus dem zahntechnischen Labor.
4 Diskussion: Reflektiert kritisch die Methodik der Befragungen, analysiert die Fachbuchergebnisse und diskutiert die Versorgungsformen sowie den Einsatz des Sheffield-Tests.
5 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und hebt den Bedarf an weiterführender Qualifizierung hervor.
Implantatprothetik, Maló-Konzept, Abformung, Sheffield-Test, zahnloser Kiefer, Verblockung, Implantologie, Fortbildung, Zahnärzte, Patientenzufriedenheit, Teamarbeit, prothetische Versorgung, Evidenz, Zahntechnik, Qualitätsmanagement.
Die Arbeit untersucht, wie Zahnärzte implantatprothetische Versorgungen, insbesondere bei Zahnlosigkeit, im Vergleich zu zahngetragenen Prothesen wahrnehmen und umsetzen.
Im Fokus stehen das Maló-Konzept, Abformtechniken für multiple Implantate, die Notwendigkeit von Verblockungen und die Anwendung des Sheffield-Tests zur Prüfung des passiven Sitzes.
Ziel ist es, den Ist-Zustand des Wissens und der Praxis bei Zahnärzten in Bezug auf Implantatabformungen zu eruieren und zu prüfen, ob Empfehlungen aus der Fachliteratur im Praxisalltag ankommen.
Die Arbeit nutzt einen „Mixed-Methods“-Ansatz, bestehend aus einer Literaturanalyse, einer schriftlichen Befragung bei Fortbildungen, einem Online-Survey unter Experten sowie einer zahntechnischen Untersuchung von Abformungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der deutschsprachigen Fachliteratur, die Analyse von Befragungsdaten zur Anwendungshäufigkeit verschiedener Techniken und die Diskussion klinischer Versorgungsstrategien.
Die Studie ist geprägt durch Begriffe wie Implantatprothetik, Abformgenauigkeit, Sheffield-Test, Verblockung und das Maló-Konzept.
Die Ergebnisse zeigen, dass nur ein kleiner Teil der befragten Zahnärzte die in der Literatur oft empfohlene verblockte Abformung routinemäßig einsetzt, während viele weiterhin bevorzugt unverblockte Methoden wählen.
Der Test ist vielen Anwendern unbekannt oder wird als für chairside durchgeführte Versorgungen als irrelevant erachtet, obwohl er für die Qualitätssicherung bei Steg- und Brückenkonstruktionen essenziell ist.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Zahnärzte mit einer postgradualen Masterausbildung in Implantologie tendenziell häufiger präzisere Techniken wie die verblockte Abformung anwenden als Kollegen ohne diesen Abschluss.
Es besteht ein deutlicher Qualifizierungsbedarf; eine stärkere Einbindung der Thematik in postgraduale Fortbildungen sowie die zunehmende Digitalisierung der Abformung könnten die Qualität in der Patientenversorgung langfristig steigern.
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