Bachelorarbeit, 2015
61 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag des deutschen Neomerkantilismus zur Entstehung der europäischen Staatsschuldenkrise. Sie analysiert die Auswirkungen der deutschen neomerkantilistischen Wirtschaftspolitik auf die Ungleichgewichte und transnationalen Gläubiger-Schuldner-Beziehungen in der Eurozone.
Die Einleitung stellt den deutschen Neomerkantilismus als einen wesentlichen Faktor für die Entstehung der europäischen Staatsschuldenkrise vor. Sie kritisiert die Schuldzuweisung an die südeuropäischen Staaten und betont die Bedeutung der Analyse der Interdependenz zwischen den Staaten der Eurozone. Kapitel 2 und 3 beleuchten die Entwicklung des deutschen Neomerkantilismus im Kontext der europäischen Integration. Kapitel 4 untersucht die Auswirkungen des deutschen Neomerkantilismus auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder und die Entstehung von Ungleichgewichten. Kapitel 5 analysiert die Leistungsbilanzungleichgewichte in der Eurozone und die Rolle von Wachstumsstrategien der Defizitländer.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen deutscher Neomerkantilismus, europäische Staatsschuldenkrise, Leistungsbilanzungleichgewichte, Gläubiger-Schuldner-Beziehungen, Wirtschafts- und Währungsunion, neoklassische Ansätze und Transnationalismus.
Die Arbeit argumentiert, dass die deutsche Exportorientierung und Lohnzurückhaltung zu massiven Leistungsbilanzungleichgewichten in der Eurozone führten, was die Krise verschärfte.
Es beschreibt das Gefälle zwischen Ländern mit hohen Exportüberschüssen (wie Deutschland) und Ländern mit hohen Importdefiziten, was zu transnationalen Gläubiger-Schuldner-Beziehungen führt.
Die Wirtschafts- und Währungsunion wurde weitgehend nach dem deutschen Vorbild der Preisstabilität und des Stabilitätspakts konstruiert, was neomerkantile Strukturen förderte.
Der Autor Axel Ruppert betont, dass die Krise nicht allein durch Fehlverhalten einzelner Staaten, sondern durch systemische Interdependenzen innerhalb der Eurozone entstanden ist.
Es ist der Wettbewerb über die Kosten pro produzierter Einheit, bei dem Deutschland durch moderate Lohnentwicklung seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Partnerstaaten steigerte.
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